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Gastgruppen bereichern die Sitzung

Karneval Gastgruppen bereichern die Sitzung

14 Programmpunkte gab es während der von Aleksander Kräling moderierten und seinem Sechserrat begleiteten 23. Karnevalssitzung des SV Mardorf zu bejubeln.

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Aleksander Kräling (links) feierte eine umjubelte Rückkehr in die Bütt. Die „Blue Men Group“ nutzte Neonstäbe als Drumsticks, Annette Schick trat als Geist auf.Fotos: Friedrich

Mardorf. Fliegende Beine standen am Beginn der Mardorfer Sitzung: Nach dem Gardetanz der jungen Frauen des RCC Roßdorf traten die „Sunshines“ aus Anzefahr auf, die schon seit 15 Jahren den Karneval begleiten. Passend zum Lied „Pronto Guiseppe“ hatten sie sich in Pizzakleider geworfen.

Nach diesem ersten Hingucker des Abends traten die von Claudia Knauf und Josef Schick auf die Prunksitzung vorbereiteten Mardorfer Flaarmeuler - Mitglieder des Männergesangvereins - auf. Darauf folgte ein ersehntes Comeback: Nach zehn Jahren Pause trat Kräling wieder in die Bütt, präsentierte „Lach- und Sachgeschichten“ und gab so einen Einblick ins Leben eines Mardorfers und dessen Vorliebe, sich mit den Erfurtshäusern Scherze zu erlauben. Unter anderem sagte er, dass das Schönste am Nachbarort die Straße nach Mardorf sei. Zudem wollte er den Bürgermeister, der der Sitzung nicht beiwohnte, für den noch immer ausstehenden Umbau des Bürgerhauses kritisieren: Daher stimmte er Andrea Bergs Lied „Du hast mich 1000-mal belogen“ an.

Anschließend ließen die in Sternenhimmelkleider gehüllten Gleer Tanzmädels Papp-sterne und einen Pappmond aufgehen - bei der Zugabe trat dann auch der aus Roßdorf stammende Choreograph Marius Maus mit auf.

Verkleidet als Geister boten Marius Mengel und Annette Schick dem Publikum „geistreiche Unterhaltung“. Dann zeigte Schick eine beeindruckende Zumbavorstellung, ehe Mengel eine Büttenrede über die schlimmste Zeit des Lebens hielt: die Pubertät. Akne sei eine Plage, sagte er und zählte auffällige Aknetypen auf, zum Beispiel den Akne-Chef.

Zum zweiten Mal in Mardorf waren die Gardetänzerinnen aus Emsdorf dabei. Allerdings marschierten sie nach ihrer Showeinlage so schnell wieder aus, dass der Sechserrat ihnen nicht einmal den traditionellen Orden überreichen konnte. „Die Post kommt ja auch nach Emsdorf, da schicken wir die Orden einfach nach“, nahm‘s Kräling gelassen.

Das Männerballett der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf präsentierte seine Interpretation von „Dirty Dancing“ und zeigte zu den Liedern „The time of my life“ und „Love is strange“ kuriose Pärchentänze, die spektakuläre Hebefigur und die original „Krabbel“-Szene aus dem Filmklassiker.

Die Klatschweiber verknüpften Kindergeschichten mit Stars der Neuzeit. Zum Beispiel schickten sie Heidi auf die Suche nach ihrem Peter und den Osterhasen nach seinen Eiern. Dabei trafen sie auf Gestalten wie Britney Spears oder das böse Stumpelrilzchen.

Der SV Erfurtshausen schickte das 63. Panzerbataillon ins Rennen, das verkleidet als „Blue Men Group“ zu „We will rock you“ von Queen mit Neonleuchtstäben auf blauen Tonnen trommelte - ehe aus den Leuchtstäben sogar noch Konfetti schoss.

Dann war es an der Zeit für Christoph Grimmel: „Der Jung‘ aus Glee“ hatte zuvor einen Auftritt in Kassel und freute sich, dass der Mardorfer Sechserrat kein „Antiquitätenstadl“ sei, sondern tatsächlich aus jungen Leuten bestehe. Bei der Begrüßung der „Prominenz“ im Saal hob er seine „Omi in der ersten Reihe“ hervor, ehe er in seiner Büttenrede Bundeskanzlerin Angela Merkel als „Lady Gaga der CDU“ bezeichnete.

Beim letzten Auftritt des Abends war der Jubel noch einmal groß: Die „Ahlen Männer“ des SV Mardorf widmeten sich Sparmaßnahmen im Altersheim und teilten zum Beispiel Waschlappen, Wasser und Klopapier.

von Henriette Friedrich

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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