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Gegenseitige Hilfe prägt

Jubiläum Gegenseitige Hilfe prägt

Die Rohrborn-Siedlung entwickelte sich vor Jahrzehnten rasant. Folgerichtig gründete sich vor 50 Jahren die Siedlergemeinschaft Stadtallendorf, um sich unter Nachbarn zu unterstützen.

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Liebe Leute,

Die Siedlergemeinschaft beteiligte sich seinerzeit mit einem ­eigenen Motivwagen an der 1200-Jahr-Feier.

Quelle: Privatfoto

Stadtallendorf. Im Volksmund heißt sie oft nur „Siedlergemeinschaft Rohrborn“. Doch der Verein nennt sich von Anbeginn Siedlergemeinschaft Stadtallendorf, Mitglied im Deutschen Siedlerbund, Landesverband Hessen. Am Samstag feiert der nach wie vor aktive Verein sein Jubiläum mit einem großen Fest rund um und im Vereinsheim Ecke Liebigstraße/Kettelerstraße.

Das Haus war, bevor es der Verein übernahm, mehr eine Baracke. Die Vereinsgründer richteten es wieder her und schufen das Siedlerheim. In den vergangenen Jahren haben die Mitglieder investiert. Inzwischen hat das Gebäude einen Anbau und entspricht den aktuellen Anforderungen an ein Gebäude.

Im Jahr 1958 fiel der Startschuss für den Rohrborn, die Stadt hatte dort ein Baugebiet besonders für Vertriebene eingerichtet. Von der heutigen Stadtkirche aus entwickelte sich die Bebauung in Richtung Kasernen. Die Jahnstraße markiert die Grenze. Beim Start war die Siedlergemeinschaft vor allem ein Verein der Nachbarschaftshilfe.

Leitern und Werkzeug wurden gemeinsam angeschafft. Es gab organisierte Hilfe bei allem, was in einer jungen Siedlung anstand. „Zugleich lernten sich die Menschen im Rohrborn über die Siedlergemeinschaft kennen“, erinnert sich Reinhard Jung.

Siedlergemeinschaft ist sieht sich als "Gesellschaftsverein"

Und heute? In der Gegenwart sieht sich die Siedlergemeinschaft Stadtallendorf vor allem als einen „Gesellschaftsverein“, wie es Vorsitzender Gerhard Schlegel beschreibt. Der Vorstand organisiert immer wieder besondere Veranstaltungen, wie Ausflüge für Kinder und Erwachsene, etwa in die Rhön, um nur ein Beispiel zu nennen. Eine feste Institution ist auch der Martinsumzug, den die Siedlergemeinschaft alljährlich gestaltet und bei dem stets großes Interesse besteht.

Darauf ist der Verein stolz. Auch die Schnittkurse gibt es immer noch, ebenso wie das Angebot der gegenseitigen Hilfe untereinander, wenn Bedarf da ist. Gründungsvorsitzender war seinerzeit ­Josef Bauer, gefolgt von Arthur Littig und Oskar Höll. Er leitete die Vereinsgeschicke von 1976 bis 1990. Auf ihn folgte bereits Gerhard Schlegel.

Aktuell hat die Siedlergemeinschaft 48 Mitglieder. „Zu Spitzenzeiten waren es einmal 78“, erinnern sich Schlegel und Jung im Gespräch mit der OP. Der Nachwuchs fehlt. Wobei sich die Siedlergemeinschaft nie auf die Rohrbornsiedlung beschränkte.

„Wir haben auch Mitglieder aus anderen Teilen der Stadt und wir leisten gerne einen Beitrag zur Integration von Neubürgern in Stadtallendorf“, sagt Schlegel. Für Interessierte ist die Feier an diesem Samstag ab 15 Uhr eine gute Gelegenheit, den Verein und seine Aktivitäten kennenzulernen. Zunächst gibt es zu Beginn einen offiziellen Teil mit Grußworten und Ehrungen.

von Michael Rinde

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