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Geldsorgen sind ein steter Begleiter

Strassenmalerfestival Geldsorgen sind ein steter Begleiter

Die Vorbereitungen für das siebte Neustädter Straßenmalerfestival laufen auf Hochtouren. Anders als im vergangenen Jahr haben zehn Profis bereits frühzeitig ihre Teilnahme zugesagt.

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Lokalmatador Stefan Pollack ist am 29. und 30. August in Neustadt auch wieder mit von der Partie.Archivfoto: Matthias Mayer

Neustadt. Die Sorgen um die Finanzen sind beim Arbeitskreis Straßenmalerfestival steter Begleiter. „Wir müssen jedes Jahr wieder bei null anfangen“, gibt Roswitha Trümpert zu bedenken. Veranstalter ist offiziell die Stadt, mithin kann der Arbeitskreis kein Guthaben ansparen. Die Mitglieder hätten bereits mit dem Gedanken gespielt, einen Verein zu gründen -bei einer Veranstaltung im Jahr sei das allerdings weniger sinnvoll, kommentiert die Vorsitzende des Arbeitskreises.

Entsprechend müssen die Organisatoren mit dem auskommen, was ihnen zur Verfügung gestellt wird. Der Ansatz, Profikünstlern für ein Wochenende 500 Euro sowie freie Kost und Logis anzubieten, bleibt weiter ein Traum. In Neustadt gibt es bisher maximal 250 bis 300 Euro samt Unterkunft und Essen. Was aber immerhin reichte, um im vergangenen Jahr elf Profis anzulocken - und auch diesmal haben schon zehn ihr Kommen angekündigt: unter ihnen natürlich Lokalmatador Stefan Pollack und die treuen Teilnehmer Marion Ruthardt und Udo Lindenthal. Letzterer will mit dem Auftritt in Neustadt seine Karriere beenden. Zudem mit dabei werden Gregor Wosik und Wilfried Berg sein, die 3-D-Bilder malen - woran es im vergangenen Jahr beim Straßenmalerfestival fehlte.

Was ebenfalls noch fehlt sind ein Großsponsor und mehrere „kleine“ Geldgeber für die Veranstaltung. „Im vergangenen Jahr fanden wir viele Sponsoren, und die Stadt musste nicht so viel drauflegen. Diesmal fließt es nicht so“, sagt Trümpert und zeigt Verständnis: „Ich kann schon verstehen, dass einige Sponsoren, die uns nun sechs Mal unterstützt haben, nun auch mal andere Aktionen fördern wollen.“

Des Weiteren sucht der rund 40 Personen starke Arbeitskreis noch Helfer für das am 29. (11 bis 18 Uhr) und 30. August (9 bis 17 Uhr) stattfindende Festival - und noch Neustädter, die den ein oder anderen Straßenmaler samt „Begleitung“ von außerhalb beherbergen würden. Das Vereinsheim des VfL steht diesmal nicht zur Verfügung, daher bringen die Neustädter die meisten Gäste im Kindergarten unter. Dort sind jedoch keine Hunde erlaubt - was die Organisatoren bei einigen Teilnehmern vor erwähntes Unterbringungsproblem stellt.

Ein weiteres Ziel verfolgt der Arbeitskreis derzeit noch: Trümpert und ihre Mitstreiter wollen in Neustadt lebende Flüchtlinge zur Teilnahme motivieren. „Das wäre eine tolle Sache für die Integration. Über Malen oder Musik kann man sich auch ohne Sprache hervorragend ausdrücken.“

Beim Straßenmalerfestival gibt es insgesamt sechs verschiedene Kategorien - in der Meisterklasse treten nur die Teilnehmer an, die den Wettbewerb der Erwachsenen schon einmal gewonnen haben. Die jeweils besten fünf Teilnehmer erhalten Geldpreise. Die beste Kita-Gruppe bekommt Medaillen. Für Kinder, die ein Märchenmotiv auf die Straße bringen, hat der Verein „Tourismusservice Rotkäppchenland“ kleine Geschenke zugesagt.

Parallel zum Straßenmalerfestival gibt es im historischen Rathaus eine Kunstausstellung von Ulrike Bernstein - die ebenfalls ein Bild auf die Straße bringt. Am Samstag, 29. August, veranstaltet die Bürgerwehr ab 18 Uhr das dritte Neustädter Bierfest. Die Frauen des Vereins öffnen am Sonntag ab 14 Uhr das Biedermeier-Café.

Anmeldeformulare gibt es im Bürgerbüro der Stadt Neustadt und im Internet unter www.strassenmaler-neustadt.de

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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