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Glassbowstones lassen Scheiben klirren

Osterrock Glassbowstones lassen Scheiben klirren

Die Glassbowstones rockten an Ostersonntag mal wieder bis spät in die Nacht. Trotz der Erkältung des Frontmanns und einer gerissenen Saite blieb die Stimmung der Fans in Mardorf ausgelassen.

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Filmen verboten – diese Regel galt nicht beim Konzert der Glassbowstones.

Quelle: Yanik Schick

Mardorf. Die dünnen Fensterscheiben klirren, der Fußboden bebt. Man muss sich gegen Mitternacht fast schon die Frage stellen, ob Raabs Saal überhaupt noch einen Dezibel mehr aushält. Rund 250 Rock-Fans feiern lautstark ihre Glassbowstones, die auf der Bühne einen Welthit nach dem anderen spielen. „Gegen Ende war die Stimmung top“, fand Gitarrist Thorsten Schick nach dem letzten Song, „wir können uns nur noch einmal bei allen bedanken, die da waren.“ Denn eigentlich hatte das Osterkonzert nur noch alle zwei Jahre stattfinden sollen - dafür war die Nachfrage der Anhänger im Vorfeld allerdings zu hoch.

Wer sich am Sonntagabend also dazu entschieden hatte, die ruhige Feiertagsstimmung aufzugeben und stattdessen in Raabs Saal zu feiern, der durfte sich vor allem auf die größten Rock-Klassiker der Geschichte freuen. Zu „November Rain“ von den Guns N‘ Roses und „Bed Of Roses“ von Bon Jovi schwenkten zahlreiche Fans ihre Feuerzeuge. Als Liquidos „Narcotic“ ertönte, lagen sich viele Anhänger hüpfend und tanzend direkt vor der Bühne in den Armen. Den krönenden Schlusspunkt setzte eine Stunde nach Mitternacht traditionell „Knockin‘ on Heaven’s Door“. Dass Frontmann Markus Semmler sowohl in den Proben als auch am Abend selbst grippegeschwächt auftrat, hatte kaum jemand bemerkt.

Fans forderten das Konzert von den Glassbowstones ein

Und auch eine kleine technische Panne tat der guten Atmosphäre im Saal keinen Abbruch. Schon nach einem der ersten Songs war Gitarrist Jürgen Schnare eine Saite gerissen. Er musste innerhalb weniger Minuten die Gitarre wechseln. „So etwas kann immer mal passieren“, sagte Bandmitglied Thorsten Schick, „er hat dann zwei, drei Lieder etwas langsamer gespielt. Danach ging es aber ganz normal weiter.“

Schließlich erprobten sich die Glassbowstones nicht nur in internationalen, sondern auch in deutschen Hits wie „Hier kommt Alex“ von den Toten Hosen oder „Ist da Jemand“ von den Broilers. Außerdem spielte die Mardorfer Band mit „Frei“ einen Song, den sie selbst komponiert hatte. Sänger Markus Semmler kündigte bereits den Sturm in die Charts an.

Zuvor hatten wieder einmal die beiden Vorbands „Kabitt“ aus Mardorf und die „Skanimals“ aus Marburg für optimale Stimmung gesorgt. „Kabitt ist einfach Tradition, die Skanimals sind als Band vor unserem Auftritt prädestiniert“, erklärte Thorsten Schick.

Während die Mardorfer mit ausschließlich selbst getexteten Liedern zu überzeugen wussten, faszinierten die Skanimals mit einer außergewöhnlichen Kombination aus Blasmusik und Rock. Und damit haben ja auch die Glassbowstones schon ihre positiven Erfahrungen gemacht.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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