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Gekürzter Wettkampf endet mit Appell

Bundeswehr Gekürzter Wettkampf endet mit Appell

Das Wetter wollte zwar eigentlich nicht mitspielen, doch die Division Schnelle Kräfte und die Stadt Amöneburg ließen sich davon am Donnerstag nicht aufhalten.

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Am Abend nach dem Sprung-Wettkampf dokumentierten Major Gordon Unterköfler (von links), Dr. Stefan Heck, Hauptmann Norman Westphal, Oberstabsfeldwebel Harald Hoyer und Michael Richter-Plettenberg mit der Übergabe des Amöneburger Ortsschildes die vollzogene Patenschaft.Fotos: Alfons Wieber

Amöneburg. Mit einem minimalen Sprungprogramm endete der internationale Fallschirmjägerwettkampf der Division Schnelle Kräfte am Donnerstagnachmittag auf dem Amöneburger Segelflugplatz. Das schlechte Wetter hatte den Veranstaltern einen Strich durch die Rechnung gemacht: Sie mussten das für drei Tage geplante Formationsspringen auf einen Nachmittag beschränken.

Der Wettkampf der neun Teams hatte am Montag mit dem 100-Meter-Kleiderschwimmen, dem 12-Kilometer-Geländelauf und dem Schießen mit Gewehr (G36) und Pistole (P8) in Stadtallendorf begonnen.

Nach zwei Tage des Wartens ging es dann Schlag auf Schlag. Jeweils im Abstand von rund 20 Minuten starteten die beiden Hubschrauber, um die aus je fünf Springern bestehenden Mannschaften auf die Absprunghöhe von 4000 Fuß, sprich 1200 Metern, zu bringen. Aus Zeitgründen absolvierte jedes Team nur einen Wertungssprung. Die Springer mussten in einer markierten Zone landen, sonst gab es Punktabzüge, wie Hauptfeldwebel Peter Huber erklärte. Einige Teams hatten Schwierigkeiten mit den tiefhängenden Wolken. „Alle Springer folgen in der Luft dem Mannschaftsführer. Wenn dann der Sichtkontakt zu ihm oder zum Vordermann in den Wolken abreißt, entstehen häufig Probleme, die Mannschaft zusammenzuhalten“, sagte er und ergänzte: „Aber es gibt ein paar Tricks, um das bis zur Landung wieder auszugleichen.“

Mit dabei waren diesmal auch wieder zwei Schweizer Mannschaften, die sich optisch vor allem durch ihre leuchtend rot-weißen Schirme von den olivgrünen der anderen Mannschaften unterschieden. „Diesmal hat es nicht so gut geklappt. Wir hatten beim Schießen Probleme“, bedauerte Oberleutnant Pascal Müller, der mit seiner Mannschaft im vergangenen Jahr siegreich gewesen war.

Am Ende siegte die Mannschaft des Fallschirmjägerbataillons 373 aus Seedorf vor der des Fallschirmjägerbataillons 263 aus Zweibrücken und dem Team der Fallschirmaufklärungskompanie 17 aus der Schweiz.

n Am Abend feierten die Amöneburger die neue Patenschaft mit der in Stadtallendorf stationierten, rund 200 Mann starken Stabs- und Fernmeldekompanie der Division Schnelle Kräfte (DSK). Der feierliche Appell war zwar von Blitz und Donner begleitet, das hinderte Bürgermeister Michael Richter-Plettenberg, Stadtverordnetenvorsteher Dr. Stefan Heck und, für die Stabs- und Fernmeldekompanie DSK, Kompaniechef, Major Gordon Unterköfler und Hauptmann Norman Westphal - den Chef der ehemaligen Amöneburger Patenkompanie, der 3. Luftlandefernmeldekompanie DSO - aber nicht am Unterzeichnen der Patenschaftsurkunde.

„Für uns ist es eine große Ehre und Freude, die Patenschaft mit der Bundeswehr weiterführen zu können“, betonte Richter-Plettenberg und lobte die Bundeswehr für ihre Bereitschaft, sich auch weiterhin nach außen öffnen zu wollen.

Während der Veranstaltung wurde Oberstleutnant Frank Buthmann, Bataillonskommandeur des in Auflösung begriffenen Luftlandefernmeldebataillons DSO, von Brigadegeneral Reinhard Zudrop von seinem Kommando entbunden. Buthman wird versetzt und übernimmt zukünftig eine Aufgabe in England. Bis zur endgültigen Auflösung am 30. September hat Oberstleutnant Peter Lange die Führung Restteile des Bataillons inne.

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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