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Geist "Jeanny" bringt Selbstvertrauen

Stiftsschule Geist "Jeanny" bringt Selbstvertrauen

Die Stiftsschüler der Musiktheater AG der Jahrgangsstufe 7 zeigten sich in Bestform und begeisterten mit dem Musical "Volle Pulle" rund 130 Besucher.

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Jugendliche wehrten sich auf der Bühne gegen die Attacken der „Rüpel-Gang“.

Quelle: Karin Waldhüter

Amöneburg. „Volle Pulle“ heißt das Musical, mit dem die Musiktheater AG der Stiftsschule sich die Bühne in der Aula eroberte. Dem Titel entsprechend gaben die 19 Akteure alles und liefen schauspielerisch, tänzerisch und gesanglich zur Höchstform auf.

Wie die mit dem Straßenjargon bestens vertraute Rüpel-Gang eine ganze Gruppe Jugendlicher drangsaliert und wie eine Flasche nicht nur das Leben von „Looser“ Max verändern kann, zeigten die Mitglieder der Musiktheater AG in dem einstündigen Musical von Thomas Westermann und Bernd Hanstein. „Herrlich rüpelhaft“ wirkten dabei Lina Boland, Jana Kremer, Antonia Bergerfurt und Jonas Schmidt.

Lieder haben Ohrwurmpotenzial

Unter der Leitung von Barbara Ballmeier und Matthias Ehrlich setzten sich die Darsteller mit Themen wie Freundschaft und Außenseitertum auseinander und zeigten, was Mut und Zusammenhalt bewirken kann. Als „Looser“ Max (überzeugend Milana Paul), eine alte Flasche findet, verändert dieser Fund sein Leben. Flaschengeist Jeanny (gespielt von Julia Sturm), erfüllt Max nicht nur mehrere Wünsche, sondern verhilft ihm auch zu mehr Selbstvertrauen, um sich fortan den Drangsalierungen der Rüpel-Gang zu widersetzten. Als Jeanny einen weiteren Wunsch erfüllt und Max‘ Familie (Antonia Bergerfurth, Beatrice von Malottki, Maria Pfeffer) der geplanten Geburtstagsparty nicht länger im Weg steht, schlagen sich die Freundinnen (Jonna Kliem, Melia Stückrath, Lena Zupanic-Digula, Anne Müller) auf Max‘ Seite. Dass nur wenige Tage vor dem Auftritt eine größere Rollenumbesetzung nötig geworden war, davon war während des Stücks nichts zu spüren. Alle Schüler überzeugten mit ihrer schauspielerischen Leistung, perfekt einstudierten Tänzen und Lieder. Songs wie der „Rüpel-Song“, das „Volle-Pulle“-Lied und der Schluss-Song „Wie weit willst du gehen“ hatten Ohrwurmpotenzial, nahmen die Handlung des Stückes auf und spiegelten gleichzeitig die Gefühlslage der Akteure in fetzigen Liedern wider. Am Ende gab es viel Beifall vom Publikum, wie auch für die Solostücke „I‘ve been waiting“ von Jonna Kliem und „1000 Jahre“ von Julia Sturm.

Abschied vom „Motor“ der Theaterarbeit

Vor der Bühne hatte sich der Chor der Klasse 6c, unter der Leitung von Matthias Ehrlich aufgestellt und unterstützte gesanglich die Bühnenakteure. Falls nötig standen die Souff­leusen Anne Müller und Emily Schunk bereit und Lea Szabo und Tessa Weber sorgten für einen reibungslosen technischen Ablauf.

„Ihr habt es toll gemacht“, lobte am Ende Schulleiter Hans-Georg Lang. Nachdem die Röschen an alle Beteiligten verteilt waren, blieb nur noch ein Blumenstrauß übrig. Der war für Barbara Ballmeier bestimmt, die mit Ferienbeginn nach fast 30 Jahren an der Stiftsschule in den Ruhestand wechselt. Sie stand an diesem Abend mit einer ihrer Gruppen zum letzten Mal auf der Bühne. Hans Georg Lang würdigte sie als „Motor der Theaterarbeit an der Stiftsschule“ und sprach ihr vor der offiziellen Verabschiedung insbesondere für die geleistete Theaterarbeit seine Anerkennung aus. Die Schüler der Musiktheater AG dankten mit Blumen und Worten für die schöne Zeit, die Geduld und die tollen Theaterstücke.

„Ich glaube, ich werde euch vermissen“, erklärte Barbara Ballmeier. Vermissen werde sie sicherlich auch den Applaus, der gerade nach den monatelangen Vorbereitungen besonders gut tue. Sie hob den Einsatz der Eltern für die Unterstützung in den Weihnachts- und Osterferien hervor. Mehrmals hatte Tochter Karin Ballmeier in den Ferien mit den Schülern die Tänze eingeübt.

„Die Theaterarbeit wird weiterlaufen“, versprach Ballmeier, denn überall sei für Nachfolger gesorgt.

von Karin Waldhüter

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