Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Gerhard Happel folgt auf Friedhelm Homberger

Ortsgericht Rauschenberg Gerhard Happel folgt auf Friedhelm Homberger

Im Rauschenberger Ortsgericht gibt es personelle Veränderungen. Die ­wurden nun im Kirch­hainer Amtsgericht formal vollzogen.

Voriger Artikel
Testkäufe mit ernüchterndem Ergebnis
Nächster Artikel
Abscheu, Entsetzen und Solidarität

Das Foto zeigt (vorn von links) Hermann Koch, Friedhelm Homberger und Gerhard Happel sowie (hinten von links) Klaus-Dieter Mattheis, Ute Badenhausen-Klös und Edgar Krug. Foto: M. Mayer

Kirchhain/Rauschenberg. Amtsgerichtsdirektor Edgar Krug entließ den Ehrenbeamten Friedhelm Homberger nach mehr als 40 Dienstjahren im Rauschenberger Ortsgericht und nach fast 50 Jahren im öffentlichen Dienst aus dem Amt des stellvertretenden Rauschenberger Ortsgerichtsvorstehers, das der Kernstädter zuletzt zehn Jahre lang innegehabt hat.

„Ihr Einsatz für die Allgemeinheit und für das Ortsgericht ist großen Dank wert“, sagte Edgar Krug an die Adresse des ehemaligen Rauschenberger Stadtverordneten, Stadtverordnetenvorstehers und Schöffen am Amtsgericht.

Der Amtsgerichtsvorsteher vereidigte daraufhin Gerhard Happel aus der Kernstadt als neuen stellvertretenden Ortsgerichtsvorsteher und Hermann Koch aus dem Stadtteil Bracht als neuen Ortsgerichts-schöffen.

Ortsgerichte sind eine hesssiche Besonderheit. Sie gelten als ehrenamtliche Hilfsbehörde der Justiz. Edgar Krug bezeichnete die Ortsgerichtsbarkeit als Schnittstelle zwischen der Bevölkerung und den Gerichten. Zu ihren Aufgaben gehören die Schätzungen von Immobilien, die Entgegennahme von Sterbefallanzeigen und Nachlasssicherungen. Wer Mitglied eines Ortsgerichts werden will, muss unbescholten sein und die nötige Sachkunde mitbringen.

„Die Arbeit hat mir viel Spaß gemacht, auch dank der guten Zusammenarbeit mit den Kollegen und mit der Geschäftsstelle des Amtsgerichts, sagte Friedhelm Homberger. Er hätte deshalb gerne weitergemacht, aber gesundheitliche Gründe stünden dem im Wege.

Homberger schilderte, wie aufwendig insbesondere Nachlasssicherungen werden können. Die Ortsgerichte werden immer dann tätig, wenn sich zunächst keine Angehörigen von Verstorbenen finden lassen. Einmal ­habe er in einem solchen Fall ­eine große und wertvolle Gemäldesammlung sichergestellt, in anderen Fällen habe er Haustiere versorgt und Hausmeister-Dienste versehen, wenn im Winter das Wasserleitungsnetz einzufrieren drohte.

Der Rauschenberger Ortsgerichtsvorsteher Klaus-Dieter Mattheis erinnerte an seine gute Zusammenarbeit mit seinem Stellvertreter. „Über unsere gemeinsamen Schätzungen hat sich nie jemand beklagt“, sagte der Josbacher.

Rauschenbergs Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös würdigte Friedhelm Hombergers Einsatz im Dienste der Allgemeinheit und überreichte ihm im Auftrag des Magistrats ein Abschiedsgeschenk. Zugleich gratulierte sie Gerd Happel und Hermann Koch zu ihren neuen Aufgaben.

von Matthias Mayer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr