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Fußgänger laufen zwischen Baggern

Bahnbaustelle Fußgänger laufen zwischen Baggern

Seit Freitag laufen die umfangreichen Gleisbauarbeiten mitten in Stadtallendorf. Vom Bahnhof bis an ein Werktor der Eisengießerei Winter reicht die Baustelle heran.

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Arbeiter setzten gestern Mittag nahe der Egerländer Straße neue Bahnschwellen in das Gleisbett
hinein.

Quelle: Michael Rinde

Stadtallendorf. Absperrbaken sind für Fußgänger kein Hindernis. Das zeigte sich am Montag gegen 12 Uhr in der Egerländer Straße deutlich. Innerhalb von 20 Minuten passierten zehn Fußgänger die Gleise dort, wo es ihnen gerade passte. Einer kam dem Bagger, der Schwellen transportierte, bis auf wenige Meter nahe, wie die OP beobachten konnte. Erst ein Arbeiter, der auf ihn aufmerksam wurde, brachte ihn dazu, sich zumindest etwas von der Baustelle zu entfernen.

Ein anderer Fußgänger, der ebenfalls über die Gleise wollte, fragte zumindest einen der Arbeiter, ob er vorbeigehen dürfe. Er bekam ein klares Nein zu hören. In dem Moment kam ein weiterer Fußgänger an ihm vorbei. „Komm doch einfach mit“, rief er ihm zu und lief über die Gleise.

Auf dem Gleis verkehren seit Freitag Baumaschinen und außerdem auch ein Bauzug. Die Gleise werden komplett ausgetauscht, erhalten neue Schwellen und neuen Schotter für das Gleisbett.

Baufirma informierte über Vorkommnisse

Bei der Planung der Baustelle samt der Absperrungen und Umleitungen hatte die Stadtverwaltung die Zusage bekommen, dass der Fußgängerverkehr ordentlich geführt wird. Marco Sommer von der Ordnungsbehörde der Stadt Stadtallendorf sieht derzeit aber große Probleme mit Fußgängern im Baustellengebiet. „Wir sind über die jetzige Situation sehr unglücklich“, fasst er zusammen und nennt Beispiele: Die Baufirma hätte ihn über Vorkommnisse vom Wochenende informiert. „Da sind offenbar Fußgänger zwischen Baggern und Maschinen durchgelaufen. Der Firma macht das große Probleme“, sagte er gegenüber der OP.

Die Baufirma, die für die Bahn AG die Gleise erneuert und drei Bahnübergänge saniert, ist dabei nicht für die Absperrungen verantwortlich. Das hat eine andere Firma im Auftrag der Bahn übernommen, die nicht vor Ort ist. Auf Drängen der Stadt wird es jetzt kurzfristig einen Ortstermin in Stadtallendorf geben. Dabei soll über weitere Absperrungen gesprochen werden. „Allerdings ist es nicht möglich, die gesamte Bau-strecke mit Zäunen abzusperren“, macht Sommer deutlich. Denn das Gleis, das nun ausgetauscht wird, hat eine Länge von rund 1,2 Kilometern und verläuft vom Bahnhof durch die Stadt.

Trampelpfade sollen gesperrt werden

Sommer will aber jetzt auch „Trampelpfade“ zwischen Posener und Dresdner Straße sperren. Außerdem soll es zusätzliche Hinweisschilder und Gefahrenhinweise für Fußgänger geben, nicht einfach durch Baustellen zu laufen. „Wenn sich dann doch Fußgänger durch den Wald und über die Gleise bewegen, wird man das wohl leider nicht verhindern können“, bedauert Sommer. Die Bahn-Pressestelle erfuhr Montagmittag von der OP von den Problemen vor Ort. Auch von dort kommt die grundlegende Warnung, sich von der Baustelle fernzuhalten und das in Bau befindliche Gleis nicht nach Belieben zu überqueren.

Ab Freitag, 14. August, 8 Uhr, wird der Bahnübergang Niederkleiner Straße saniert. Dafür muss die Niederkleiner Straße in Höhe des Übergangs komplett gesperrt werden. Der Verkehr in beide Richtungen wird über die Rheinstraße beziehungsweise die „Ferrero“-Umgehung geleitet. Sämtliche Arbeiten sollen nach Bahnangaben am Montag um 8 Uhr beendet sein.

von Michael Rinde

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