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Gefragt sind Teamwork und Kreativität

Suchtpräventionstage an der Alfred-Wegener-Schule Gefragt sind Teamwork und Kreativität

Was besteht aus sechs Dachlatten, Klebeband, vier Müllsäcken, 25 Luftballons, zwei Abdeckplanen, einer Rolle Kordel und schwimmt auf dem Wasser? Kaum zu glauben: Es ist ein Floß.

Kirchhain. Die Ausgangssituation für die 19 Schüler der Jahrgangsstufe sieben der Alfred-Wegener-Schule ist an diesem Morgen am Kirchhainer Baggersee für alle gleich. Alle haben die gleichen Materialien erhalten und müssen nun überlegen, wie man daraus ein schwimmfähiges Floß baut. Dabei arbeiten die Schüler in Teams zusammen.

„Wir haben uns untereinander über die Vorgehensweise abgesprochen, dann versucht die eine Abdeckplane und die Latten darauf zu legen und zu verbinden, dann haben wir mit den aufgeblasenen Luftballons und den Müllsäcken eine Art Luftkissen gebaut“, berichten die Schülerinnen der G 7c Larissa Schaub und Katharina Malkus. Als Abschluss haben die Schülerinnen um die Konstruktion die letzte Abdeckplane gewickelt und mit der Kordel verschnürt. „Jetzt hoffen wir, dass unser Luftboot schwimmt“, ergänzt Schülerin Lena.

Das schulformübergreifendeProjekt „Floßbau“ findet an der Alfred-Wegener-Schule im Rahmen der dreitägigen Suchtpräventionstage statt. „Das Projekt soll für die Schüler Alternativen aufzeigen, was man tun kann, ohne den ganzen Tag am Computer zu verbringen“, erzählt Schulsozialarbeiter Michael Debus. Gemeinsam mit Patrick Schmidt, Schulsozialarbeiter vom bsj und mit Unterstützung durch die Lehrkräfte betreut er das Suchpräventionsprojekt. Damit das Floß am Ende auf dem Baggersee schwimmt, sind Teamwork und Kreativität gefragt.

„Die Schüler lernen im Team zu arbeiten, denn um ans Ziel zu kommen sind viele Absprachen nötig“, so Debus. Später sollen die Schüler befähigt sein, bei geringen Materialkosten ein solches Floß nachzubauen. Bei schönen warmen Temperaturen sind die Schüler dann „ganz heiß“ darauf, ihre Flöße auf dem Wasser auszuprobieren.

Bevor diese ins Wasser gelassen werden können, gibt es allerdings erst einmal zur Sicherheit eine Schwimmweste. Fehler, die beim Floßbau gemacht wurden, bezahlen die Schüler später mit nassen Hosenbeinen. Die Erfahrung muss auch Katharina Gawlitza aus der M7c machen. „Es war lustig, aber unsere Luftballons waren schlecht platziert“, berichtet sie wieder an Land.

Schüler Twan van der Mei fand es schwierig die Floßmitte zu finden. „Sonst kippt das Floß um“, erzählt er.

Das Projekt, das ursprünglich an der Ohm stattfinden sollte, hatte aufgrund des Regens im Vorfeld und auch am letzten Projekttag mit vielen Planänderungen zu kämpfen. Während der drei Projekttage hatten die rund 200 Schüler der Jahrgangsstufe sieben die Gelegenheit, weitere Suchtpräventionsprojekte besuchen.

Dazu zählten unter anderem die Themen Einführung in die Mediensucht, Klettern an einer Kletterwand, und der Besuch dreier Gäste vom Hof Fleckenbühl, die von ihren Erfahrungen berichteten. Zudem gab es Filme zum Thema und Schüler bekamen die Möglichkeit, Flyer gegen den Drogenkonsum zu gestalten.

von Karin Waldhüter

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