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Freude und Dankbarkeit prägen Primiz

Hochamt Freude und Dankbarkeit prägen Primiz

Dieser Tag wird den Gläubigen noch lange in Erinnerung bleiben: Neupriester André Viertelhausen feierte mit großer Festlichkeit seine Heimatprimiz in der Pfarrkirche von Mardorf.

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Gänsehautgefühl zum Abschluss des Primizhochamtes: Gemeinsam mit Neupriester André Viertelhausen (Dritter von links) stimmen die Gemeinde und die Konzelebranten zum Lobpreis Gottes das Lied „Großer Gott wir loben dich“ an.Foto: Karin Waldhüter

Mardorf. Die erste heilige Messe, der ein neugeweihter Priester vorsteht, ist ein besonderer Anlass und ein seltener Höhepunkt im Gemeindeleben. Entsprechend groß war die Freude und Anteilnahme der Mardorfer Gemeindemitglieder. Bereits eine Stunde vor Beginn des Gottesdienstes strömten die Gläubigen zur Kirche.

„Heute ist ein großer Tag für die Gemeinde“, betonte Christiane Kempf vom Pfarrgemeinderat. Erstmals seit 38 Jahren gab es in der Pfarrkirche St. Hubertus wieder eine Primiz zu feiern. 1975 war es der heutige Bamberger Erzbischof Ludwig Schick, der seine Primiz in Mardorf zelebrierte.

Eine Woche vor der Primiz war André Viertelhausen von Bischof Heinz-Josef Algermissen im Dom zu Fulda zum Priester geweiht worden. In Mardorf sorgte der anhaltende Regen erst einmal für eine Veränderung im Ablauf und der geplante Kirchenzug entlang der mit Fahnen geschmückten Straßen und die Abholung des Primizianten am geschmückten Elternhaus musste ausfallen.

Das zweistündige Primizhochamt war dann geprägt von der Freude und Dankbarkeit gegenüber Christus, was besonders in der Festpredigt, gehalten vom ehemaligen Schulpfarrer der Stiftsschule St. Johann Amöneburg und heutigen Domkapitular Martin Peter Schmidt, zum Ausdruck kam. Er richtete sich in sehr persönlichen Worten an den Neupriester und berichtete von „einer ganzen Menge schöner Zeichen, die wir in deinem Leben sehen können“.

Feierlicher Einzug in Kirche

Er erinnerte an Bonifatiuswallfahrten, die Organisation von Messdienertreffen und die Mitgliedschaft im MGV Mardorf. Er dankte der Familie für die Unterstützung auf dem Weg und wünschte dem Neupriester für sein zukünftiges Wirken die nötige Spannung, damit der Funke überspringen und das Leben aufleuchten könne.

Musikalisch eingerahmt wurde der Gottesdienst vom MGV Mardorf. Mit Orgelklängen, die unterstützt von Bläsern des Blasorchesters der Freiwilligen Feuerwehr Mardorf besonders feierlich wirkten, war zu Beginn der Messfeier André Viertelhausen in Begleitung von zwölf Konzelebranten, rund 35 Ministranten, den Standartenträgern der Vereine und Kommunionkindern in das Gotteshaus eingezogen.

Gemeinsam zelebrierten Ortspfarrer Günter Wondrak, die Pfarrer im Ruhestand Peter Macht, Wilhelm Gerlach und Bernhard Klatt, Domkapitular Martin Peter Schmidt, Ehrendomkapitular Prof. Dr. Dr. Bernd Willmes, Pfarrer Joachim Hartel aus Sontra, Pater Santosch aus Indien, Pfarrer Andreas Matthäi aus Margretenhaun - wo Viertelhausen als Diakon tätig war - die Diakone Bernhard Schindler und Winfried Jockel sowie Mitseminarist Daniel Göllner das feierliche Primizhochamt.

Primizbild als Erinnerung

Nach der Segnung der Primizbänder folgte die Segnung des Primizchormantels, den dieser anschließend feierlich anlegte. Angefertigt worden war der Chormantel nach einem Entwurf des Neupriesters.

Ein besonders feierlicher Moment war der abschließende allgemeine Primizsegen, den André Viertelhausen gemeinsam mit Mitseminarist und Neupriester Daniel Göllner spendete. Als Erstlingssegen des Priesters steht der Primizsegen in hohen Ehren.

Zur Erinnerung erhielten die Gläubigen während der Kommunion ein Primizbildchen auf dem der geistige Wahlspruch „Ich bin der Weinstock, Ihr seid die Reben“, zu lesen ist.

Nach der Eucharistiefeier wurde die Primizfeier im Mardorfer Bürgerhaus mit einer Gemeindefeier bei einem gemeinsamen Essen, Gratulationen und Grußworten fortgesetzt, bei der die Freude darüber, dass ein Sohn der Gemeinde Priester geworden ist, besonders zum Ausdruck kam.

von Karin Waldhüter

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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