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Geschichtsverein sucht die Jugend

Festakt zum Jubiläum Geschichtsverein sucht die Jugend

Mit der Herausgabe und Präsentation des Kriegstagebuchs des Kirchhainer Bürgermeisters Heinrich Grün hat der Heimat- und Geschichtsverein Kirchhain jüngst für ­Aufsehen gesorgt.

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Zu seinem 25-jährigen Bestehen hat sich der Heimat- und Geschichtsverein ein neues Logo ­gegeben, dass die Vorstandsmitglieder (von links) Simone Bader, Harald Pausch, Kerstin Ebert, Axel Fichtl,
Dr. Monika Löffler und Klaus Hesse präsentierten. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Am Samstag feiert der Verein sein 25-jähriges Bestehen mit einem öffentlichen Festakt in der Aula der Alfred-Wegener-Schule (siehe Info-Box).

Im Gespräch mit dieser Zeitung skizzierten die Vereinsvorsitzende Kerstin Ebert und der stellvertretende Vorsitzende Klaus Hesse die Ziele des Vereins, der auf Attraktivität und Modernität setzt, ohne sein Kerngeschäft, die Aufarbeitung, Bewahrung und Präsentation der Kirchhainer Geschichte, zu vernachlässigen.

Als Kerstin Ebert in der Nachfolge des unvergessenen Gründungsvorsitzenden Wolfgang W. Müller im November 2011 den Vereinsvorsitz übernahm, zählte sie zu den jüngsten Mitgliedern des Vereins. Damals schrieb sie sich die Verjüngung der Mitgliedschaft und ein Anwachsen des Vereins auf 130 Mitglieder auf die Fahnen.

Schüler unterstützendie Vereinsarbeit

Das zweite Ziel wurde mit inzwischen 132 Mitgliedern erreicht, während am Verjüngungsprozess noch gearbeitet wird. Die Vereinsführung setzt dabei auf projektbezogene Arbeit wie bei den Stolpersteinen, mehr Ausstellungen, mehr Aktionen und mehr Veranstaltungen, wie Kerstin Ebert sagte. Sie sieht in der mannigfaltigen Kooperation mit der Alfred-Wegener-Schule Ansatzpunkte, junge Menschen für die Vereinsarbeit zu begeistern. Was die Schülerinnen und Schüler in der Lage sind, auf dem heimatgeschichtlichen Ebene zu leisten, haben sie mit ihren Recherchen im Staatsarchiv zur Ausarbeitung der Biografien jüdischer Bürger Kirchhains eindrucksvoll gezeigt.

Was bietet der Verein potenziellen Mitgliedern? „Bei uns kann sich jeder auf allen Gebieten einbringen - sei es im Archiv, bei den Vorbereitungen von Veranstaltungen oder Projekten oder mit eigenen Vorträgen“, sagte Kerstin Ebert. Klaus Hesse verweist zudem auf die Nutzung des Archivs: „Wer selbst forschen möchte, zum Beispiel zur Geschichte seiner Familie, kann alle unsere umfangreichen Quellensammlungen nutzen.“

Was wird aus derGroßen Mühle?

Besonders gefragt ist ein neues Mitglied, dass sich im Verein zum Stadtführer weiterbilden möchte. Die ausgezeichneten Stadtführungen sind für die Außendarstellungen des Vereins genauso wichtig, wie die Ausstellungen, Vortragsveranstaltungen und Buchveröffentlichungen. „Simone Bader und Harald Pausch machen das hervorragend, sind aber wegen der ständig steigenden Nachfrage an der Grenze ihrer zeitlichen Möglichkeiten angelangt“, erklärt Kerstin Ebert, warum der Verein eine(n) dritte(n) Stadtführer(in) dringend sucht.

Ein weiteres wichtiges Thema ist für Klaus Hesse und Kerstin Ebert die Große Mühle. Es könne dem Verein nicht egal sein, was mit diesem historischen Gebäude im ältesten Teil Kirchhains passiere. Deshalb arbeite der Verein mit der Bürgergarde und dem Verein Kirchhainer Kulturdenkmäler an einem runden Tisch mit, der Konzepte für eine künftige Nutzung der noch funktionsfähigen Mühle ausarbeiten wolle.

Ob das seit einem Jahrhundert ersehnte Kirchhainer Heimatmuseum in der Großen Mühle ein Zuhause finden könne? Kerstin Ebert wollte sich zu solchen Überlegungen nicht äußern. Es gebe verschiedene Vorstellungen. Aber diese seien allesamt sehr weit weg, sagte die Vorsitzende.

Sehr nah dran sind dagegen die nächsten beiden Projekte des Heimat- und Geschichtsvereins. Am 9. Oktober wird der bekannte Eisenbahn-Historiker Volker Haupt (Amöneburg) einen Vortrag über die Geschichte der Eisenbahn in Kirchhain und Umgebung halten.

Und die Arbeit am beliebten Jahreskalender liegt in den letzten Zügen. Klaus Hesse hat sich für die Ausgabe 2017 wieder etwas Besonderes einfallen lassen und alte Postkarten-Motive vom exakt gleichen Kamera-Standpunkt aus fotografiert. Verkaufsstart für den Kalender ist am Martinsmarkt.

von Matthias Mayer

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