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Freiheit weg, Vermögen weg, Ehefrau weg

Drogenhändler verurteilt Freiheit weg, Vermögen weg, Ehefrau weg

Der angeklagte Kirchhainer hat zwischen 2008 und Mai dieses Jahres 97 Kilo Haschisch im Wert von 291000 Euro verkauft. Dafür geht er 7 Jahre ins Gefängnis.

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Im Einkaufswagen lag das sichergestellte Hasch, auf dem Tisch beschlagnahmtes Geld, Gold- und Silbermünzen.

Quelle: Polizei

Marburg. Einer der spektakulärsten Drogen-Prozesse der Marburger Justizgeschichte endete gestern mit einer langjährigen Freiheitsstrafe für den Angeklagten. Die unter Vorsitz von Richter Dr. Carsten Paul tagende 1. Große Strafkammer des Marburger Landgerichts verurteilte den 63-jährigen Kirchhainer wegen des Handels  mit Betäubungsmitteln in nicht geringen Mengen in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren.

Den Wertersatzverfall setzte das Gericht auf 291 000 Euro fest. Dieser Betrag entspricht dem Verkaufswert der 97 Kilo Haschisch, die der Angeklagte zwischen 2008 und dem 16. Mai dieses Jahres nach Überzeugung der Kammer  verkauft hat. Diesen Geldbetrag behält der Staat ein. Auf dem Grundstück des Angeklagten waren große Mengen Bargeld, Gold- und Silberbarren sowie Schmuck in Erdverstecken gefunden worden.

Nach eigenem Geständnis hatte der Kirchhainer insgesamt 135 Kilo Haschisch gekauft. 38 Kilo wurden in einem Erdversteck gefunden, vier Kilo bei einem Kunden.Der nicht vorbestrafte Mann verlor neben seiner Freiheit und seinem Vermögen auch seine Ehefrau. Die der Mittäterschaft in einem abgetrennten Verfahren angeklagte 49-Jährige hatte während der Ermittlungen ihren Mann schwer belastet. Die Frau trat gestern als Zeugin auf. Ihren Ehemann auf der Anklagebank würdigte sie keines Blickes. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Zum ausführlichen Bericht

von Matthias Mayer

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Was bringt ein unbescholtenes Ehepaar im fortgeschrittenen Alter, das dem Bildungsbürgertum zuzurechnen ist, dazu, einen schwunghaften Haschisch-Großhandel aufzuziehen? Die Antwort auf diese Frage findet sich in der Anklageschrift.

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