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Gesucht: die beste Geschäftsidee

Stiftsschüler erringen Sonderpreis Gesucht: die beste Geschäftsidee

Zwei Monate lang nahmen vier Schüler der Stiftsschule im Rahmen von business@school ein Chemieunternehmen unter die Lupe und holten erstmals einen Sonderpreis nach Amöneburg.

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Das Siegerteam der Amöneburger Stiftsschule mit (von links) Patrick Diehl, Leonie Dörr, Anna Lauer, Conrad Bieneck und Lehrer Jörg Christiani.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. Monatelang befassten sich Conrad Bieneck aus Schweinsberg, Patrick Diehl aus Erfurtshausen, Leonie Dörr aus Kirchhain und Anna Lauer aus Betziesdorf mit dem Chemieunternehmen Evonik Industries - und das äußerst erfolgreich. Neben dem Schulalltag investierte jeder Schüler rund 50 Arbeitsstunden und nahm, zum Teil in Einzelarbeit und zum Teil in Gemeinschaftsarbeit, das Chemieunternehmen Evonik Industries unter die Lupe.

Sie befassten sich intensiv mit wirtschaftlichen Kennzahlen, Daten und Fakten. Die Ergebnisse ihrer Arbeit flossen in eine Unternehmensanalyse ein. Für diese Arbeit erhielt das Quartett einen Sonderpreis von Evonik Industries, mit dem das Unternehmen die Bildungsinitiative business@school der Unternehmensberatung The Boston Consulting Group (BCG) unterstützt.

Die Schülergruppe entwarf einen kurzen Steckbrief des Unternehmens, beschäftigte sich mit der Geschichte von Evonik, mit Wertschöpfungsketten im Unternehmen, Märkten und Kunden. Darüber hinaus analysierten die Schüler die Konkurrenzstruktur und gingen Einzelheiten aus der Bilanz sowie der Eigentümerstruktur von Evonik auf den Grund. Und zwar so überzeugend, dass sich die sechzehn- bis siebzehnjährigen Oberstufenschüler am Ende gegen Teams aus ganz Deutschland durchsetzten.

Projekt läuft seit 2002

Zunächst hatten die Schüler den Geschäftsbericht 2013 angefordert und sich über die Firma informiert, berichtete das Schülerteam. Als Preis erhielten die Stiftsschüler eine Einladung in die Zentrale von Evonik nach Essen. Dort präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit einem Expertengremium aus Fach- und Führungskräften des Unternehmens und erhielten eine Führung durch die Labore.

Seit 2002 läuft an der Stiftsschule das Projekt business@school als freiwillige AG und wird in Kooperation mit dem Gymnasium St. Lioba in Bad Nauheim durchgeführt. Wirtschaftsvertreter, BCG, Berater und Mitarbeiter namhafter Firmen übernehmen ein Jahr lang die Teampartnerschaften und bringen ihre Erfahrungen ein. Sie sind regelmäßig vor Ort in den Schulen und unterstützen die Schülerteams. Das erfolgreiche Schülerteam wurde unterstützt von Mitarbeitern der Viessmann Werke GmbH & Co KG. In drei Projektphasen untersuchen die Schüler zunächst die Stärken und Schwächen von großen Konzernen, dann von lokalen Mittelständlern und entwickeln zum Schluss eine eigene Geschäftsidee mit einem detaillierten Geschäftsplan. Die besten Geschäftsideen werden auf Schul-, Regional- und Europaebene vorgestellt und ausgezeichnet. „Phase eins und zwei sind eigentlich noch nicht wettbewerbsrelevant, die Schulsieger werden erst nach der dritten Phase gekürt“, verdeutlichte Jörg Christiani. Dennoch habe der ausgelobte Sonderpreis den Ehrgeiz der Schüler angestachelt.

Als Lehrer begleiten Jörg Christiani und Dirk Wanfahrt das Projekt an der Stiftsschule. Dank des erheblichen Aufwands hätten sich für die Schüler in Essen viele Türen geöffnet, berichtet Christiani. „Die Schüler haben dort vermittelt bekommen, dass sie eine gute Leistung abgeliefert haben“, erklärte er weiter. In der zweiten Projektphase befasste sich das siegreiche Team mit der Bäckerei Carle in Schönbach und macht sich nun daran, mit Blick auf den Schulsieg eine eigene Geschäftsidee zu entwickeln.

von Karin Waldhüter

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