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Fünf Namen stehen zur Auswahl

Gemeindefusion Fünf Namen stehen zur Auswahl

Grundlegende Entscheidungen für die neue Stadtallendorfer Pfarrei, die sich zum Jahresende bildet, sind gefallen. Etwa zum Standort der Pfarrkirche oder dem Sitz von Pfarrer Diethelm Vogel.

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Die Kirche in Niederklein, urkundlich erstmals im Jahr 917/918 erwähnt, soll Pfarrkirche der künftigen großen Pfarrei werden.

Quelle: Archivfoto

Stadtallendorf. Aus vier katholischen Pfarrgemeinden in Stadtallendorf und Niederklein wird auf Wunsch des Bistums zu Beginn des nächsten Jahres eine Gemeinde. Der Vorbereitungsprozess für die Zusammenlegung mit Arbeitsgruppen und einer gemeinsamen Steuerungsgruppe ist in vollem Gange. „Wir haben ein gutes Stück des Weges hinter uns“, meint Stadtallendorfs Pfarrer Diethelm Vogel gegenüber der OP.

Fest steht beispielsweise, dass die Niederkleiner Kirche in der neuen, großen Kirchengemeinde die Pfarrkirche sein wird. Das habe die Arbeitsgruppe beschlossen, die Steuerungsgruppe habe das bestätigt, sagt Vogel. Der Status „Pfarrkirche“ ist kirchenrechtlich mittlerweile nicht mehr mit irgendwelchen Privilegien verbunden, hat aber symbolische Bedeutung.

Entschieden ist auch, dass die Gemeinde St. Michael die „aufnehmende Gemeinde“ sein wird. Auch das hat rechtliche Gründe, wie Pfarrer Vogel im Gespräch mit dieser Zeitung erläutert. Wenn sich alle vier Kirchengemeinden zum 1. Januar auflösten, gäbe es zunächst keine gewählten Verwaltungsgremien mehr. Ein neuer Pfarrgemeinderat für die gemeinsame Gemeinde wird voraussichtlich erst im März gewählt werden.

Standort des zentralen Pfarrbüros ist noch offen

Damit kein rechtliches Vakuum entsteht, muss eine Pfarrgemeinde die drei übrigen zunächst aufnehmen. Der Verwaltungsrat von St. Michael erfülle die formalen Voraussetzungen dafür, erläutert Pfarrer Vogel.

Fest steht auch, dass Pfarrer Vogel seinen Sitz in St. Katharina behält. Offen ist aber noch, wo das zentrale Pfarrbüro der neuen Kirchengemeinde sein wird. „Für diese Entscheidung werden wir noch etwas Zeit haben“, sagt Vogel. Alle Sekretärinnen behalten ihre Stellen und Stundenzahlen. Das Bistum Fulda hat sich bereiterklärt, 20 Stunden der neuen Stelle eines Verwaltungsleiters zu finanzieren. Zusätzliche Stunden, die die Arbeitsgruppe für notwendig hält, müsste dann allerdings die neue Kirchengemeinde aus ihrem Etat bezahlen. Hierzu laufen noch Beratungen in den Arbeitsgruppen und mit dem Bistum.

Was die seelsorgerische Begleitung in der neuen Kirchengemeinde angeht, so gibt es weiterhin eine Pfarrstelle, die Vogel innehaben wird. Zusätzlich hat das Bistum einen Kaplan für die Dauer von zwei Jahren genehmigt. Es ist Kaplan Alexander Best, der bereits vor Ort ist. Ob es nach jenen zwei Jahren wieder eine Kaplanstelle für die katholische Gemeinde geben wird, ist offen. Das wird mit dem Bistum dann erneut zu verhandeln sein. Außerdem übernimmt Pater Antonio die Italiener-Seelsorge in der Gemeinde Christkönig. Pater Starchursky wird die polnische Mission in Stadtallendorf und Marburg weiter betreuen und in der Gemeinde Niederklein unterstützen.

Neue Gemeinde braucht noch einen Namen

Ein wichtiger, identitätsstiftender Punkt ist aber noch ungeklärt: der Name der neuen Gemeinde. Auch hierzu hat eine Arbeitsgruppe beraten und Vorschläge erarbeitet. Am 5. und 6. September sind die Mitglieder aller Gemeinden gefragt. Sie werden dann nach den jeweiligen Gottesdiensten in den Gemeinden aus fünf Vorschlägen ihren Favoriten auswählen. Folgende Vorschläge werden zur Auswahl gestellt: St. Paulus in Anlehnung an den „Völkerapostel“, St. Theresa (von Avila), die als große Frauengestalt der Kirchengeschichte für eine „positive und lebensfördernde Spiritualität“ stehe, wie die Arbeitsgruppe erklärt, St. Franziskus, der seine Berufung darin gesehen habe, die Kirche „neu aufzubauen“, Heilig Geist Pfarrei oder Christ Erlöser. Der letzte Name wäre „gleichzeitig ein Glaubensbekenntnis, für was und in wessen Namen wir Kirche sind“, erläutert die Arbeitsgruppe. Der Favorit aller Gemeindemitglieder, die sich beteiligt haben, wird dann dem Bistum als neuer Name vorgeschlagen.

Zur Namensauswahl gibt es weitere Informationen durch Aushänge in den Kirchengemeinden und im Internet unter wwww.katholische-kirche-stadtallendorf.de

von Michael Rinde

Foto: Matthias Mayer

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