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Gemeinschaftshaus rückt näher

Stadt beteiligt sich an den Kosten Gemeinschaftshaus rückt näher

„So nah wie diesmal waren wir noch nie dran“, sagt Ortsvorsteherin Elke Schall mit Blick auf das Sindersfelder Gemeinschaftshaus-Projekt. Gleichwohl sieht sie das Vorhaben noch nicht in trockenen Tüchern.

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An der Freifläche am Spielplatz soll das Sindersfelder Gemeinschaftshaus entstehen. Die siebte Ideenskizze wird verwirklicht. Foto: Matthias Mayer

Sindersfeld. 50000 Euro finden sich im Haushaltsentwurf der Stadt Kirchhain für das neue Sindersfelder Gemeinschaftshaus. Ehe der Haushalt mit dieser Investitionssumme nicht verabschiedet und genehmigt ist und ehe die Sindersfelder Bürgerinnen und Bürger den Bauplänen nicht zugestimmt hätten, wolle sie keine Euphorie verbreiten, sagte Elke Schall im Gespräch mit dieser Zeitung.

Zumindest für das Placet der Bürgerinnen und Bürger wurde hinter den Kulissen im Ortsbeirat und im Trägerverein fleißig gearbeitet. Der Trägerverein tritt als Bauherr auf und wird das Gebäude später auch betreiben und unterhalten. Am Montag berieten Trägerverein und Ortsbeirat in einer internen Sitzung. Danach sollten die Pläne in einer noch zu terminierenden Bürgerversammlung den Sindersfeldern vorgestellt werden, erläuterte Elke Schall die nächsten Schritte. Ermöglicht wird das Vorhaben durch die großherzigen Spende eines Sindersfelder Bürgers, der 300000 Euro für die Dorfgemeinschaft zur Verfügung stellt.

Trotz dieser stolzen finanziellen Grundlage nahm das Projekt in seiner jungen Geschichte einige Wendungen. Sieben Ideenskizzen und zwei Standorte wurden diskutiert. Zuerst sollte das Haus auf einer städtischen Freifläche am Spielplatz erbaut werden. Dann sollte das Gemeinschaftshaus an das Feuerwehrgerätehaus am Ortseingang angedockt werden. Dessen Sozialraum wird vom Dorf bisher als Gemeinschaftsraum genutzt. Dieser Gedanke sei jedoch wegen der Schäden am Feuerwehrgerätehaus wieder verworfen worden, sagte Kirchhains Bürgermeister Jochen Kirchner im Gespräch mit dieser Zeitung. Die Feuchtigkeit steige von Jahr zu Jahr höher in dem Gebäude. Dieser Mangel lasse sich nicht zu wirtschaftlich vertretbaren Konditionen beheben, sagte Kirchner.

Deshalb soll das Gemeinschaftshaus, das auch die Feuerwehr nutzen wird, nun doch am ursprünglichen Standort entstehen. Aber auch diese Wendung brachte nach Vorlage der Pläne ein Problem mit: Eine Unterdeckung von 100000 Euro. Dieser wird nun durch den Beitrag der Stadt halbiert. Der Bürgermeister ist zuversichtlich, dass sich der Restbetrag finanzieren lässt. „Es wird gemacht“, sagte der Bürgermeister, ohne einen Zeitplan zu nennen.

Gefragt ist für die Umsetzung wieder die Eigenleistung der Sindersfelder, die in Eigenregie gerade einen Fußweg zwischen Grüner Weg und Schulbushaltestelle gebaut haben. 30 Meter Pflasterarbeiten fehlen noch, „weil uns die Pflastersteine ausgegangen sind“, wie Elke Schall sagte. Eine neue Lieferung sei zugesagt, erklärte die Ortsvorsteherin, die hofft, das Projekt noch vor dem Winter abschließen zu können.

von Matthias Mayer

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