Volltextsuche über das Angebot:

22 ° / 12 ° wolkig

Navigation:
Für den Neustart des Marktes gibt es viel Lob

Neustädter Advent Für den Neustart des Marktes gibt es viel Lob

Der Neustart des Nikolausmarktes unter neuer Regie, zu geänderter Zeit und unter dem Namen "Neustädter Advent", brachte die erwünschte Besucherresonanz.

Voriger Artikel
Stadt feiert ihren prominentesten Sohn
Nächster Artikel
Alte Unterkünfte sind fast saniert

Auf dem Rathausvorplatz versammelten sich beim „Neustädter Advent“ zeitweilig zahlreiche Besucher. Foto: Heinz-Dieter Henkel

Neustadt. Der Platz vor dem historischen Neustädter Rathaus war richtig voll. Es gab kaum ein Durchkommen, als mit einbrechender Dunkelheit begleitet von der Neustädter Garde der Nikolaus die große Treppe emporklomm und mit den allseits bekannten Worten die Weihnachtszeit ankündigte.

Rund 200 Päckchen verteilte er anschließend an die Kinder, deren Eltern, Opa oder Oma in den Wochen zuvor einen Gutschein erworben hatten. Mit dabei waren auch zahlreiche Flüchtlingskinder, die ein solches Treiben wohl zum ersten Male miterlebten und sich über vieles wunderten.

Rund 50 Aussteller, mehrheitlich gewerblicher Art, hatten die Veranstalter bestehend aus Gewerbeverein und dem Ortsbeirat verpflichten können. Sie boten ihre Waren im historischen Rathaus, dem Haus der Vereine und in der Pfarrscheune sowie auf der Freifläche rund um Rathaus und katholische Pfarrkirche an. Das Angebot ließ nichts zu wünschen übrig und reichte bei Speisen und Getränken von Bratwurst über Fisch bis hin zu Waffeln und Kuchen. An Getränken im Angebot: neben hinreichend Bekanntem vor allem Glühwein und Punsch. Direkt vor dem Rathaus hatte sich die historische Bürgerwehr Besonderes einfallen lassen.

Immer wieder kippte ein Mitarbeiter Hochprozentiges über mehrere Zuckerhüte, die sofort zu brennen anfingen. Der dann flüssige Zucker tropfte in den darunter an einem Dreibein hängenden großen Topf mit heißem Rotwein, geschmacklich angereichert mit Gewürznelken, Zimtstangen, Stern-anis und Zitronen- und Orangenschalen. Die übrigen Händler mit viel Weihnachtlichem und Schmuck, Kerzen und Krippen im Angebot lockten zahlreiche Besucher an. Klar hätten diese gerne noch mehr verkauft.

Für Kinder hatten die Veranstalter zusätzlich eine Märchenerzählerin engagiert und eine Tonwerkstatt eingerichtet. Leuchtende Augen bekamen viele Gäste beim Anblick der aufgebauten Strecken und Landschaften einer Minieisenbahn. Der Verein TT-Modellbahnfreunde Hessen ließ deutlich sichtbar auch einige Männerherzen höherschlagen.

Sowohl das Jugendblasorchester wie auch die Junker-Hansen-Musikanten zogen über den Markt und spielten Weihnachtslieder. Besonderes Lob gab es über das perfekt gespielte „Oh du fröhliche“.

Nach Ansicht vieler Besucher konnte der neue „Neustädter Advent“ dem Vergleich mit anderen weihnachtlichen Märkten mehr als standhalten. Insbesondere Veranstaltungsleiter und Ortsvorsteher Klaus Groll, der schon viele Märkte miterlebte, freute sich: „Endlich mal kein Regen.“ Ganz sicher werde er im nächsten Jahr eine Neuauflage erleben, versprach er.

Mit einem Konzert des Chors der evangelischen Kirchengemeinde, der „Flötentöne“ und des Happy-Sound-Orchesters in der katholischen Pfarrkirche endete der neue „Neustädter Advent“.

von Heinz-Dieter Henkel

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostkreis

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr