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Gleich beim Start gibt es Hochbetrieb

"ConAct" Gleich beim Start gibt es Hochbetrieb

Rund anderthalb Jahre Einsatz und viel Engagement haben die Verantwortlichen und Helfer des Vereins "Jumpers - Jugend mit Perspektive" in ihr Projekt investiert. Am Samstag startete das Angebot in der früheren Kirche.

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Das „Bällchenbad“ erfreute bei der Eröffnung am Samstag die Kinder.

Quelle: Karin Waldhüter

Stadtallendorf. Am Samstagnachmittag war es so weit: In den ehemaligen Räumen der Herrenwaldkirche eröffnete das neue Zentrum „ConAct“ mit einem großen Indoor-Spielplatz, dem Begegnungscafé für Erwachsene und der Kinderbibliothek. Fröhliches Kinderlachen und unzählige Stimmen füllten den ehemaligen Kirchenraum mit Leben.

Einen besseren Auftakt hätten sich die Verantwortlichen des Vereins „Jumpers“ nicht wünschen können. „Hier ist es schon cool“, findet die siebenjährige Akasya, während sie mit ihrem Bruder Akin in einem bequemen Schaukelstuhl sitzt. Auch die Hüpfburg und das Bällchenbad hatte sie bereits ausprobiert und für gut befunden. „Wir sind sehr überrascht, es sind viel mehr Leute da, als wir gedacht haben“, freuten sich Projektleiter Tobias Czarski und Mitarbeiterin Magdalena Reeh.

Ergänzt wird das Mitarbeiter-Trio noch von Philipp Kanzinger und vielen freiwilligen Helfern. „Die alle viel gegeben haben und sogar noch eigenes Geld eingesetzt haben“, berichtet Czarski. „Uns verbindet die Leidenschaft, Kinder mit freudigen Augen zu sehen. Wir sind kein Verein, der fertige Angebote präsentiert, sondern sind auf die Unterstützung angewiesen“, erklärte der Projektleiter. Es gebe noch viel Entwicklungspotenzial, sagte er auch mit Blick auf die Öffnungszeiten. „ConAct“ öffnet zunächst dienstags und donnerstags von 9 bis 12 Uhr. Der Name für das neue Zentrum, ein Wortzusammenschluss der Wörter Connection (Verbindung) und Action, sei Vision und stehe für das, was der Verein erreichen wolle. „Wir glauben, dass aus der Gemeinschaft heraus viel entsteht, gerade in Stadtallendorf“, betonte Czarski im Gespräch mit der OP.

"ich hätte nie gedacht, dass das Projekt so einschlägt"

„Das ist ein tolles Projekt. Ich hätte nicht gedacht, dass es so einschlägt“, erzählt Besucherin Dorothea Cramer. Wichtig sei, dass das Gebäude nicht mehr leer stehe, sagte sie, fand die Öffnungszeiten aber nicht so ideal. „Wahnsinn, was hier los ist“, erklärte dann Moderator Daniel Schneider zu Beginn des offiziellen Teils und animierte alle Kinder mit einem lauten Schrei, die Eröffnung zu vollziehen. Eine einführende Präsentation erinnerte anschließend an Stationen der Entstehung. Unter anderem an die Renovierungsarbeiten, erste Angebote, den Benefizabend mit Dr. Margot Käßmann, der früheren Bischöfin und EKD-Ratsvorsitzenden, und an Mitarbeitersitzungen. „Als Projektleiter konnte ich viele Menschen in Stadtallendorf erreichen“, erklärte Czarski in seiner Eröffnungsrede. Kennengelernt habe er eine Vielfalt von Kulturen, was etwas ganz Besonderes sei, aber auch Vorurteile und Perspektivlosigkeit. Er animierte die Besucher, sich aktiv einzubringen.

Gratulationen von Kooperationspartnern

Aus unterschiedlichen Materialien hatte Czarksi eine Lampe gebaut, deren Licht die Ausstrahlung des Vereins symbolisieren soll und im Begegnungscafé einen Platz finden wird. Anschließend gratulierten zahlreiche Kooperationspartner, sprachen ihre Unterstützung aus und wünschten ein gutes Gelingen. Neben Dr. Helmut Wiegand, Geschäftsführer des Vereins Lingua Oeconomicus, der in den Räumlichkeiten Deutschkurse anbietet, sprach Professor Dr. Thomas Weißenborn vom Marburger Bildungs- und Studienzentrum. Viele Studenten hatten in der Bauphase mitgeholfen.

Dann trat Bernd Reitz, Marktbereichsleiter der VR-Bank HessenLand nach vorne. Er überreichte einen Scheck über 500 Euro. Thorsten Riewesell, Leiter des Vereins „Jumpers“ aus Kaufungen, informierte über den Verein, und Stefan Herbes von der Wohnungsbaugesellschaft GWH, überreichte 300 Kinder-Sicherheitswesten, die am Ausgang verteilt wurden. Pfarrer Thomas Peters hatte einige Bücher für die Kinderbibliothek mitgebracht und gratulierte zu dem gelungenen Auftakt. Er bedauerte, dass es für die Kirchengemeinde nicht möglich sei, zwei Kirchen zu unterhalten, erfreulich sei aber, dass es nun weitergehe.

Stadtallendorfs Bürgermeister Christian Somogyi zeigte sich wie viele seiner Vorredner überrascht über die große Resonanz. Der Bedarf sei da, und das Angebot werde gut angenommen, betonte er und überreichte einen Scheck. Helene Wolf stellte das Projekt der evangelischen Kirchengemeinde „Zeig, was du kannst“ vor. Mit Tänzen und Liedern einiger Mitglieder und der Projektgruppe „Dance Company“ hatten die Mädchen die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

von Karin Waldhüter

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