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Lokales Ostkreis

Kritik

Gewaltverherrlichung war nicht beabsichtigt

Die Darstellung eines Scheiterhaufens beim Momberger Kirmesumzug am vergangenen Sonntag löste viele Reaktionen aus. Die Freiwillige Feuerwehr und ein katholischer Pfarrer stehen in der Kritik.

Hat die Momberger Feuerwehr mit dieser Darstellung eines Scheiterhaufens beim Kirmesumzug schockiert?

© Tobias Hirsch
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Momberg. Unser Bericht über den Kirmesfestzug in Momberg, insbesondere das Foto eines Motivwagens der Freiwilligen Feuerwehr Momberg, hat viele Reaktionen ausgelöst. Mit einer Parodie der Abwrackprämie schockierten zwei Momberger Feuerwehrkameraden die OP-Leser. Sie stellten die Szene einer Hexenverbrennung dar und warben mit Visitenkarten – vergleichbar mit denen von Gebrauchtwagenhändlern, die häufig in Fenstergummis oder unter Scheibenwischern zu finden sind – um Kunden.

Für den Marburger Politiker Hajo Zeller (Die Linke) ist dies eine frauenverachtende Verherrlichung des kirchlichen und weltlichen Terrors im Mittelalter. Eine Kommentatorin auf der OP-Homepage geht sogar noch darüber hinaus: Der Motivwagen sei eine Verherrlichung der Männergewalt von heute. Ähnliche Kommentare schrieben Bürgerreporter auf dem Internetprotal myHeimat. Neben der Feuerwehr Momberg steht auch der Neustädter Pfarrer Arnulf Hummel in der Kritik. Er führte mit Ortsvorsteher Artur Groß den Umzug an. Eine OP-Leserin kritisierte, dass Hummel „diese ekelige Aktion nicht verhindert hat“. „Ich habe vorher von dem Motivwagen nichts gewusst“, sagte Hummel auf Nachfrage der OP.

„Natürlich ist das erschreckend und geschmacklos, wenn man die Hintergründe der Hexenverfolgung kennt und weiß, dass weltweit Frauen bis in die Gegenwart ähnlichen Gewaltverbrechen ausgesetzt sind“, sagte Hummel. Die Verantwortlichen in Momberg hätten dies nicht bedacht und vor allem keine Verherrlichung dieser Gräueltaten beabsichtigt, so der Pfarrer. „Man darf diesen Festzugbeitrag nicht überbewerten“, sagte Neustadts Bürgermeister Thomas Groll auf Nachfrage der OP. Die bei einigen Leuten durch den Motivwagen geweckten Assoziationen seien von den Feuerwehrkameraden sicher nicht beabsichtigt gewesen, so der Rathauschef. In Momberg kann man die ganze Aufregung nicht so recht verstehen: „Die Kameraden der Feuerwehr haben sich mit dieser Darstellung über die Abwrackprämie lustig gemacht, mehr nicht“, erklärt Ortsvorsteher Artur Groß auf Nachfrage der OP.

Was halten Sie von dem „feurigen" Kirmes-Scherz? Wie unsere Online-Leser abgestimmt haben, sehen Sie in der Umfrage.

