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Gebiet "Kronäcker" wächst weiter

Stadtallendorf Gebiet "Kronäcker" wächst weiter

Die Warteliste für einen städtischen Bauplatz in Stadtallendorf ist lang. Aktuell kann die Stadt den Interessenten allerdings nichts anbieten. Das soll sich im Laufe des nächsten Jahres ändern.

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Bauplätze im Gebiet Kronäcker sind begehrt, die Stadt will rund 28 neue Parzellen dort ausweisen. Foto: Michael Rinde

Stadtallendorf. Offenbar steht Stadtallendorfs Stadtgebiet bei Immobilien-Interessenten hoch im Kurs: Derzeit stehen 70 Interessenten für einen Bauplatz auf der verwaltungsinternen Warteliste. Diese Zahl nannte Bürgermeister Christian Somogyi (SPD) im Gespräch mit der OP. Dass das Bauinteresse in der Stadt - entsprechend dem bundesweiten Trend - seit Längerem sehr hoch ist, hatte sich bereits beim Verkauf der Bauplätze im Gebiet Kronäcker in der Kernstadt gezeigt. Dort waren die seinerzeit ausgewiesenen 39 Bauplätze innerhalb von nur 2 Jahren komplett verkauft worden. „All das zusammengenommen zeigt, dass Stadtallendorf als Wohnort interessant ist“, bewertet Somogyi die Situation.

Verwaltung und Politik haben gemeinsam reagiert. In seiner jüngsten Sitzung billigte das Stadtparlament ohne weitere Aussprache mehrere Grundstücksgeschäfte im Gebiet Kronäcker. Damit kann dort in nicht allzu ferner Zukunft ein weiterer Baugebiets-Abschnitt ausgewiesen werden. Es wäre dann der Abschnitt Kronäcker III.

Außerdem hat die Stadt Flächen in Erksdorf gekauft. Zugleich wird das Baugebiet in Schweinsberg um einen weiteren Abschnitt erweitert. In Schweinsberg gibt es jetzt bis zu sechs weitere Bauplätze der Stadt. „Bei vieren davon befinden wir uns schon in weiter gediehenen Verhandlungen“, erklärte Somogyi gestern auf Nachfrage.

In Erksdorf entstehen bis zu 8 Bauplätze und im Gebiet Kronäcker 3 am Ende rund 28 neue Bauparzellen. Das macht in der Summe rund 42 Bauplätze, die Stadtallendorf vergleichsweise kurzfristig weiterverkaufen kann. Doch zuvor müssen noch weitere „Hausaufgaben“ abgearbeitet werden. Für das Gebiet Kronäcker ist zum Beispiel noch eine Bebauungsplan-Änderung nötig. Anschließend wäre die Erschließung zu planen und dann auch entsprechend von der Stadt zu finanzieren. „Beim Baurecht gehe ich davon, dass wir das in jedem Falle im nächsten Jahr schaffen werden“, sagt Fachgebietsleiter Klaus Hütten.

Somogyi will auch die Erschließung der neuen Baugebietsflächen zügig vorantreiben. Dafür muss im nächsten Haushaltsplan, dessen Entwurf im Dezember eingebracht werden soll, entsprechend Geld vorgesehen werden.

Gut 40 eigene Bauplätze schafft die Stadt neu, mehr als 70 „Vorbestellungen“ gibt es derzeit. Also können bei weitem nicht alle Interessenten, die zurzeit auf der Liste der Verwaltung stehen, auf eine Zusage hoffen, wenn die neuen Bauflächen ausgewiesen sind. Deshalb soll es bei den jetzigen Flächenkäufen auch nicht bleiben. Im Umfeld des Kirchhainer Weges will die Stadt Flächen ausweisen.

„Außerdem gibt es ein lukratives Grundstücksangebot des Ordens der Barmherzigen Schwestern in der Nähe von St. Michael“, sagt Somogyi. Derzeit werde aber noch die Erschließbarkeit der Grundstücke geprüft. Ferner gibt es offenbar noch weitere Flächen, die für kleinere Baugebiete in Frage kommen könnten. 1,2 Millionen Euro stehen im laufenden Haushalt für Grundstückskäufe bereit. In diesem Rahmen will sich die Verwaltung auch bewegen. Bei den jetzt genehmigten Käufen schwankten die Kaufpreise zwischen 10 und 24 Euro je Quadratmeter - abhängig von der Lage. Das Parlament hat Grundstücksgeschäfte im Wert von mehr als 320000 Euro genehmigt. Doch was die Käufer am Ende pro Quadratmeter an die Stadt zahlen werden, steht noch nicht fest. „Das kann noch niemand seriös absehen, weil wir die Kosten der Erschließung noch gar nicht beziffern können“, beantwortet Somogyi eine entsprechende Frage der OP.

von Michael Rinde

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