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Gesucht: Vieleneue Schulkinder

Sorgenkind Gesucht: Vieleneue Schulkinder

Die Brachter Dorfgemeinschaft kämpft weiterhin um den Erhalt ihrer Grundschule und damit auch um die Zukunftsfähigkeit ihres Ortes.

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Nicht nur Eltern von Schulkindern waren zur Info-Veranstaltung in die Mehrzweckhalle gekommen. Foto: Yanik Schick

Bracht. Das wurde am Montagabend bei einer Versammlung deutlich, zu der auch die künftige Landrätin Kirsten Fründt in die Mehrzweckhalle gekommen war. „Eine verlässliche Zusage seitens der Politik würde uns unglaublich helfen“, sagte die Vorsitzende des Arbeitskreises „Erhalt der Grundschule Bracht“ Ulrike Bauer. Die wollte Fründt an diesem Abend (noch) nicht geben. Die Sozialdemokratin lobte stattdessen das Engagement der Ehrenamtlichen sowie die guten Voraussetzungen der Grundschule. Deren Erhalt hänge allerdings von der gesamtinfrastrukturellen Entwicklung ab.

Laut Schulentwicklungsplan des Landkreises soll der Grundschulstandort im Rauschenberger Stadtteil 2016 aufgelöst werden. Mit dieser Festlegung aus dem Herbst 2012 wurden die Bürger des 988 Einwohner zählenden Orts für ihre Schule aktiv und gründeten den Arbeitskreis. Gründe für den Erhalt der Grundschule mit 36 Schülern gebe es genug, wie Ulrike Bauer erklärte. Insbesondere das flexible und ausgereifte Betreuungsangebot hob die Vorsitzende hervor: „Die Schüler werden - sofern gewünscht - im Kindergarten bei der Schule von 7 bis maximal um 17.30 Uhr betreut, bekommen Mittagessen und Hilfe bei den Hausaufgaben.“ Zudem biete die Schule ein qualitativ sehr gutes Angebot,

Das beste Argument für die Schule, darin waren sich die 40 Besucher am Montagabend einig, sind konstant hohe Schülerzahlen. Und auch mit Blick auf diese möchte die Stadt am „Wolfsgarten“ ein 8000 Quadratmeter großes Neubaugebiet für junge Familien entwickeln. Diesem Plan stehe noch die Nähe zu einem landwirtschaftlichen Betrieb im Wege. Eine Emissionskontrolle solle Aufschluss über die Realisierbarkeit des Projekts geben, sagte Bürgermeister Michael Emmerich.

„Eine Schließung der Schule wäre ein richtiger Dämpfer und würde diesen Ort massiv schädigen“, sagte Frank Riedig, der Vorsitzende des Ausschusses für Kultur, Sport und Soziales.

Linda Heinz sprach aus Sicht einer Mutter, die im kommenden Schuljahr zwei Kinder in der Grundschule hat. „Die Schule muss unbedingt erhalten werden. So können meine Kinder selbstständig den kurzen Weg zur Schule gehen und ich brauche keine Angst zu haben, dass ihnen auf einem langen Schulweg in fremder Umgebung etwas passiert“, sagte sie.

von Yanik Schick

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