von Tobias Hirsch


  • Hexentanz Ein Allendorfer – 09.10.09
    Wer schützt uns vor den Frauenschützern? Meine Frau jedenfalls hat über den Beitrag gelacht - die hat halt was im Kopf und kann Spaß verstehen. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Übertreibung Fabian – 06.10.09
    Ich bin ja echt ein Freund der Presse und wenn es sie nicht gäbe hätte ich das gar nicht mitbekommen. und genau das ist meiner meinung nach der punkt, momberg ist eines unserer stadtteile und ein kleines, ruhiges und idyllisches dörfchen, früher hat es gar keinen interesiert was in den kleinen städten von sich gegeben wird und wenn es jemanden interesiert hätte, dann hätte er es nicht mitbekommen. selbst wenn die momberger einen anderen humor haben, was ich nicht mal glaube, weil es in fernseh und anderen medien noch viel schlimmere sachen gibt, so kann man im kleinen dorf momberg wenigstens eine parkbank und einen öffentlichen mülleimer stehen lassen ohne das er von besoffen idioten abgetreten wird. also liebe städter, packt euch bitte erstmal an die eigene nase. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Wenn nicht Wahlkampf wäre... Ein Momberger – 26.09.09
    ... wäre dieser Motivwagen wohl nicht Gegenstand einer zum Teil polemisierten und politisierten Debatte geworden.
    Doch was tut man, wenn die eigene Partei wenig Inhaltliches zu bieten hat und auch nicht viel, womit man auf sich aufmerksam machen kann?
    Man zeigt wild gestikulierend auf andere, brüllt und zetert und wird so wahrgenommen.
    Seien wir mal ehrlich, nicht jeder Mann/Frau kann über diesen Wagen lachen. Das ist verständlich, ist doch die Hexenverbrennung nicht das Thema schlechthin zum Scherze machen. So könnte ich gut verstehen, wenn jemand sagte, der sich historisch auskennt, dass er darüber nicht lachen kann und mag. Auch wenn jemand sagt, er findet es geschmackslos, kann ich nachvollziehen, es ist nicht jedermanns Humor.
    Ich möchte dazu ergänzen, dass ich nach einem Hochschulabschluss in Geschichtswissenschaften sehr wohl um dieses Kapitel der Geschichte weiß.
    Nicht nachvollziehen kann ich jedoch, wenn jemand wie Herr Zeller und einige andere Personen, diesen Motivwagen dazu nutzen um auf sich aufmerksam zu machen und andere Menschen öffentlich zu diskreditieren, obgleich sie weder über deren Annsinen oder deren Gesinnung etwas aussagen können.
    Es fallen Worte, wie Hillibilies, es wird ausgesagt, die Frauen hätten in diesem Dorf nichts zu sagen, es wird behauptet die Feuerwehr sei Frauenverachtend...und nicht zuletzt, und das finde ich am schlimmsten, wird der Priester, der mit diesem Motivagen nun gar nichts zu tun hatte mit hinein gezogen.
    Und eben dieses aber zeigt auch das eigentliche Ansinnen, das leider allzu oft von linken Stimmungsmachern und Agitatoren angegangen wird, nämlich polemische Debatten anzufeuern, dabei am liebsten die Kirche zu diskreditieren, ohne sich wirklich zu informieren. Hauptsache laut, gern auch ohne Niveau.

    Niemand, wirklich niemand in diesem Dorf und in diesem Verein erachtet die Hexenverbrennung als positives Ereignis und niemand möchte dieses wiederholen. Dass diese Satire nicht jeden Geschmack trifft und für viele unangebracht war, sei dahin gestellt und ist stellenweise nachvollziehbar. Deshalb aber nicht nur den Verin, sondern das ganze Dorf, sowie den Pfarrer durch den Dreck zu ziehen, zu verunglimpfen mit haltlosen und zum Teil lächerlichen Kommentaren, ist mitnichten angfebracht!
    Wenn man den Mund auftut, dann sollte man sich zunächst informieren, leider ist dies nicht die Stärke derer, die eben gern den Mund auftun.
    Der katholische Pfarrer ist ein sehr sympathischer, humorvoller Mensch, der in diesem Leben mehr für die Menschen und damit auch für die Frauen dieser Gemeinde getan hat, als diese die dümmlich das Maul aufreissen.
    Er tut es jedoch im Stillen, ohne sich in einem Artikel in der OP aufzuspielen oder sich wie ein dicker Auerhahn auf myheimat.de aufzupusten, wie andere Personen.

    Wenn die Menschen also, die sich hier als die Verteidiger der Frau und der Menschheit schlechthin aufspielen, auch wirklich in Taten für andere einsetzen würden, wie diejenigen, die hier verunglimpft werden sollen, dann würde man ihnen vielleicht sogar das ein oder andere mal Glauben schenken, so jedoch bleibt mir nur, den Kopf zu schütteln und Mitleid zu empfinden...

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  • Typisch "Die Linke" J. Schmitt – 26.09.09
    Sehr geehrter Herr Zeller,

    dass Sie sich an dieser Stelle als der große Moralapostel aufspielen, der die Würde der Frau und die ach so gewaltverherrlichende Darstellung des Kirmeswagens der Momberger Feuerwehr an den Pranger stellt, ist doch sehr erstaunlich.

