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Freibad zeigt sich rundum erneuert und bürgernah

Morgen Saisonstart in Rauschenberg Freibad zeigt sich rundum erneuert und bürgernah

Die Meteorologen versprechen für den morgigen Donnerstag den ersten Sommertag des Jahres mit Temperaturen von25 Grad. Da trifft es sich gut, dass das Rauschenberger Freibad morgen um 10 Uhr öffnet.

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Das Rauschenberger Freibad-Team präsentiert zusammen mit Bürgermeister Michael Emmerich und Büroleiterin Andrea Vitt das neue Freibad-Logo. Fotos: Matthias Mayer

Rauschenberg. Es riecht nach Farbe im Rauschenberger Freibad, und die ist an den Türen des Sanitär- und Umkleidetrakts noch nicht getrocknet. Das Areal wirkt ungewohnt licht und freundlich. Alles, was sich anstreichen lässt, wurde frisch gestrichen. Selbstverständlich auch der Kiosk, der zudem eine neue Elektrik bekam. In diesem sind Sabine Barth und Ute Badenhausen-Klös damit beschäftigt, Geschirr einzuräumen.

Die beiden Frauen haben ihren Hausrat geplündert, um den Geschirrbestand zu ergänzen. Für den gibt es jetzt in den neuen (gebrauchten) Küchenmöbeln aus dem Haus Barth mehr Platz. Alles ist blitzeblank. Der Kiosk macht jetzt einen richtig professionellen Eindruck. Und verlässliche Öffnungszeiten sind dank bürgerschaftlichen Engagements auch in der neue Saison gewährleistet. Rauschenbergs Erste Stadträtin Ute Badenhausen-Klös aus Josbach verstärkt das Kiosk-Team.

Ein Gehölzschnittund seine Folgen

Manfred Barth berichtet, dass ein massiver Rückschnitt von Gehölzen Auslöser für die Rundum-Renovierung war. „Nach dem Rückschnitt zeigte sich, dass an der Rückseite des Funktionsgebäudes die Farbe abblätterte. Also haben wir die gestrichen. Dann haben wir gesehen, dass ein Gebäude mit nur einer reinweißen Wand nicht so toll aussieht. Also haben wir alle Fassaden komplett gestrichen. Und plötzlich waren die Türen auch nicht mehr so schön . . .“, erzählt Manfred Barth.

An drei Aktionstagen kamen Rauschenberger aller Altersklassen zusammen, um das Bad auf Vordermann zu bringen. Kinder strichen die Spielgeräte am Planschbecken an, die Erwachsenen lasierten die Holzbänke, lackierten die Türen oder gärtnerten am neuen Blumenbeet und reinigten die zugewachsene Rabatte. Und Rauschenberger Jugendliche pflasterten für sich eine eigene Spezial-Terrasse. „Da sind mehrere hundert ehrenamtliche Arbeitsstunden zusammengekommen“, stellt der frühere Bürgermeister fest.

Sein Nachfolger Michael Emmerich vernahm es mit Freuden, auch wenn die Helfer natürlich nicht ganz auf die Profis vom Bauhof verzichten konnten. Die kümmerten sich wieder um die Schwimmbad-Technik und um die aufwändige Beseitigung einiger Baumriesen, die aus Sicherheitsgründen gefällt werden mussten.

Was ist neu zur Saison 2015? Das neue Konzept für das Freibad, das auf die Gewinnung jüngerer Besuchergruppen durch attraktivere Angebote setzt, wird in ersten Schritten umgesetzt. Dazu gehören der neue Jugend-Treff und der kostenlose WLAN-Zugang im Bad - beides Projekte, die auf Wunsch der Rauschenberger Jugend umgesetzt wurden.

Dazu kommen neue Wasserspielzeuge im Wert von 3000 Euro, die hälftig vom Gewerbeverein und von der Stadt finanziert werden und die das Freibad-Team in die Lage versetzen, künftig auch Spielfeste anzubieten. Aber auch im Alltag sollen die Wasserspielzeuge zum Einsatz kommen. Manfred Barth kann sich vorstellen, das Becken bei Bedarf mit einer Schwimmleine abzutrennen, damit sich Schwimmer und „Spieler“ nicht ins Gehege kommen.

Kiosk-Vorplatzwird zur Lounge

Auf der Liegewiese am Planschbecken sticht eine Neuerung sofort ins Auge: Ein großes Sonnensegel wird den kleinsten Badegästen Schatten spenden. Auch der überdachte Freisitz am Kiosk wird kaum wiederzuerkennen sein. Neues Mobiliar verwandelt diesen in eine sommerliche Lounge, in der sich die Besucher durch 23 Eissorten schlecken, die berühmten Freibad-Pommes genießen oder die zu den Verkaufsschlagern zählenden Schnucki-Tüten vernichten können. Am Kiosk - und auch das ist eine Neuerung - können jetzt auch Sonnenschirme ausgeliehen werden. Und wenn Sabine Barth bei ihrer Sponsoren-Suche erfolgreich sein sollte, werden auch Liegen zur Ausleihe bereitstehen.

Auch beim Personal gibt es eine Veränderung. Die Stadt hat Klaus-Dieter Lies als hauptamtliche Badeaufsicht angestellt. Dieser wird auch schwimmsportliche Prüfungen für Abzeichen und andere Nachweise abnehmen. Ihm zur Seite stehen - wie im vergangenen Jahr - Manfred und Marlon Barth.

Was in dem bürgernahen Freibad bleibt: Die Kassierer werden auch in diesem Jahr nicht durch einen Automaten ersetzt. Die verkaufen neben Tages- und Zehnerkarten jetzt auch Saisontickets, die es außerdem weiterhin zusätzlich im Rathaus in der Stadtkasse gibt.

„Ihre Arbeit ist entscheidend für die Zufriedenheit der Badegäste“, unterstrich Michael Emmerich die Bedeutung des Freibad-Teams.

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