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Gerüchteküche kann abkühlen: Bosse bleibt Leiter der AWS

Klarstellung Gerüchteküche kann abkühlen: Bosse bleibt Leiter der AWS

„Ich hatte die Möglichkeit, Schulleitungsstellen auszuschreiben, aber nicht das Herz, das für die Alfred-Wegener-Schule zu tun“, teilte Matthias Bosse gestern dem Kollegium mit und sagte: „Ich bleibe.“

Kirchhain. Mehrere Monate lang war Matthias Bosse Leiter der Alfred-Wegener-Schule (AWS) und gleichzeitig im Kultusministerium in Wiesbaden tätig. Im Referat für Gesamtschulen habe er Einblicke in neue Bereiche bekommen. „Ich konnte ausprobieren, wie gut und leicht mir die Arbeit dort von der Hand geht“, berichtet er.

Währenddessen kursierte das Gerücht, Bosse werde seinen erst vor zwei Jahren angetretenen Posten als Schulleiter aufgeben. „Entschieden ist noch gar nichts“, entgegnete er auf mehrfach Anfrage dieser Zeitung. Nun steht fest: Er bleibt an der größten Schule des Landkreises und beendet Anfang August sein Engagement in Wiesbaden. „Mir fehlte der Kontakt zu Menschen“, erklärt Bosse. „Ein lächelndes Kindergesicht vermittelt mehr Motivation als zehn erledigte Akten“, sagte er zum Kollegium: „Kein Ministerium hat Musicals. Ich könnte Ihnen Hunderte von Gründen nennen, die für meinen Verbleib hier sprechen. Viele von diesen Gründen sitzen hier.“

Manch einer hatte den FDP-Mann ob der im September anstehenden Landtagswahlen aufgrund seines politischen Hintergrundes bereits in Wiesbaden gesehen. Auch mit diesem Gerücht räumt Bosse auf: „Der Referatsleiter Gesamtschule hatte Personalprobleme. Er wusste, dass ich mich mit Gesamtschulen auskenne und bat mich deswegen um Hilfe. Das hatte nichts mit Politik zu tun.“

Bosse freut sich, dass die Zusammenarbeit an der AWS nicht unter seiner „Teilabordnung“ nach Wiesbaden nicht gelitten habe. Dies zeuge von professioneller Einstellung und auch Charakterstärke. „Auf das Schulleitungsteam kam auch eine spürbare Mehrbelastung zu, die - wie ich finde - großartig bewältigt wurde.“ Dies sei natürlich nur für eine „gewisse Übergangszeit“ machbar. Eben jene Zeit ist bald vorüber. Dann kann sich Bosse wieder voll seiner Schule widmen.

von Florian Lerchbacher

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