    An dieser Stelle möchte ich einmal an den Wahlabend der Hessenwahl am 18.Januar diesen Jahres und die Wahlpartie Ihrer Partei erinnern. Wo wurde dieses Event nochmal abgehalten? Ach ja, in einem Swingerclub!!! Nun, zum einen bin ich froh, dass Ihnen an diesem Tag wohl gar nicht recht zu feiern zu Mute war,zum anderen bin ich doch auch der Überzeugung, dass es Orte und Rahmen für Feierlichkeiten gibt, an denen die Menschenwürde, insbesondere die der Frau besser gewahrt werden könnte.
    Dass Sie solche Dinge schnell vergessen und stattdessen mit der, für Ihre Partei leider allzu typischen Polemik versuchen, andere Menschen zu diffamieren, ist vielsagend. Statt ohne das nötige Hintergundwissen Herrn Pfarrer Hummel anzugreifen, empfehle ich Ihnen, demnächst erst einmal das persönliche Gespräch mit betroffenen Personen zu suchen. Ich bin jedoch auch der festen Überzeugung, dass Sie sich und Ihrer Partei mit dem aktuellen Versuch, Stimmung zu machen, ohnehin einen Bärendienst erwiesen haben. Dass sich dies abzeichnet, zeigt die Umfrage auf der OP-Hompage.

    Was das Thema Gewalt gegen Frauen in der heutigen Zeit angeht, empfehle ich Ihnen, sich bei Gelegenheit einmal mit Polizistinnen zu unterhalten und diese nach dem Verhalten einiger Ihrer Wähler bei diversen Protestveranstaltungen zu befragen.

    Eines möchte ich Ihnen grundsätzlich für die Zukunft nahelegen: Es empfiehlt sich, immer erst einmal vor seiner eigenen Haustüre zu kehren, bevor man sich über das Fehlverhalten andere Menschen empört.
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  • Ihr Glücklichen Ein Stadtallendorfer – 25.09.09
    Glücklich die Menschen, die keine größeren Probleme haben! Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Kirmesumzug in Momberg Ein ERSTWÄHLER – 25.09.09
    Das ist ja hier besser und interessanter als jeder Politikunterricht.

    Ich als ERSTWÄHLER bin hin und weg, denn in den drei Tagen hab ich viel gelernt.

    WÄHL NIEMALS DIE LINKEN denn
    - sie urteilen über Menschen, die sie nicht kennen.
    - sie beschuldigen Menschen, die sie nicht kennen.
    - sie bezeichnen sogar Menschen aus ganzen Landkreisen als DUMM
    - Sie wiedersprechen sich ständig
    z.B. Hier meinen sie, sie müssten sich für Frauen stark machen, die sich aber selbst helfen können.Dort wo Hilfe gebraucht wird fühlen sie sich aber nicht zuständig (Afghanistan). Hier wollen sie die Bundeswehr sofort abziehen aber die Frauen dort brauchen Hilfe.
    - Die Linken haben ja noch nicht mal Humor.

    Aber schon miene Oma hat mir immer geasgt: In der DDR wurde nicht gelacht, da gab es nämlich nix zu lachen.
    Jetzt weiß ich warum.

    Tja, IHR LINKEN, alles falsch gemacht
    NEUWÄHLER VERLOREN
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  • Gräueltaten der Kirche Grüne Box – 25.09.09
    -Inquisition!
    -Kreuzzüge!
    und Hexenverbrennung!!!

    Wir wissen wie wir feiern!!!

    Eure Kirche

    Man sollte sich wirklich nicht über alles aufregen!
    Wäre die Momberger Kirmes nach der Wahl gewesen hätte sich niemand aus der Politik zu Wort gemeldet!
    Das war ein Kirmesumzug und allein zur Unterhaltung gedacht! Mit diesem Mottowagen wollte man niemandem ans Bein pinkeln...
    Freundliche Grüße aus Neustadt
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  • Volksbeglückern kein Ohr geschenkt Ein Neustädter Kolpingsbruder – 25.09.09
    Das von mir verwendete Zitat der Volksbeglücker und Wühler stammt vom Neustädter Stadtrat anlässlich der Revolution von 1848, bei der sich die Neustädter "stets mustergültig" betragen, aber dennoch die Kosten für die Einquartierungen der Bundestruppen zu tragen hatten. Aber auch in späteren Zeiten haben die NEUSTÄDTER (nicht der Landkreis!!!) mit großer Mehrheit Zentrum gewählt, bis es nicht mehr möglich war, um auf das zurückzukommen, worauf sie anspielen. Vielleicht sollten Sie mal lesen, dass mein Zitat auf Neustadt bezogen war und nicht auf den ganzen Landkreis. Hier gibt es ja auch heute durchaus viele, die den modernen Volksbeglückern im roten Gewande ihr Ohr schenken. Eine bedenkliche Entwicklung. Übrigens finde ich es auch bedenklich, dass Sie lieber Herr Bedenkenträger, die Bevölkerung des Ostkreises pauschal als "Hillbillies" ansehen und damit als dumme, ungebildete Hinterwäldler. Leider muss ich Sie da enttäuschen. Gebildete Menschen - und davon haben wir in Neustadt und Momberg eine Menge - fallen weder auf linke noch auf rechte Lebenslügen herein wie Sie. Dass Sie hier die obligatorische Moralkeule schwingen und plötzlich wieder in Richtung eines weiteren dunklen Kapitels deutscher Geschichte ausholen, welches mit dieser Diskussion nicht das geringste zu tun hat, ist ebenfalls nicht gerade intelligent, aber für Bedenkenträger Ihres Typs typisch. Ich hatte eigentlich schon längst damit gerechnet, dass dies auf die Agenda geholt wird. Wenn man nicht mehr weiter weiß, wird eben mit dem Kampf gegen Rechts argumentiert. Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Volksbeglückern kein Ohr geschenkt! K.B. – 25.09.09
    Achso! Also, ihre Mittelhessen, noch nie einem Volksbeglücker das Ohr geschenkt? Niemals?

