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Für den Bauhof ist bereits alles planiert

Stadtallendorf Für den Bauhof ist bereits alles planiert

Auf der Baustelle für den neuen Baubetriebshof sind inzwischen die Umrisse der künftigen Gebäude erkennbar. Am Hallenbad beginnen am Montag Abbrucharbeiten, zunächst im Keller.

Stadtallendorf. Im Gegensatz zur offensichtlichen Baustelle Gemeinschaftszentrum in der Stadtmitte laufen die Arbeiten auf dem Baubetriebshofs-Gelände weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit. Dort ist seit dem Startschuss Mitte April ebenfalls einiges geschehen. Auf dem Areal sind inzwischen die Umrisse von Fahrzeughalle, Sozial- und Werkstattgebäude schon klar erkennbar.

Die Herausforderung auf diesem rund 10000 Quadratmeter großen Grundstück liegt, wie die OP berichtete, im Boden. Es sind die Hinterlassenschaften eines früheren Schrottplatzes, der sich dort befand. Deshalb haben die Planer des Neubaues die Erdarbeiten in enger Absprache mit dem Regierungspräsidium Gießen auf ein Minimum reduziert.

Dort, wo Graben unvermeidlich ist, wird jede Schaufel Erde beprobt. Das Erdreich kommt zunächst in das frühere TNT-Zwischenlager, wird dort auf kleinen Halden gelagert und anschließend untersucht. Unbelasteter Boden wird später auf dem Gelände wieder verbaut. Aktuell lagern rund 1500 Kubikmeter Boden im früheren Zwischenlager, wie Susanne Fritsch, Projektleiterin der Stadtverwaltung, sagte. Ergebnisse der ersten Proben liegen noch nicht vor.

Bei Erdarbeiten am Standort des künftigen Rückhaltebeckens haben die Bauarbeiter allerdings Autoschrott rund um Baumwurzeln gefunden. Darunter waren eine Bremsscheibe und Reste eines Autositzes. Dafür stehen Container bereit. Derzeit läuft noch die Ausschreibung der Rohbauarbeiten. Läuft es nach Wunsch, beginnen sie Ende August. „Bis jetzt läuft alles wie wir es erwartet haben“, sagt Susanne Fritsch.

n Wie erwartet sind auch die ersten Wochen an der Baustelle Hallenbad verlaufen. Bisher beschränkten sich die Arbeiten allerdings auf die fachgerechte Außerbetriebnahme und das Ausräumen. Am Montag rückt nun das Abbruchunternehmen an. Dafür muss die Teichwiesenstraße ab dem Bad ab 8 Uhr gesperrt werden. Zunächst werden Fußgänger allerdings wenig vom Abbruch sehen. Im Keller müssen geringe Mengen Asbestplatten, vor allem aber Rohrleitungen ausgebaut werden.

Erst dann werden die Bagger anrücken. „Im September haben wir kein Dach und keine Außenfassade mehr“, sagt Julia Werner, die die Bauarbeiten in der Stadtverwaltung überwacht. Dass sich die Abbrucharbeiten zunächst im Inneren abspielen, ist positiv. Dadurch gibt es keine Probleme mit den Dacharbeiten am Gemeinschaftszentrum. Dort laufen derzeit die letzten Zimmerarbeiten. „Wir werden uns nicht ins Gehege kommen“, ist Susanne Fritsch sicher.

Das Hallenbad soll im Januar 2016 wieder öffnen. Beim Baubetriebshofs-Neubau werden sich die Arbeiten bis Ende nächsten Jahres hinziehen. Naturgemäß am schnellsten geht es beim zweiten Bauabschnitt am Gemeinschaftszentrum. Im Dezember soll es wieder zur Verfügung stehen. Bis dahin ist auch der kleine Saal im Inneren saniert. Das Gebäude erhält ein neues Dach, Fenster und eine Fassadendämmung.

8,6 Millionen Euro sind für die Badsanierung, 5,5 Millionen Euro für den Baubetriebshof-Neubau und 550000 Euro für die Sanierungsarbeiten beim Gemeinschaftszentrum einkalkuliert.

von Michael Rinde

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