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Geburtenwald bekommt Zuwachs

45 neue Eichen Geburtenwald bekommt Zuwachs

Zum vierten Mal lud die Stadtallendorfer Verwaltung alle neuen Eltern im Stadtgebiet dazu ein, für ihr Kind einen Baum zu pflanzen. Der Geburtenwald zählt mittlerweile mehr als 200 Eichen.

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Florian Zilm von Hessenforst (rechts) hilft im Stadtallendorfer Geburtenwald im Süden der Stadt einem Elternpaar beim Pflanzen einer Traubeneiche für dessen Tochter. Foto: Yanik Schick

Stadtallendorf. Bemerkenswert ist die Feststellung, dass das trübselige und nasse Herbstwetter auch etwas Positives hat: Nur ein paar geübte Handgriffe braucht es, dann hat Hessenforst-Mitarbeiter Florian Zilm - mit einem Spaten bewaffnet - das erste Pflanzloch für eine junge Eiche ausgehoben. Im vom Regen aufgeweichten Waldboden geht das an diesem Vormittag relativ einfach.

Es ist kurz vor Mittag und viele Eltern sind schon vor Ort, die meisten verharren allerdings noch unter dem Schutz des Zeltdachs und hoffen auf ein Ende des hartnäckigen Landregens. Nur eine Handvoll Menschen haben sich schon mitten in den Geburtenwald an der Chemnitzer Straße begeben. Der Weg dorthin führt vorbei an fast 200 kleinen Traubeneichen, die im Zuge dieser Aktion in den vergangenen drei Jahren gepflanzt worden sind.

Rund 45 Anmeldungen, das berichtet Revierförster Alexander Wolf, sind für diesen Tag eingegangen. Die Stadtverwaltung hatte insgesamt 200 Einladungen rausgeschickt - Adressaten waren diejenigen Paare im Stadtgebiet, die seit der Pflanzung im vergangenen Jahr Eltern geworden sind.

„Wir möchten, dass sich die Leute mit der Region verbinden. Und dazu gehört auch der Wald“, betont Wolf. Der Baum könne ein wichtiger Bezugspunkt sein.

Aber warum gerade eine Traubeneiche? Aus ganz praktischen Gründen, wie der Förster erklärt. „Sie passt am besten an diesen Standort hier. Ihre Pfahlwurzel lockert den Boden auf und schafft damit die Grundlage für andere Bäume wie Buchen oder Kiefern.“

Damit Eltern ihre Eiche unter den vielen Exemplaren im Geburtenwald identifizieren können, wird am Stützpfahl eine Baumstammscheibe angeschraubt, in die der jeweilige Name des Kindes eingeritzt ist.

„Die Familien sollen auch in vielen Jahren noch an diese Stelle in den Wald kommen“, hofft Bürgermeister Christian Somogyi, der die Aktion einst gemeinsam mit Hessenforst initiierte. Neben der Nachhaltigkeit gehe es aber auch um Wertschätzung. „Es ist wichtig, dass die Waldbesucher nicht ihren Müll hier liegen lassen, sondern gut mit dem Wald umgehen“, sagte der Bürgermeister.

von Yanik Schick

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