    Hmmm..., ganz, ganz sicher..?

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  • 'Hexenverbrennung' K. Bedenkenträger – 25.09.09
    All denen die über diesen 'Scherz' erschrocken sind:

    1. Ja, das ist gewaltverherrlichend und frauenverachtend.

    2. Überraschen sollte das allerding niemand. Wer die Geschichte der Kirche(n) kennt weiss, mit welcher Mühe die zu Zugeständnissen in Richtung Menschlichkein und 'modernen' Wertvorstellungen zu bewegen sind. Wer die Linke(n) kennt weiss, wie gerne die auf solche Misstände hinweisen.

    3. Und dass die Marburg-Biedenköpfer Hillbillies nicht gerade diejenigen sind die verstanden haben dass es bei dieser Debatte nicht darum geht ihnen den 'Spaß zu vermiesen', naja, das sollte nun wirklich niemanden überrschen.

    4. Karnevals- / Faschingsumzüge sind eben nunmal auf einem moralisch-ethischem Stand der in etwa dem einer Schallplatte mit Herrenwitzen aus den 60er Jahren entspricht. Also, in etwa ein Stammtisch mit Rädern.

    5. Dass die Frauen des Dorfes sich davon nicht beleidigt, diskriminiert oder verletzt fühlen sollte (mit Berücksichtigung des Punktes 3) nun auch keinen Verwundern.

    Fazit: Seien wir doch für's erste schonmal froh dass es keine Wagen mit Judenwitzen mehr gibt.

    Also, nix für ungut:

    Klaus Bedenkenträger
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  • Kommentar von Michael Dippel Ein Neustädter Kolpingsbruder – 25.09.09
    In der Tat sehr gut geschrieben. Ich hoffe nur, dass die LINKE mit dieser Aktion auch die letzten ihrer ohnehin wenigen Neustädter und Momberger Stimmen verloren hat. Aber "Wühlern und Volksbeglückern" haben die Neustädter zum Glück mehrheitlich noch nie ihr Ohr geliehen und schon gar nicht dieser Pseudo-Arbeiterpartei...



