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Gewichtige Wünsche und eine Ansage

Stausebacher Ortsbeirat Gewichtige Wünsche und eine Ansage

Die Mitglieder des runderneuerten Stausebacher Ortsbeirats wollten ihre zweite Sitzung nutzen, um sich den Bürgern vorzustellen. Das gelang nur bedingt.

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Auf der Stausebacher Friedhofsmauer wächst das Gras inzwischen kniehoch. Der Ortsbeirat sieht Sanierungsbedarf. Fotos: Matthias Mayer

Stausebach. Raphael Campana und der stellvertretende Ortsvorsteher Manfred Fritsch konnten aus beruflichen Gründen nicht an der Sitzung teilnehmen. So blieben Ortsvorsteher Günter Meixner, Konrad Riehl und Schriftführer Ronald Hohlfeld mit zwei Besuchern unter sich.

Er hoffe, dass er jetzt als Ruheständler genügend Zeit habe, das Amt auszuüben, sagte Günter Meixner, der als Diplom-Verwaltungswirt für die Telekom tätig war. Konrad Riehl stammt ursprünglich aus Kleinseelheim, lebt aber seit 14 Jahren in Stausebach und arbeitet als Krankenpfleger auf der Intensivstation einer psychiatrischen Klinik. Ronald Hohlfeld stammt aus Dresden, wohnt allerdings schon seit 1990 in Stausebach. Der Diplom-Ingenieur für Automatisierungstechnik arbeitet für einen Pharma-Konzern.

Das Selbstverständnis des neuen Ortsbeirats skizzierte Ronald Hohlfeld. Mit Blick auf die 750-Jahr-Feier 2018 könne der neue Ortsbeirat nicht das gewohnte Arbeitspensum des Vorgänger-Gremiums leisten. Der Ortsbeirat werde sich im Vorfeld des Jubiläums und bei anderen Aktivitäten mit Rat und Tat sowie Hand und Fuß beteiligen, aber keine planerischen Aufgaben übernehmen. Dazu reiche das Zeitkontingent der Mitglieder nicht aus, sagte Hohlfeld.

Den Verschönerungsvereingibt es nicht

Ein eingetragener Verein soll sich insbesondere für die Verschönerung des Ortsbildes den Hut aufsetzen, so die Vorstellung des Ortsbeirats. Diesen gibt es aber nicht, wie ein Besucher erklärte. Der früher unter „Verschönerungsverein“ firmierende Kreis ehrenamtlicher Helfer sei ein loser Zusammenschluss ohne Vereinsstatus gewesen. Zum Thema Mittelanmeldung für den Haushalt 2017 stellte der Ortsvorsteher fest, dass sich die Stausebacher Anmeldungen seit 2011 ständig wiederholten. Davon ließen sich die Mitglieder nicht entmutigten und meldeten für diese Projekte Mittel an:

n Ein an die Straße Am Lohfeld grenzendes Wegstück soll eine Tragschicht bekommen, um eine Umfahrung der Himmelsberger Straße zu ermöglichen. n Das Feuerwehrhaus Stausebach soll um einen Vereinsraum und ein Ortsvorsteher-Büro zu einem kleinem Dorfgemeinschaftshaus erweitert werden. Dazu kann das Gebäude möglicherweise aufgestockt werden. Neben Sindersfeld ist Stausebach der einzige Kirchhainer Stadtteil ohne Dorfgemeinschaftshaus. n Der ehemalige Schlauchturm soll saniert werden. Das Dach ist undicht, der Putz bröckelt von der Fassade, der Sandstein-Fraß greift das Sichtmauerwerk an, und die Tür ist völlig verrostet. n Auf dem Rasen-Urnenfeld soll eine Sandsteinstele zur Anbringung von Namensschildern aufgestellt werden. n Für die Zukunftsicherung des Ortes wünscht der Ortsbeirat eine Erweiterung und Erschließung des Neubaugebiets Gänseacker. Begründet wird dies mit der Tatsache, dass die im Ort noch nicht bebauten Bauplätze in privater Hand und unverkäuflich seien. n Die Sanierung der Friedhofsmauer ist nach Auffassung des Ortsbeirates unumgänglich. Insbesondere die Mauerkrone weise erhebliche Schäden auf. Zum Schluss regte Günter Meixner die Einführung von festen Ortsvorsteher-Sprechstunden an. Der Ortsbeirat kam überein, dieses neue Angebot für die Bürger bis zum Jahresende zu erproben, um dann endgültig zu entscheiden. Bis dahin ist Günter Meixner an jedem ersten und dritten Donnerstag von 18 bis 19 Uhr im Feuerwehrhaus zu sprechen.

von Matthias Mayer

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