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Die vom Bistum Fulda angestoßene Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden in der Kernstadt und in Niederklein wird von Gemeindeberatern begleitet.

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Die Kirchengemeinden in Stadtallendorf fusionieren. Betroffen ist auch die Gemeinde Christkönig. Archivfoto

Stadtallendorf. Im Herbst vergangenen Jahres, nach dem Weggang des Niederkleiner Pfarrers Peter Bierschenk, stieß das Bistum Fulda die formelle Zusammenlegung der katholischen Kirchengemeinden St. Katharina, St. Michael, Christkönig und St. Blasius und St. Michael an (die OP berichtete). Inzwischen hat sich eine sogenannte Steuerungsgruppe gebildet. Sie besteht aus Vertretern der vier Pfarreien, den Gemeindereferentinnen, dem Diakon Thomas Hielscher, Pfarrer Diethelm Vogel und Domkapitular Christof Steinert von der Bistumsverwaltung.

Hinzu kommen Bernd Lüsdorf und Joachim Michalik. Sie sind professionelle Gemeindeberater und haben den Auftrag, die Fusion intensiv zu begleiten. Erste Gespräche mit den gewählten Gremien der vier betroffenen Gemeinden haben stattgefunden. Im nächsten Schritt sollen die Gemeindemitglieder Informationen erhalten, wie der Weg zur Zusammenlegung nun weitergehen soll. Der Weg zu einer Pfarrei soll bis zum 1. Januar 2016 abgeschlossen sein. Dieses Datum habe vor allem haushaltstechnische Bedeutung, erläuterte Pfarrer Vogel im Gespräch mit dieser Zeitung.

Vogel ist bewusst, dass es bei den Gläubigen viele „Fragen, Sorgen und sicher auch Ängste gibt“, sagt er. Und dem sollen die geplanten Pfarrversammlungen entgegenwirken. Es gehe um Fragen nach der Seelsorge, der Zahl der Gottesdienste in den einzelnen Gemeinden oder darum, wo das Zentrum der neuen Stadtallendorfer Pfarrei sein werde. Einige Fragen werden sich erst im Laufe des Jahres beantworten lassen, etwa die nach der Zahl der Pfarrstellen und deren Besetzung. Offen ist auch die Frage, wie sich die Verwaltungsarbeit in den Gemeinden neu aufstellen wird, zum Beispiel bei den Kindergärten. Ein hauptamtlicher Verwalter soll Aufgaben übernehmen, die bisher in ehrenamtlichen Händen lagen. Doch wie wird das organisiert? „Klar ist, dass es keine tieferen Einschnitte bei der Seelsorge geben wird“, hebt Pfarrer Vogel hervor. Wenn Einschnitte nötig werden sollten, seien sie auch unabhängig von der geplanten Zusammenlegung zu sehen. Vogel ist Stadtpfarrer und hat deshalb schon reichlich Erfahrung mit dem Zusammenwirken der drei bisher selbstständigen Kernstadtgemeinden.

Nach der Fusion werden rund 7000 katholische Christen einer gemeinsamen Pfarrei angehören. In Niederklein seien die Veränderungen für alle sehr überraschend gekommen, sagt Vogel. Das wirke immer noch nach und sei auch verständlich. Bisher ist die Pfarrei St. Blasius und St. Elisabeth es gewöhnt, alleine zu agieren.

Der weitere Zeitablauf sieht jetzt vor, dass zunächst die Pfarrversammlungen erfolgen, dann ist ein Votum der Pfarrgemeinderäte und Verwaltungsräte vorgesehen. Es wird bis Ende Mai erwartet. Im nächsten Schritt bilden sich Arbeitsgruppen, die einzelne Themen vertiefend behandeln sollen. Ihre Arbeit, so sieht es der jetzige Zeitplan vor, läuft bis Ende September. Dann wird gebündelt und es dürfte klar sein, welche Form die künftige Pfarrei Stadtallendorf bekäme.

Informationen rund um den weiteren Prozess bis zur Zusammenlegung gibt es auch im Internet unter www.katholische-kirche-stadtallendorf.de.

von Michael Rinde

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