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Für die einen Foul, für die anderen faul

Karneval Für die einen Foul, für die anderen faul

Fast vier Stunden volles Programm - und dann war in Mardorf noch lange kein Ende eines grandiosen Faschingsabends in Sicht.

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Der Sechserrat hatte seinen Spaß – zum Beispiel bei den Auftritten von Marius und Gerlinde Mengel als Fans des SV Mardorf oder der singenden Mardorfer „Flaarmäuler“.

Quelle: Heinz-Dieter Henkel

Mardorf. Mit Begleitung der Tanzgarde des RCC Roßdorf hielt der Sechserrat des SV Mardorf Einzug. Der anschließende fetzige Gardetanz der Roßdorfer unter Leitung von Marius Maus sorgte sogleich für viel Dynamik und gute Stimmung.

Nach einem Tanz der Flashlights aus Dreihausen betraten Marius und Gerlinde Mengel als Fans des SV Mardorf die Bühne. „Ich wees alles“, verkündete der SV-Fan, war aber bei der überraschenden Frage seiner Frau Lotti nach der Anzahl der Löcher im Tornetz schon am Ende. Zudem widmeten sich die beiden den unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten von „Foul“ und „faul“.

Fast vier Stunden volles Programm – und dann war in Mardorf noch lange kein Ende eines grandiosen Faschingsabends in Sicht.

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Nach einem tänzerischen Intermezzo der Sunshines aus Anzefahr sorgte der Männergesangverein mit Frauenverstärkung als „Mardorfer Flaarmäuler“ wieder für Lokalkolorit. Aus vollem Halse schmetterten die Sänger ihre eigenen Texte zu bekannten Melodien - mit dem Tenor: „Heut wird gefeiert“. Zum Abschluss gab es einen kleinen Showtanz, für den Claudia Knauf und Daniela Schick verantwortlich zeichneten.

Mit viel Schwung fegte das Roßdorfer Gardetanzpaar Tessa Wiegand und Max Pöltl über die Bühne. Dann folgte die große Büttenrede von Sitzungspräsidenten Aleksander Kräling, der nicht zum ersten Mal die weltweiten und lokalen Ereignisse mit spitzer Zunge kommentierte und besonders an den Erfurtshäusern kein gutes Haar ließ.

Ein Gag nach dem anderen prasselt auf Besucher nieder

Die Flashlights vom EKC Emsdorf rockten die Bühne. Bevor der leicht verspätete „Jung aus Glee“ die zweite große Büttenrede ablieferte, waren die heimischen „Danceations“ mehr als nur Lückenbüßer. Die ausnahmslos jungen Frauen der heimischen Gymnastikgruppe hatten sichtlich Spaß an ihrem tänzerischen Auftritt und wussten im Indianergewand zu begeistern.

Der Niederkleiner Büttenredner Christoph Grimmel hatte das ganze Jahr gesammelt und ließ nun ein Gag nach dem anderen auf die Besucher niederprasseln. Ob Gregor Gysi, Alice Schwarzer oder Angela Merkel - alle bekamen ihr Fett weg. Hier und da war er vielleicht etwas zu provokant, dem Publikum gefiel‘s aber insgesamt. Ihm folgten, ebenfalls aus Niederklein, die „Gleer Tanzmädels“.

Erfrischend anders und inhaltlich völlig unvorhersehbar war der Auftritt von „Pamagado“ - den „Patriotischen Mardorfern gegen die Amöneburgisierung des Ohmtals“. Sehr zum Bedauern des Publikums kündigten Anette Schick und Marius Mengel an, das dies der letzte Auftritt der beiden gewesen sei.

Dann waren die Männer dran. Der „SV Banana“, die aktiven Fußballer des SVM, „Die 7 ahle Zwerge“ und das Männerballett der freiwilligen Feuerwehr machten den Abschluss einer mit viel Liebe zum Detail gestalteten, rundum gelungenen, lustigen Faschingsveranstaltung.

von Heinz-Dieter Henkel

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