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Für neuen Leiter geht Traum in Erfüllung

Neue Leitung Für neuen Leiter geht Traum in Erfüllung

Nach einjähriger Vakanz hat die evangelische Sing- und Musikschule Stadtallendorf wieder eine Leitung: den aus Schwalmstadt-Dittershausen stammenden Philip Schütz.

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Die Trompete ist seine Passion: Hier spielt Philip Schütz ein historisches Barock-Instrument ohne Ventile.

Quelle: Sören-Helge Zaschke

Stadtallendorf. Zum 1. Juni übernimmt Philip Schütz die Leitung der deutschlandweit einzigen Musikschule des Verbands deutscher Musikschulen in Trägerschaft einer evangelischen Kirchengemeinde. Gespannt blickt er auf die neue Herausforderung: „Ein großer Traum geht in Erfüllung, und ich freue mich sehr, nach meiner Studienzeit musikalische Verantwortung zu übernehmen und Schülerinnen und Schüler für die Musik zu begeistern. Das, was in den letzten Jahrzehnten entstanden ist, möchte ich gerne fortführen und mit neuen Ideen bereichern.“

Der Kirchenvorstand freut sich, einen Leiter mit großen musikalischen Fähigkeiten – Schütz spielt zum Beispiel Trompete und Orgel – gefunden zu haben, der auch noch weitere vielseitige Kompetenzen hat. Die Grundlage für eine mehrjährige Zusammenarbeit sei geschaffen.

Einführung am 21. Juni

Schütz‘ Einführung findet im Rahmen eines musikalischen Gottesdienstes am 21. Juni um 11 Uhr in der evangelischen Stadtkirche statt.

Die musikalische Entwicklung des neuen Leiters begann im Alter von sechs Jahren, als er Keyboard und wenig später Klavier lernte. Nach fünf Jahren fand er schließlich zu seiner eigentlichen Passion – dem Trompetenspiel. An der Universität Kassel studierte er zunächst Schulmusik und evangelische Religion auf Lehramt. Nach zwei Jahren begann er parallel dazu das Studium „Komposition für Neue Musik“. Dadurch verlagerten sich die Schwerpunkte, und die Entscheidung fiel zugunsten der Musik aus.

Stationen in Frankfurt, Kassel und Bochum

So wechselte Schütz 2010 nach Frankfurt an das „Dr. Hochs Konservatorium“ in den Studiengang Trompete als künstlerische Ausbildung bei Florian Balzer. Orchestererfahrung sammelte er mit dem Staatstheater Kassel, den Bochumer Symphonikern und der Philharmonie Südwestfalen sowie in der „Orchesterakademie der Bochumer Symphoniker“. Meisterkurse bei Prof. Klaus Schuhwerk, Prof. Wolfgang Guggenberger, Prof. Reinhold Friedrich, sowie private Studien bei David Tasa und Bo Nilsson unterstützen seine Ausbildung am Instrument.

In dieser Zeit entstanden auch mehrere Kompositionen und Bearbeitungen, die unter anderem ins Bläserheft Kurhessen-Waldeck und in Schriften der Sächsischen Posaunenmission einflossen. „Komponieren und Arrangieren macht mir richtig viel Spaß, und es erfüllt mich, wenn diese Arbeiten in der Musizierpraxis ankommen. Aber leider kostet es sehr viel Zeit“, bedauert der Komponist, deshalb bliebe dies in letzter Zeit ein wenig auf der Strecke.

Sein derzeitiger Fokus liegt auf der Trompete. „Im vergangenen Jahr habe ich meinen künstlerischen Abschluss gemacht, und jetzt folgt noch die Diplomprüfung zum Musikpädagogen.“

Schütz verzeichnete neben seinem Studium bereits einige Erfolge als Chorleiter und Instrumentallehrer: Unter seiner Leitung wuchs der Posaunenchor Halsdorf von acht auf 18 Bläser, zudem etablierte er eine zehnköpfige Jungbläsergruppe. „Man muss vielseitig und offen für neue Ideen sein“, sagt er und ergänzt: „Erst die Mischung aus pädagogischer und künstlerischer Tätigkeit bringt die wahre Erfüllung.“

von Thomas Peters

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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