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Für Erzbischof ist die Heimat ein Magnet

Lindauoktav Für Erzbischof ist die Heimat ein Magnet

Erzbischof Ludwig Schick ist ein gerngesehener Gast in der Region. Nur vier Wochen nach dem Pontifikalamt in seiner Heimatgemeinde Mardorf zur Feier seines 40-jährigen Priesterjubiläums eröffnete er die Lindauoktav.

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600 Gläubige wohnten dem Gottesdienst mit Ludwig Schick (großes Foto, Zweiter von rechts) bei. Von Diakon Paul Lang (kleines Bild, rechts) nahm der Erzbischof das erste Geschirrhandtuch entgegen, das die Gotteshäuser des Amöneburger Pastoralverbundes zeigt.

Quelle: Alfons Wieber

Amöneburg. Die Gottesdienstreihe in der Lindaukapelle beginnt immer am 22. Juli, dem Gedenktag der heiligen Maria Magdalena, der die Kapelle geweiht ist. Rund 600 Gläubige aus allen Teilen des Marburger Landes - vor allem aus den Bereichen der Pastoralverbunde Amöneburg und Maria Bild (Stadtallendorf und Neustadt) - waren zur „Leanna“, wie die Einheimischen das Kirchlein nennen, gekommen. Etliche von ihnen waren zu Fuß auf den Berg gepilgert.

Deutlich anzumerken war dem Bamberger Erzbischof die Freude, wieder einmal in der Heimat zu sein. „Danke, dass ich kommen durfte. Die Heimat ist wie ein Magnet, der mich immer wieder anzieht“, freute er sich. Natürlich duften auch ein paar Worte nicht fehlen, die Ludwig Schick in Mardorfer Mundart an die Gläubigen richtete - und auf die viele der Anwesenden bereits warteten.

„Alles e bess-che onbequem, ewer es werd scho gi“

So begann er, wie immer volksnah und in seiner Sprache unverwechselbar ein echtes Kind des Amöneburger Landes, seine Ansprache in waschechtem „Moddorfer Platt“. „Alles e bess-che onbequem, ewer es werd scho gi“ (Alles ein bisschen unbequem, aber es wird schon gehen), kommentierte er den Weg über die enge Treppe zur Kanzel.

In den Mittelpunkt seiner Predigt stellte er Maria Magdalena, die er nach der Gottesmutter als die zweitwichtigste Frau des neuen Testamentes und als erste Zeugin der Auferstehung bezeichnete. „Sie war eine hartnäckige Sucherin nach dem Auferstandenen. Diese hartnäckige Suche nach dem Glauben sollten wir von der Magdalenenoktav mitnehmen“, forderte Schick die Gläubigen auf.

Zudem freute er sich über die vielen Spenden, die er anlässlich seiner Jubiläumsfeier in Mardorf erhalten hatte. Das Geld fließt in die Stiftung „Brot für alle Menschen“, die er zu seinem 60. Geburtstag ins Leben gerufen hatte. Mit ihr will er in Entwicklungsländern vor allem die kleinteilige Landwirtschaft und die landwirtschaftliche Fachausbildung fördern.

Kirchen zieren nun auch ein Geschirrhandtuch

Die musikalische Umrahmung des abendlichen Gottesdienstes hatte die Blaskapelle aus Emsdorf übernommen. Im Anschluss sorgten viele Helfer aus den Gemeinden der Region noch für ein gemütliches Beisammensein im Umfeld des kleinen Kirchleins.

Darüber hinaus wurden an einem kleinen, mit viel Liebe zum Detail gestalteten Stand, Kleinschriften und Erinnerungsstücke wie Kruzifixe, Rosenkränze, verzierte Kerzen und auch das neue mit Bildern der Gotteshäuser des Amöneburger Pastoralverbundes versehene Geschirrhandtuch angeboten.

Die weiteren Gottesdienste der Lindauoktav, die jeweils um 19.30 Uhr beginnen, halten Pfarrer Peter Borta (heute), Pfarrer Martin Wolf (morgen), Pfarrer Marcus Vogler (Sonntag), die Goldjubilare Karl-Josef Aschenbach, Wilhelm Gerlach, Peter Macht und Hans-Ludwig Schmank (Montag), Neupriester Togar Pasaribu (Dienstag) und Pater Norbert Rasim (Mittwoch).

von Alfons Wieber

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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