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Fritz übernimmt Kompanie

Division Schnelle Kräfte Fritz übernimmt Kompanie

Der erste Divisionskommandeur in Stadtallendorf, Generalleutnant a. D. Hans-Werner Fritz, kehrte an den Standort zurück. Sein Sohn ist dort Kompaniechef geworden.

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Im Vordergrund steht das Ankommen

Hans-Werner Fritz trägt sich in das Buch der Wehrgeschichtlichen Sammlung ein. Sein Sohn, Hauptmann Leonard Maximilian Fritz, und Werner Gemmecker schauen zu. Foto: Böttcher

Stadtallendorf. „Am Anfang hat sich die Division nicht darüber gefreut, von Regensburg nach Stadtallendorf zu kommen“, sagte Generalleutnant a.D. Hans-Werner Fritz beim Rundgang durch die Wehrgeschichtliche Sammlung in der Herrenwaldkaserne im Gespräch mit der OP. Mit Respekt erzählt er dann von Altbürgermeister Manfred Vollmer, der zu Besuch nach Regensburg kam, und sagte: „Ich weiß, dass sich Stadtallendorf nicht mit Regensburg messen kann, aber wir tun alles, um sie gut aufzunehmen.“ Der General, der seit November vergangenen Jahres im Ruhestand ist, betonte: „Ich sage jetzt aus Überzeugung, die Division ist hier angekommen.“ Hans-Werner Fritz selbst musste zum Zeitpunkt des Umzuges der Division Spezielle Operationen (DSO), so hieß die Division Schnelle Kräfte (DSK) damals, in den Einsatz nach Afghanistan. So übernahm sein Stellvertreter, Brigadegeneral Volker Bescht, den Umzug nach Stadtallendorf im Jahr 2010. Vom Frühjahr 2011 an war Fritz selbst vor Ort. Eine Weile danach wurde er nach Berlin versetzt und Leiter in der neu aufgestellten Abteilung „Strategie und Einsatz“ im Verteidigungsministerium. Zuletzt war Fritz Befehlshaber des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam.

Jetzt besuchte Hans-Werner Fritz, der als Dreisternegeneral den zweithöchsten Dienstgrad der Bundeswehr erreicht hatte, erneut Stadtallendorf. Der Anlass war der Chefwechsel von Major Gordon Unterköfler zu Hauptmann Leonard Maximilian Fritz bei der Stabs- und Fernmeldekompanie Division Schnelle Kräfte. Als die Hauptaufgabe der Kompanie, zu der immerhin 200 Soldatinnen und Soldaten gehören, bezeichnete der neue Chef die Herstellung des Gefechtsstandes für die Division. Über die Hälfte der Soldaten der Kompanie gehören der Fernmeldestaffel an. Wie Hauptmann Fritz sind etliche der Kompanieangehörigen Fallschirmjäger. Der neue Kompaniechef war vorher beim Eurokorps in Straßburg eingesetzt. Auf die Frage, ob er in die Fußstapfen seines Vaters treten möchte, meinte er: „Ich möchte jetzt die verantwortungsvolle Aufgabe als Kompaniechef gut machen. Das ist für mich ein Highlight in meiner Karriere.“

Von der Wehrgeschichtlichen Sammlung, durch die der Vorsitzende des Fördervereins, Oberstleutnant a.D. Werner Gemmecker, führte, war General Fritz sehr angetan. „Was sie hier haben und wie sie es präsentieren, würde manchem Museum zu Ehren gereichen“, lobte er beeindruckt. Der Besucher fragte Gemmecker, was er sich für die Sammlung wünschen würde? „Wir hätten gerne mindestens eine Raum mehr, um wechselnde Ausstellungen zu präsentieren“, antwortete Gemmecker mit Blick auf den großen Fundus.

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