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Gerät erfasst das Tempo

Kirchhain Gerät erfasst das Tempo

Im Kiefernweg in Anzefahr wurde erstmals die Anzeigetafel zur Geschwindigkeitsmessung durch die Stadt aufgehangen. Das Gerät wurde neu angeschafft.

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Ortsvorsteher Peter Thiel (von links), Rudi Groh von der Ordnungsbehörde und Stadtrat Christian Lohbeck nahmen das neue Gerät in Betrieb.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. „Die Anlieger wollten eine 30-Stundenkilometer-Zone haben. Wir haben probiert, die Geschwindigkeitsanzeigetafel der Stadt zu bekommen, aber erst hieß es, die ist kaputt und dann, gebe es keine mehr“, erzählt der Ortsvorsteher Peter Thiel bei der Einweihung der neuen Tafel, die den Autofahrern die gefahrene Geschwindigkeit in großen Leuchtzahlen anzeigt.

Armin Schmidt von der städtischen Ordnungsbehörde weiß um die Einzelheiten: „Das alte Gerät war durch Werbung finanziert und es war ein einfaches Gerät.“ Inzwischen war es in die Jahre gekommen und die Werbeträger wollten sich auch nicht mehr beteiligen. Die Stadt hat ein neues Gerät für fast 3000 Euro angeschafft. Bei dem Gerät wird jede Messung aufgezeichnet, wodurch eine nachträgliche Auswertung möglich ist. Die Auswertung wird von der Ordnungspolizei vorgenommen, der dazu ein Programm zur Verfügung steht. Es kann genau festgestellt werden, wie viele Autos zu welcher Zeit und mit welcher Geschwindigkeit gefahren sind.

Tafel hat erzieherischen Wert

„Wir wollen mit handfesten statistischen Daten sagen können, hier wird gerast oder hier wird nicht gerast“, betont der Stadtrat Dr. Christian Lohbeck. Es könne festgestellt werden, ob die Nachfrage nach einer 30er Zone berechtigt ist. Zudem habe die neue Tafel einen erzieherischen Wert: „Schon wenn man das Gerät sieht, geht jeder vom Gas“, meint Lohbeck. „Dem Magistrat ist wichtig, dass die Verkehrsüberwachung nicht als Lizenz zum Gelddrucken angesehen wird.“ Dass nicht die Stadtkasse gefüllt werden soll, sehe man an den Standorten der stationären Blitzer. Rudi Groh von der Ordnungspolizei sagt dazu: „Die Blitzer sind von der Kirchhainer Bevölkerung unheimlich gut akzeptiert worden.“ Aus seiner Erfahrung spricht er von der Ziegelgartenstraße, wo früher Geschwindigkeiten von 70 bis 80 Stundenkilometer gefahren worden seien. Heute werde regelmäßig gemessen und nur wenige führen dabei noch schneller als 40 Stundenkilometer. Die Anzeigetafel bleibt in der Regel zwei Wochen an einem Ort. Ansprechpartner für die Aufstellungsorte sind die Ortsvorsteher. „Von uns aus wird es an Ortseingängen, an Kindergärten oder Schulen hängen, da wo man die Autofahrer sensibilisieren will.“

von Klaus Böttcher

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