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Gerumpel hat bald ein Ende

Radweg-Lückenschluss Gerumpel hat bald ein Ende

Wer mit dem Fahrrad zwischen Roßdorf und Kleinseelheim unterwegs ist, muss bald nicht mehr über Stock und Stein fahren, sondern kann den gesamten Weg auf einer Asphaltdecke fahren.

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Die Gefahr für Fahrradfahrer, sich auf der Holperstrecke zwischen Roßdorf und Kleinseelheim einen Achter ins Rad zu fahren, soll Dank des geplanten Radweg-Lückenschlusses bald geringer werden.

Quelle: Florian Lerchbacher

Roßdorf. „Beharrlichkeit zahlt sich eben aus“, freut sich Amöneburgs Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, denn er hat eine gute Nachricht: In einem Gespräch mit der Unteren Naturschutzbehörde sei ein Durchbruch in Sachen Radweg erzielt worden.

Seit vielen Jahren bemühten sich die Stadt und Roßdorfs scheidender Ortsvorsteher Manfred Stumpf um den Lückenschluss zwischen dem Amöneburger Ortsteil und Kleinseelheim. Etwas mehr als 500 Meter fehlen im ausgebauten Feldwegenetz – der geteerte Wirtschaftsweg, der am Kirchhainer Platz in Roßdorf beginnt, wird nach einer Zeit zur Rumpelstrecke mit Gras- oder Lehmdecke. Dieser Zustand solle noch in diesem Jahr sein Ende finden, kündigt Richter-Plettenberg an.

80.000 Euro kostet der Lückenschluss, den das Land mit rund 70 Prozent Förderung unterstützt, sodass die Stadt nur etwa 24.000 Euro zahlen muss. „Die Finanzierung hatte die Stadt in ein gemeindeübergreifendes Projekt mit dem Titel „,Lange Hessen‘ mit Ebsdorfergrund und Fronhausen bereits im Sommer 2009 eingebracht“, erinnert sich der Bürgermeister.

Ähnlich wie beim Lange-Hessen-Lückenschluss habe es Probleme bei der Herstellung des Baurechts gegeben, und auch diesmal sei der Vogelschutz der Grund gewesen: „Vertreter des Vogelschutzes sahen im sogenannten ,Schröcker Feld‘, obwohl die Fläche außerhalb des riesigen Vogelschutzgebietes liegt, zu große Beeinträchtigungen für Rast- und Brutvögel“, ergänzt Richter-Plettenberg.

Die Stadt habe aber auf ihrer Planung beharrt und letztlich durch Fachgutachten die Umweltverträglichkeit nachgewiesen, sodass es nun keine Hindernisse mehr gebe und der Lückenschluss kommen könne. Im Gegenzug will die Stadt den „Ausgleichsflächenpool“ mit dem Namen „Die Lache“ unterstützen und durch Vernässung von Flächen, die sich nicht für die Landwirtschaft eignen, ein Feuchtbiotop für Rastvögel schaffen.

„Die Vernunft hat gesiegt“, kommentiert Richter-Plettenberg, schließlich ersetze dieser Weg eine überörtliche Verbindung an der Landstraße, für die das Land zuständig gewesen wäre. Er kündigt an, dass die Planung „so schnell wie möglich – also noch in diesem Jahr“ umgesetzt werden solle.

von Florian Lerchbacher

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