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Freudiges Ereignis sorgt noch für Unmut

Finanzierungszoff Freudiges Ereignis sorgt noch für Unmut

Am vorvergangenen Wochenende weihte der Arbeitskreis für Hugenotten- und Waldenser-Geschichte Schwabendorf am Dorfmuseum einen "Touch-Screen mit Info-Terminal" ein. Ein freudiges Ereignis - das im Nachgang für Zwist sorgt.

Schwabendorf. Bürgermeister Manfred Barth ärgert sich, dass Arbeitskreis-Vorsitzender Gerhard Badouin während der Einweihungsfeier sagte, dass die Gemeinde den Verein nicht bei der Finanzierung der 10000 Euro teuren Neuerung unterstützt habe. „Wir waren bereit, Kosten zu übernehmen: Es gab eine Beschlussvorlage und wir hatten Geld im Haushalt 2009 eingestellt - obwohl dieser defizitär war.“ Dann sei das Projekt liegengeblieben. Wo genau, könne er sich nicht erinnern: wahrscheinlich beim Kreis oder beim Verein, lautet seine Vermutung. 2011 wäre jedenfalls kein Geld mehr übrig gewesen.

Das wiederum bringt Badouin auf die Palme: Der Fachdienst Regionalentwicklung habe das Anliegen bearbeitet, allerdings Nachfragen zu Trägerschaft und Folgekosten an die Stadt gehabt - die liegengeblieben seien: „Der Bürgermeister hat total versagt“, schimpft Badouin. „Es kann sein, dass ein Extra-Beschluss gefordert wurde“, kontert Barth und schimpft, dies sei unnötige Bürokratie: „Es gab einen Beschluss. Ist doch klar, dass wir auch Folgekosten übernehmen.“ Badouin wiederum entgegnet, der Antrag sei wegen der Widerspenstigkeit der Stadt zurückgegangen: „Wir hätten das Projekt schon zwei Jahre früher umsetzten können.“ Und da sind er und der Bürgermeister dann wenigstens einer Meinung: „Wenn es nach uns (der Stadt) gegangen wäre, hätte das Terminal schon lange gestanden.“ Wie dem auch sei: Der Touch-Screen steht, die Kosten trugen der Arbeitskreis und die Region Burgwald-Ederbergland.

von Florian Lerchbacher

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