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Fusion ist beschlossene Sache

Kirchenkreis Kirchhain Fusion ist beschlossene Sache

Den Kirchenkreis Kirchhain wird es ab dem 1. Januar 2012 in seiner jetzigen Form nicht mehr geben. Das beschloss die Kirchenkreissynode am Freitagabend in Kirchhain.

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Bei der entscheidenden Abstimmung im Kirchhainer Martin-Luther-Haus gingen die meisten Hände für die Zusammenlegung des Kirchenkreises Kirchhain mit dem nördlichen Teil des Kirchenkreises Marburg Land hoch.

Quelle: Mayer

Kirchhain. 43 Synodalen stimmten dafür, den Kirchenkreis mit dem nördlichen Teil des Kirchenkreises Marburg-Land zusammenzuführen. Sieben Kirchenkreisparlamentarierer enthielten sich der Stimme, sechs weitere stimmten nicht ab. Nach der Synode des Kirchenkreises Marburg-Land stimmten damit auch die Synodalen aus dem Ostkreis dem Vorschlag eines Strukturausschusses zu, der auf die Zusammenlegung des Kirchenkreises Marburg-Stadt mit dem südlichen Teil des Kirchenkreises Marburg-Land und die Bildung eines neuen Kirchenkreises aus dem Nord-Teil des Kirchenkreises Marburg-Land und dem Kirchenkreis Kirchhain abzielt.

„Ich halte ein wenig die Luft an, weil die Aufgabe heute Abend nicht ganz einfach ist. Wir müssen etwas hergeben, um etwas erhalten zu können“, hatte Propst Helmut Wöllenstein vor der Abstimmung gesagt. Es gehe darum, die Zukunft der Kirche in der Region durch eine Entscheidung zu sichern, die einigen Synodalen schwer fallen werde.

Dekan Rainer Staege verwies auf wirtschaftliche Sachzwänge, die hinter dem Beschluss des Rates der Landeskirche stehen, die Zahl der Kirchenkreise deutlich zu reduzieren. Die Synode fasse zunächst nur den Grundsatzbeschluss für die Neuordnung der Kirchenkreise. Über die Detailfragen, wie den Namen des neuen Kirchenkreises, werde noch entschieden. Das gelte auch für den künftigen Sitz des Dekanats, erklärte der Kirchhainer Dekan.

Für den Erhalt des Kirchhainer Dekanats hatte zuvor der Kirchhainer Stadtverordnetenvorsteher Willibald Preis (CDU) in einem Grußwort geworben. „In Kirchhain wird seit Jahrhunderten gute Kirchenpolitik gemacht“, brachte Preis Kirchhain gegen den Dekanatssitz Cölbe in Stellung.

Im Gegensatz zum Kirchenkreis Marburg-Land, der bislang zu den größten der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck zählt, wird der Kirchenkreis Kirchhain nicht aufgespalten.

von Matthias Mayer

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