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Geht es ohneden Hochbehälter?

Amöneburger Wasserversorgung Geht es ohneden Hochbehälter?

Amöneburg. Der Baustart zur Erneuerung der Trinkwasserversorgung in der Amöneburger Kernstadt erfolgt am 21. September. Das teilte Bürgermeister Michael-Richter-Plettenberg während der jüngsten Sitzung des Bauausschusses mit.

Amöneburg. Der Bürgermeister hatte für die Stadtverordneten eine erfreuliche Mitteilung mitgebracht. Das Ausschreibungsergebnis für den ersten Bauabschnitt liege deutlich unter den geschätzten und im Haushalt festgeschriebenen Kostenansatz von 260000 Euro. Eine Erfurter Firma habe den Zuschlag für lediglich 205000 Euro bekommen, erklärte der Kämmerer. Er sei sehr erleichtert, denn insgeheim habe er ein Ausschreibungsergebnis jenseits der Kostenschätzung befürchtet, das den Haushaltsausgleich hätte gefährden können.

Die Stadt muss die Wasserversorgung in der Kernstadt auf den heutigen Stand der Technik bringen. Das gilt besonders für die marode Druckleitung, die vom Pumpwerk Kesselgasse bis zum Hochbehälter führt, der sich auf dem Areal der Schlossruine befindet. Geplant sind mehrere Bauabschnitte, die ein geschätztes Gesamtvolumen in Höhe 792500 Euro haben.

In dieser Summe finden sich auch die Nebenkosten sowie die optionale Planung, vom Hochbehälter aus eine 185 Meter lange Löschwasserleitung bis zum Marktplatz zu bauen. Dieses Vorhaben lässt sich laut Kostenschätzung für 92500 Euro realisieren. Mit dieser Investition ließe sich der Brandschutz auf dem unter niedrigem Wasserdruck leidenden Berg deutlich verbessern, berichtete Michael Richter-Plettenberg.

Nach den ursprünglichen Planungen wird der Hochbehälter nach der vollständigen Erneuerung der Steigleitung nicht mehr benötigt und soll 2017 vom Netz gehen. Der Bürgermeister deutete aber an, dass der Hochbehälter als Löschwasser-Reservoire eigentlich zu schade sei. „Das Trinkwasser aus dem Hochbehälter ist besser, als wir es vom ZMW bekommen“, lautete die überraschende Feststellung des Bürgermeisters, der für dieses Phänomen keine Erklärung parat hatte.

Kein Behälter, keineTrinkwasser-Reserve

„Es lohnt sich, den Hochbehälter 2017 noch einmal genau auf seine Tauglichkeit für eine Trinkwasser-Reserve anzuschauen“, sagte er unter Hinweis auf die Tatsache, dass die Kernstadt ab 2017 auf dem Trockenen, sitze, sollte es beim ZMW mal ein technisch bedingtes Versorgungsproblem geben. Ein Löschwasser-Reservoire lasse sich für weitaus weniger Geld realisieren als ein neuer Hochbehälter.

Im ersten Bauabschnitt wird eine 470 Meter lange Druckleitung gebaut. Zum Bauvorhaben gehören später der Bau zweier leistungsstarker und unabhängige Pumpsysteme sowie der Bau neuer Druckleitungen mit einem gegenüber dem Ist-Zustand deutlich größeren Querschnitt.

von Matthias Mayer

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