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Gemeinsam gegen die Sucht

Freundeskreis bietet diskrete Hilfen Gemeinsam gegen die Sucht

Der jährliche Tag der offenen Tür ist im Terminkalender des Freundeskreises Stadtallendorf fest verankert.

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Modische Accessoires standen vor allem bei den Besucherinnen des kleinen Kunstmarktes hoch im Kurs. Foto: Alfons Wieber

Stadtallendorf. Viele Besucher nutzten das Angebot, sich in den Gemeinschaftsräumen in der Stadtallendorfer Altstadt über die Zielsetzung, Möglichkeiten und Hilfestellungen, die der Verein bietet, zu informieren und den kleinen Kunstmarkt mit Hessenstickereien und Patchworkarbeiten zu besuchen. Trotz des schlechten Wetters war die Resonanz so gut, dass bereits am frühen Nachmittag alle Lose für die 150 Tombola-Preise verkauft waren und das Kuchenbüffet deutliche Lücken aufwies.

Der 1978 gegründete Stadtallendorfer Freundeskreis will suchtkranken Menschen und deren Angehörigen bei der Bewältigung ihrer Krankheit Hilfestellung leisten. Das Angebot richtet sich besonders an Betroffene mit Alkoholproblemen. Aber auch an anderen Suchtformen, wie Internet-, Tabak-, oder Spielsucht Erkrankte finden bei dem Verein Unterstützung.

Bürgermeister Christian Somogyi und der Erste Stadtrat Otmar Bonacker gehörten zu den Besuchern. Sie nutzten die Veranstaltung zum Gedankenaustausch mit den Mitgliedern und dem Vereinsvorsitzenden Heinz-Hermann Röder, und überreichten dem Verein ein Geldgeschenk.

„Ich freue mich, dass es in Stadtallendorf eine Institution gibt, wo sich Betroffene treffen und sich gegenseitig bei der Bekämpfung der Sucht unterstützen können. Denn von einer solchen Suchtkrankheit wird man nie richtig geheilt“, lobte Somogyi das Engagement der Vereinsmitglieder, die sich seit 1996 in den städtischen Gemeinschaftsräumen am Kirchhainer Weg häuslich eingerichtet und das Dachgeschoss in Eigenleistung als Vereinsheim ausgebaut haben.

38 Mitglieder hat der Verein derzeit. „Viele, die dem Verein kurzfristig beitreten, leisten ihre Auflagen ab und verschwinden dann wieder. Andere verlassen den Verein nach kurzer Zeit, weil sie sich für ihre Sucht schämen“, bedauerte Röder, der seit drei Jahren Vorsitzender des Vereins ist.

Den Hilfesuchenden kann der Freundeskreis Stadtallendorf besonders kompetent zur Seite stehen. Viele Vereinsmitglieder hatten in der Vergangenheit selbst ein Suchtproblem und können sich daher bei Tipps zur Überwindung der Krankheit auf eigene Erfahrungen stützen. Hilfesuchende werden ohne Vorbehalte diskret unterstützt. Um den Weg in ein suchtfreies Leben zu finden, haben seither zahlreiche Menschen die Hilfe der Gemeinschaft gesucht. Viele „Ehemalige“ sind dem Verein treu geblieben und unterstützen ihn mit Wort und Tat.

Internet: www.freundeskreis-stadtallendorf.de

von Alfons Wieber

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