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  • Kommentar von Michael Dippel Heinz G. Kandel – 25.09.09
    Vielen Dank für die deutlichen Worte.
    Es gibt sie also tatsächlich noch, die Leute, die wissen, wer die Linken wirklch sind .Das hat mich sehr gefreut.
    Leider haben das unsere Jugendlichen nicht in ihrem Allgemeinwissen. Der Wolf im Schafspelz erscheint heute sozial und menschenfreundlich. Dabei sind es die größten Heuchler und Betrüger. Wer die SED- Spitzel erlebt hat, kann gar nicht anders urteilen. Vor einiger Zeit hat eine Linke im Niedersächsischen Landtag die Wiedereinführung der STASI gefordert.Sie wurde von ihrer Partei zurückgepfiffen. Wahrscheinlich war die Zeit noch nicht reif dafür.
    Bürger: Lasst diese Partei nicht an die Regierung kommen.
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  • xxx xxx – 25.09.09
    hahaha, bin gespannt wie der nächste festwagen aussieht... Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Versteht man "links" keinen Spaß ? Michael Dippel – 24.09.09
    Na da hat ja der Festwagen der Feuerwehr Momberg genau das erreicht, was jeder Wagen erreichen sollte - man spricht auch heute noch drüber. Jede Werbeagentur wäre stolz um das Aufhebens, was darum gemacht wird.
    Interessanterweise verstehen alle Spaß, nur die Linken nicht. Kein Wunder, sind sie doch selber zweimal als SED und PDS abgewrackt worden und zeigen sich nun als Recyclingprodukt „Die Linke“ als moralische Instanz. Da reibt man sich doch verwundert die Augen. Eben noch für Mauer und Unterdrückung verantwortlich, macht man heute schon den Kontrolleur über politisch und moralisch korrektes Verhalten. Bei der Kontrolle der Gesellschaft hat die Vorgängerinstitution auch lange Jahre Erfahrung gesammelt. Kein Wunder, dass man da genauer hinschaut als alle anderen. Schließlich hat man ja früher auch bestimmen dürfen, wo die Satire aufhört und die strafbare Handlung anfängt, die dann nicht selten in Bautzen geendet hat…
    Aber diese Zeiten sind Gott sei Dank vorbei. Wie heißt es in Art 5 GG: „Eine Zensur findet nicht statt.“ Und genau wie die Katholiken damit leben müssen, dass man unter Berufung auf eben diesen Art. 5 GG christliche Symbole auf jede erdenkliche Weise verunglimpft, wird die Linke damit Leben müssen, das man in Momberg nicht nur Humor versteht, sondern sogar die höchste Steigerung davon – den schwarzen Humor.
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  • Kirmesumzug in Momberg Ranzefrauen – 24.09.09
    So,jetzt melden sich BETROFFENE, nämlich MOMBERGER FRAUEN zu Wort:
    Wir können schon selbst für uns reden. Um uns braucht sich ein Herr Zeller keine Gedanken machen. Denn nur WIR waren gemeint und WIR SIND ALLE NOCH DA. Herr Zeller sollte sich lieber um Frauen kümmern, die seine Hilfe wirklich brauchen.
    WIR können noch über uns selbst lachen. Was Wir aber gar nicht lustig finden, ist, daß sie unseren Pfarrer Hummel mit diesem Kirmeswagen und der Hexenverbrennung in Verbindung bringen. Er ist der letzte, der damit etwas zu tun hat. Kennen Sie Herrn Hummel? Wohl nicht.
    Also verurteilen Sie keinen Menschen, den Sie nicht kennen.

    So, jetzt ist es an Ihnen sich zu entschuldigen.

    Vielen Dank an den Sumpfi. Im Ernstfall kann man sich ja doch auf Euch verlassen :)
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  • Scheiterhaufen Armin – 24.09.09
    Wenn sich ein linker Politiker über Verbrechen aufregt, die vor 400 Jahren aus religiösen Gründen hier stattfanden, sollte er sich auch deutlich äußern zu den Verbrechen, die heute aus religiösen Gründen stattfinden. Hier in Deutschland: Ehrenmorde, Vergewaltigungen und andere Gewalt gegenüber Frauen.

    Aber da schweigt die Linke, das sind alles Einzelfälle.

    Link entfernt wg. Verstoßes gg. Nutzungsbedingungen für Leserkommentare.
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  • Aufregung Stefan – 24.09.09
    Man muss sich doch net immer über alles aufregen... War doch nicht ernst gemeint! Aber manche Leute haben wohl nichts besseres zutun! :( Auf diesen Kommentar antworten Kommentar melden
  • Momberger Kirmeswagen ? – 24.09.09
    Klar und gut formuliert (und wohl auch rechechiert ;-) ?!)! Vielen Dank für Ihren angenehmen Kommentar. Ich kann ich Ihnen nur zustimmen.
    Ihr Stuttgarter Beobachter.
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  • Die Meinung eines "Sumpfbibers" Ein Neustädter Kolpingsbruder – 24.09.09
    Als Neustädter „Sumpfbiber“ erfüllt es mich ja irgendwo mit einer gewissen Schadenfreude, zu sehen, dass so etwas unseren frommen „Ranzemännern“ passieren muss. Bisher dachte ich immer, dass diese keine Fehler machen…

    Aber Spaß beiseite. Es ist mal wieder erstaunlich, welche Wellen so etwas schlagen kann. Zum Glück haben die meisten Leute noch eine gehörige Portion – zugegebenermaßen schwarzen – Humor und so regt sich zum Glück nur eine Minderheit auf, wenngleich auch äußerst lautstark. Die Momberger Kirmeswagen sind immer humoristische Highlights und mit teils derben Spitzen versehen. Aus Erzählungen weiß ich, dass dies auch für die dortigen Fastnachtsveranstaltungen gelten soll. Spätestens bei der Weiberfastnacht bekommen die männlichen Momberger in jedem Jahr dermaßen ihr Fett weg, dass dies jenen „frauenfeindlichen“ Kirmeswagen mit Scheiterhaufen längst wieder wett machen dürfte.

