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Gemeinsamer Floßbau fördert Kommunikation

Projekt Gemeinsamer Floßbau fördert Kommunikation

Die lange erwarteten Sommerferien standen unmittelbar vor der Tür, da suchten Schüler bereits intensiv nach aufregenden Aktivitäten für die freie Zeit. Diesmal hoch im Kurs: der Floßbau.

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An manchen Flößen waren kleinere Nachbesserungsarbeiten vonnöten. Foto: Yanik Schick

Niederwald. Gefragt sind Kreativität, Teamarbeit und natürlich handwerkliches Geschick. In kleinen Gruppen arbeiten die Siebtklässler der Kirchhainer Alfred-Wegener-Schule zusammen - und müssen bei brütender Hitze am Ufer des Baggersees kühlen Kopf bewahren. Denn das Material ist überschaubar: Müllsäcke, Luftballons, Dachlatten, Planen und Klebeband stehen ihnen zur Verfügung. Im besten Fall entsteht daraus ein funktionstüchtiges Floß, mit dem sie über den See paddeln können.

Florena Krasniqi wirft am Ende des Vormittags einen skeptischen Blick auf ihre Konstruktion, die gerade zu Wasser gelassen wird. Der Zusammenbau habe nicht ganz ihren Vorstellungen entsprochen, gibt die 13-Jährige zu. Tatsächlich hält sich das Floß nicht allzu lange an der Oberfläche und kentert recht bald: „Ich finde die Aufgabe trotzdem gut. Wir müssen nicht - wie im Unterricht - sitzen und schreiben, sondern können beim Spielen lernen.“

Der Floßbau war Teil der Projektwoche „Suchtprävention“ an der Alfred-Wegener-Schule. Schulsozialarbeiter Michal Debus vom BSJ und Lehrerin Sarah Wildner unterstützten die Schüler. „Wir möchten das Interesse der Kinder an der Natur wecken und ihnen mitgeben, dass sie hier viel erleben können“, erklärt Debus. „Die Schüler trainieren, Konflikte zu lösen und Distanzen zu überwinden“, meint Wildner.

Nur ein paar Meter weiter wird ebenfalls gehämmert. Knapp 20 Schüler der Martin-von-Tours-Schule Neustadt sind mit Sebastian Habura und Dhana Dombrowski an den Baggersee gekommen und bauen im Rahmen der Erlebnistage konzentriert an einem großen Floß. „Der Reiz daran ist, dass die Jugendlichen die Möglichkeit haben, selbst etwas zusammenzubauen“, sagt die Neustädter Schulsozialarbeiterin. Die Achtklässler würden lernen, miteinander zu kommunizieren und kooperieren. Nicht unwahrscheinlich also, dass sich der ein oder andere Schüler in der Sommerzeit noch einmal mit seinem Floß am See blicken lassen wird.

von Yanik Schick

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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