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Für die Kunst geht‘s in die Kiste

Projekt Für die Kunst geht‘s in die Kiste

Anfang des Jahres zogen Anja Feldevert und Holger Gröb nach Amöneburg. Wenige Monate später planen sie bereits ein Kunstprojekt, bei dem die Profifotografen ihre Mitbürger ablichten wollen.

Amöneburg. Michael Richter-Plettenberg ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Nun hoffen Anja Feldevert und Holger Gröb, dass möglichst viele Bürger der Großgemeinde Amöneburg dem Vorbild des Bürgermeisters folgen, in ihrem Fotoatelier in eine Kiste steigen, sich darin kostenlos ablichten lassen und Teil eines großen Kunstwerkes werden.

„Amöneburg in the box“ hat das Paar sein Projekt genannt. Seit Anfang des Jahres wohnen Feldevert und Gröb „Am kleinen Born“ am Fuß des Berges. In dem roten Schwedenhaus betreiben sie gemeinsam das Fotostudio „Bilderprofi Zabel“, mit dem sie zuvor in Kirchhain angesiedelt waren. Ihren Beruf möchten die Neubürger nun nutzen, um Kunst zu machen - wobei sie auf ihre Mitmenschen angewiesen sind.

„Wir hatten früher kleine Ikea-Boxen, auf die wir Kinder oftmals setzten, wenn wir sie fotografieren wollten“, erinnert sich Feldevert und ergänzt: „Oft sind Babys reingekrabbelt. Das fand ich immer witzig.“

Irgendwann sei ihr die Idee gekommen, ganze Familien in eine große Kiste zu setzen und abzulichten. Die Suche nach einer geeigneten Kiste blieb jedoch erfolglos - bis Feldeverts Onkel zu Säge, Hammer und Nägeln griff und seiner Nichte einen Wunsch erfüllte und das benötigte Objekt schlicht selber zimmerte. Von dem Tag an endete jedes Familien-Shooting beim „Bilderprofi“ mit einem Foto in der Kiste. „Die Leute hatten immer viel Spaß - beim Reinklettern, Drinsitzen und Posieren“, berichtet Feldevert, zu deren Überraschung die Kunden dann zumeist auch tatsächlich das Bild in der Kiste den „normalen Familienfotos“ vorzogen und kauften: „So entstand die Idee für unser Kunstprojekt.“

Das Paar will daher nun Familien, Paare aber auch einzelne Personen aus dem Amöneburger Stadtgebiet in der Kiste ablichten und die Bilder am Ende zu einem großen Mosaik zusammenführen, das sie dann im Rathaus ausstellen. „Damit das Kunstwerk eine besonders gute Wirkung hat, bräuchten wir natürlich so viele Fotos wie möglich“, betonte Feldevert und hebt noch einmal hervor, dass diese Shootings kostenlos sind.

Am Donnerstag, 8. Mai, und Freitag, 9. Mai, können Bürger zwischen 10 und 18 Uhr sowie am Samstag, 10. Mai, zwischen 10 und 14 Uhr beim „Bilderprofi Zabel“ (Am kleinen Born 13) vorbeischauen und sich - ohne vorher einen Termin vereinbaren zu müssen - in der Box ablichten lassen.

„Mitbringen müssen sie nichts - außer Spaß an der Sache und guter Laune“, fasst Feldevert zusammen, die gemeinsam mit ihren Kolleginnen Katja Warkentin, Stefanie Klos und Stephanie Piffczyk die Fotos schießen wird. Wie groß das Kunstwerk letztendlich ausfällt, hängt natürlich von der Zahl der Teilnehmer ab. Das Mosaik soll dann letztendlich im Rathaus ausgestellt werden - wann genau, steht noch nicht fest.

von Florian Lerchbacher

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