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"Glee" steht auf Dirndl und Lederhosen

Kirmes "Glee" steht auf Dirndl und Lederhosen

Die 54. Sandhasenkirmes ist vorüber. An fast allen Tagen feierten und tanzten die Besucher bis weit in die Nacht ausgelassen. Und doch fällt die Bilanz der Veranstalter nicht durchweg positiv aus.

Die Gäste des bayerischen Abends feierten im weiß-blau geschmückten Bierzelt und amüsierten sich bei verschiedenen Spielen.

Quelle: Yanik Schick

Niederklein. In Dirndl und Lederhosen scheinen sich die Niederkleiner schlichtweg wohlzufühlen. Nach dem Erfolg des bayerischen Nachmittags im vergangenen Jahr kamen auch diesmal wieder 350 Besucher im Laufe des Tages an den Festplatz. Das Zelt war in den passenden Landesfarben Weiß und Blau geschmückt, und während die eine oder andere Maß Bier über die Theke ging, feierte das Dorf schon mal ein kleines, vorgezogenes Oktoberfest. Vor der Bühne erprobten sich einige aktive Gäste in verschiedenen Unterhaltungsspielen - sie hämmerten Nägel in einen Baumstamm, zersägten Holz und hoben schwere Bierkrüge teils minutenlang in die Luft.

Nur auf den obligatorischen Fassanstich mussten die Niederkleiner derweil vergebens warten. Laut Chef-Organisator Klaus Botthof habe es im Vorfeld einige organisatorische Schwierigkeiten gegeben - dabei hatten die Niederkleiner diesen Punkt vor der Kirmes besonders hervorgehoben und als Event angekündigt. Botthof freute sich dennoch, dass nach dem Fest-Gottesdienst am Morgen so viele Leute in bayerischer Tracht gekommen waren. Zudem vergnügten sich zahlreiche Kinder und Jugendliche auf dem Festgelände beim Autoscooter oder Karussell-Fahren.

„Im Großen und Ganzen können wir zufrieden sein“, fasste der Vorsitzende des Kirmesausschusses den Verlauf der Sandhasenkirmes zusammen. Die höchsten Besucherzahlen hatten die fünf tragenden Vereine wie erwartet am Freitagabend verzeichnet. Rund 700 zahlende Gäste waren zum Burschenschaftstreffen des „Goliath Clubs“ gekommen. Die renommierte Coverband „On Line“ spielte einen Mix aus internationalen Top-Hits und deutschen Schlagern. „Sie haben das Zelt auf jeden Fall gerockt“, sagte Steffen Metko von der Niederkleiner Burschenschaft.

Kirmes künftig nur noch drei Tage lang?

Nicht ganz so erfolgreich verlief dagegen der Samstagabend. Im Anschluss an den Festzug durch das Dorf waren nur etwa 300 Besucher im Zelt - zu wenig aus Sicht der Ausrichter: „Es hätten schon ein paar Leute mehr sein können. Aber wir hatten auch zwei große Geburtstagsfeiern im Ort“, erklärte Klaus Botthof. Die geringe Resonanz sei besonders für die „gute“ Emsdorfer Band „The Skyliners“ schade gewesen.

Der Kirmesausschuss wird sich in den kommenden Monaten Gedanken machen, ob er den Samstag als separaten Kirmestag womöglich ganz von der Programmliste streicht. „Vielleicht haben wir dann nur noch drei Tage Kirmes. Die Leute scheinen vier Tage aber einfach nicht mehr zu wollen“, berichtete Botthof.

Einen gelungenen Abschluss feierten die Niederkleiner jedenfalls am Montag mit dem traditionellen Frühschoppen. Die „Kerry Blue Band“ unterhielt die Besucher noch einige Stunden in gemütlicher Atmosphäre, bevor die 54. Sandhasenkirmes zu Ende war.

von Yanik Schick

Von Redakteur Florian Lerchbacher

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