    Aber Feministinnen und Frauenrechtlerinnen haben ja ohnehin eine spezielle Art von Humor, die zum Glück nicht allzu viel Anklang beim Publikum findet. Wie traurig wäre eine von ihnen regierte und reglementierte Welt…

    Was ich jedoch absolut nicht nachvollziehen kann ist zum Einen die politische Instrumentalisierung dieses Wagens durch Herrn Zeller von der Linken. Es ist mal wieder das alte Spiel: Es wird gerade von der Linken jede nur erdenkliche Gelegenheit genutzt, alles was nur im Entferntesten mit der Amtskirche und deren „Verbrechen“ der Vergangenheit zu tun hat zu kriminalisieren. Und so ist der Momberger Kirmeswagen wieder ein gefundenes Fressen für unser linkes politisches Spektrum, sich mal wieder überflüssigerweise zu Wort zu melden. Die deutsche Linke hat nun mal ihre Feinbilder in der Gesellschaft: Vom Bankier bis hin zum Schützenverein – wo sich eine Gelegenheit gibt, all diesen Gruppen ans Bein zu pinkeln sollte man diese tunlichst nutzen.

    Andererseits wird aber toleriert, dass in Marburg anlässlich des APS-Kongresses Jesus als Schwein gezeigt wird. Hat sich Herr Zeller hierzu mal zu Wort gemeldet? Oder meldet er sich zu Wort, wenn bei Wahlkampfveranstaltungen seiner Partei unbehelligt Biografien und widerwärtige verherrlichende Bücher über berühmte Massenmörder à la Stalin und Mao Tse-Tung verkauft werden? Leider nicht. Hier wird ein Auge zu gedrückt und auch wenn sich die Linke offiziell immer wieder von solchen Dingen distanziert, in Wahrheit sympathisieren viele Vertreter der Linken auch heute noch mit den Verbrechen, die jene Bestien an der Menschlichkeit begangen haben.

    Von den Momberger Katholiken weiß ich mit Sicherheit, dass sich keiner die Hexenverbrennung zurückwünscht. In der Partei der Linken wird das DDR-Unrechtsregime, die Mauer und die Stasigefängnisse jedoch von der Mehrheit auch heute noch als positiv bewertet. Arme, kranke Welt kann ich da nur sagen.

    Zum Anderen kann ich es nicht nachvollziehen, dass unser Pfarrer Hummel in diese Geschichte mit rein gezogen wird. Herr Hummel ist ein sehr humorvoller, jung gebliebener Mann, dessen Positionen oftmals gar nicht mit der Amtskirche konform gehen. Dies beweist ein damaliges OP-Interview als er öffentlich die Abschaffung des Zölibats anregte. Zudem ist unser Pfarrer ein Mensch, der auch was den Humor betrifft sehr kritisch sein kann – ich als Büttenredner der Neustädter Kolpingfamilie spreche aus Erfahrung. So mancher von uns musste nach unserer Fastnachtssitzung schon zum Rapport bei unserem Präses antreten – und die Witze in diesem Fall waren wesentlich harmloser wie jener Momberger Kirmeswagen. Auch unsere Kolping-Theaterspieler wissen ein Lied davon zu singen, dass er stets darauf bedacht ist, dass die Rolle der Frau in den ausgewählten Stücken stets gewürdigt und nicht auf „das eine“ herabgesetzt wird. Herrn Zeller empfehle ich zudem mal ein Gespräch mit unserem Pfarrer. Aus dessen Predigten weiß ich, dass Sie beide, zumindest was die verteidigungs- und wirtschaftspolitischen Themen betrifft, durchaus so einige Gemeinsamkeiten haben dürften. Egal ob Afghanistan, Mindestlohn oder Managergehälter – in diesen Dingen geht unser Pfarrer alles andere als mit den Positionen jener Partei konform, die das C in ihrem Namen trägt.

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