Auf dem Friedhof in der Kernstadt dominieren noch die Erdgräber.
Kirchhain. Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) begründet die Notwendigkeit für die neuen Regelwerke mit dem in Kirchhain erkennbaren Trend zu mehr Feuerbestattungen. Die Stadt trage dem mit dem Ankauf dreier Urnenstelen Rechnung, deren Nutzungsbedingungen in Satzung und Gebührenordnung festgeschrieben werden müssten, erklärte Kirchner im Gespräch mit dieser Zeitung. Der Bürgermeister wies zugleich Befürchtungen zurück, dass in der Neufassung Gebührenerhöhungen versteckt sein können. „Wir werden die Gebühren nicht erhöhen, da alle Gebühren für Dienstleistungen auf dem Friedhof kostendeckend sind“, sagte das Stadtoberhaupt.
Die drei Urnenstelen sollen in der Nähe des Eingangs Riedestraße errichtet werden. Sie verfügen zusammen über zwölf Urnenkammern, die je mit zwei Urnen belegt werden können. Die Überlassung einer Urnenkammer wird nach dem Entwurf 1.900 Euro kosten. Eine Urnengrabstätte ist weiter für günstige 145 Euro zu haben (kostet in Flörsheim stolze 2.010 Euro). Ein Wahlgrab ist weiterhin für 358 Euro zu haben (Kelkheim: 5.090 Euro) und ein Reihengrab kostet 183 Euro.
Der Ausschuss für Umwelt und Soziales befasst sich am Dienstag, 17. August, im Turmzimmer des Bürgerhauses ab 18 Uhr mit den geplanten Neuerungen. Die Sitzung ist öffentlich.
von Matthias Mayer
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