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"Glauben wagen und Hoffnung leben"

Kirche "Glauben wagen und Hoffnung leben"

Mit einem feierlichen Pontifikalamt für alle 13 Kirchengemeinden des Pastoralverbundes St. Bonifatius Amöneburg feierten hunderte Gläubige den "Apostel der Deutschen".

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Mit Abtstab und Mitra als Zeichen seines Hirtendienstes zog Abt Aloysius Althaus (Benediktinerorden, OSB) aus der Abtei Königsmünster feierlich in die Lindaukapelle ein.Foto: Karin Waldhüter

Amöneburg. Großes Glaubensfest an der Lindaukapelle: Über 500 Gläubige waren am Pfingstmontag gekommen, um gemeinsam das Fest des Heiligen Bonifatius zu feiern. Festprediger Abt Aloysius Althaus rief dazu auf, trotz Umbrüchen von Kirche und Gesellschaft den Glauben immer wieder neu zu wagen.

Den Festgottesdienst gestaltete eine Chorgemeinschaft aus dem gesamten Pastoralverbund unter der Leitung von Sina Göbel und Kilian Gottwald. Eine Bläsergruppe, die überwiegend aus Mitgliedern des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf bestand, übernahm unter der Leitung von Martin Gockel den Part der Orgel. Gut zehn Minuten vor Beginn des Pontifikalamtes erreichte auch eine Gruppe Fußwallfahrer aus der Kirchengemeinde Schröck, Ginseldorf, Bauerbach die Lindaukapelle.

Begleitet von Fahnenbannern einiger Kolpingfamilien, einer großen Zahl Messdiener und der kompletten „pastoralen Dienstgemeinschaft“ hielt Aloysius Althaus, Abt der Benediktinerabtei Abtei Königsmünster in Meschede, festlich Einzug in die Lindaukapelle.

In seiner Festpredigt erinnerte Abt Aloysius Althaus an die Taufe und rief dazu auf, dem mit Gott geschlossenen Liebesbündnis und dem damit gelegten Fundament in allen Lebenssituationen treu zu bleiben. „Wie schwer ist es, oft treu zu sein, zum Partner, zur Gemeinde, treu zu Freunden und Nachbarn zu stehen. Deshalb ist es gut, das Fest des heiligen Bonifatius zu feiern“, sagte er. Dazu gehöre, die Gemeinschaft zu erleben, miteinander auf dem Weg zu sein und das zu tun, was Jesus getan hat, zusammen essen und trinken, Mahl halten, Gastfreundschaft üben und den Alltag für eine kurze Zeit positiv unterbrechen.

„Bonifatius zeigt uns, wie wir den Glauben wagen und dann auch die Hoffnung leben können“, rief er den Gläubigen zu. Bonifatius zeige auch, dass der Mensch, der hoffe, kein Schwächling sei, der zu allem „Ja und Amen“ sage. „Unsere Welt hungert nach glaubensmutigen und hoffnungserfüllten Christinnen und Christen, nach Frauen und Männern, Kindern und Jugendlichen, denen der Atem nicht ausgeht im Ansturm des Unglaubens und im Nebel der Zukunftsangst, im eisigen Wind der Lieblosigkeit und Unbarmherzigkeit“, sagte der Abt und forderte die Gläubigen dazu auf, den Glauben und die damit verbundene Freude, in die Dörfer zu tragen.

Begleitet wurde Abt Aloysius Althaus von Bruder Benedikt, Missionsbenediktiner in der Jugendarbeit, und Bruder Antonius, der aus Schröck stammt. Der Kontakt nach Meschede war über die Firmlinge entstanden. Sie hatten dort eine fünftägige Firm-Vorbereitung verbracht.

Amöneburgs Pfarrer Marcus Vogler dankte für die erfrischenden und stärkenden Worte der Predigt und übergab vor dem abschließenden allgemeinen Segen mit der Bonifatiusreliquie das Wort an Bruder Benedikt. Als Waldecker Bub sei ihm der heilige Bonifatius sehr vertraut, erklärte er und überbrachte den Firmlingen Grüße vom „Klosterteam der Oase“. „Die Türen sind immer offen, wir sind immer da, wenn etwas ist“, lud er alle ein.

Im Alter von 21 Jahren verließ Bruder Antonius Schröck. Er lebt seit 31 Jahren in Meschede und ist seit vier Jahren Missionsprokurator. Das Schröcker Platt hat er in all der Zeit nicht verlernt, denn er stellte sich und seine Arbeit kurz und humorvoll im Dialekt vor.

„Ich habe mich hier sehr wohlgefühlt. Sie haben es geschafft, mein Herz zu öffnen!“, sagte Abt Aloysius und sicherte zu, gerne wiederzukommen. „Bleiben Sie Menschen mit einem freudigen Herzen und vergessen sie das Beten nicht“, gab er vor dem abschließenden Bonifatiuslied den Gläubigen mit auf den Weg.

Die Kollekte kam der Abtei Königsmünster zugute. Das Geld wird für die Missionsarbeit genutzt und kommt einem Kindergarten in Tansania zugute.

von Karin Waldhüter

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