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Freibad bleibt zwei Wochen länger auf

Notlösung Freibad bleibt zwei Wochen länger auf

Normalerweise beendet die Stadt Stadtallendorf die Freibad-Saison Ende August. Angesichts der Hallenbad-Sanierung denkt sie diesmal über eine Verlängerung nach - um zwei Wochen.

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Ein Schwimmer trotzte gestern dem schlechten Wetter und zog einsam seine Bahnen durch das Freibad.Foto: Florian Lerchbacher

Stadtallendorf. Ein bisschen enttäuscht von der Antwort des Bürgermeisters und der Einstellung der Stadt sei er schon, sagt Michael Goetz. Der Stadtverordnete der Grünen hatte sich während der Fragestunde bei Christian Somogyi erkundigt, ob angesichts der Hallenbad-Sanierung eine Verlängerung der Offnungszeit und des -zeitraums des Freibades angedacht sei. In anderen Kommunen seien Freibäder bei entsprechender Witterung teilweise bis Oktober geöffnet - in Stadtallendorf ist dies normalerweise nur vom 1. Juni bis 31. August der Fall. „Begründet wurde diese sehr eingeschränkte Öffnungsphase damit, dass in den anderen Zeiten das Hallenbad zur Verfügung steht“, ergänzt Goetz.

Da die Einrichtung in der Stadtmitte aufgrund der begonnenen Abbrucharbeiten nicht mehr genutzt werden könne, wolle die Stadt die Öffnungszeiten des Freibades tatsächlich flexibler gestalten und den Öffnungszeitraum von drei Monaten verlängern, entgegnet Somogyi und betont: „In Abhängigkeit von der Nachfrage der Badbesucher und der jeweiligen Wetterlage wäre eine Öffnungszeit bis Mitte September denkbar.“

Es sind also bisher lediglich zwei Wochen mehr Badebetrieb angedacht - angesichts des Wegfalls des Hallenbades ein eher als gering zu bezeichnender Zeitraum. Entsprechend kritisiert Goetz: „Klar kommen, wenn die Temperaturen kühler werden, nicht mehr so viele Gäste wie im Hochsommer. Aber es gibt auch im Herbst noch einige schöne Tage.“ Vor allem für ältere Menschen, die sich durch Schwimmen fit halten, sei die Situation schlecht: „Ich hätte mir eine bürgerfreundlichere Lösung erhofft“, sagt der Grünen-Stadtverordnete.

Auch beim täglichen Öffnungszeitraum von 9 bis 19 Uhr - der bei guter Wetterlage auch bis 20 Uhr verlängert werden kann - hätte Goetz sich mehr vorstellen können. An diesem Punkt sind indes keine Veränderungen angedacht. „Nach den Erfahrungen der Badleitung entsprechend diese Zeiten der Nachfrage unserer Badbesucher“, erläutert der Bürgermeister und verweist darauf, dass es ein- oder zweimal in der Saison „Nachtschwimm-Termine“ gibt -dann ist das Bad bis 24 Uhr geöffnet, die DLRG sorgt für eine Sonderaufsicht mit Personal und es gibt zum Beispiel ein Lagerfeuer. An diesem Freitag soll die erste Veranstaltung dieser Art stattfinden.

„In diesem Zusammenhang wird angemerkt, dass das Bäderpersonal ab dem 8. September auch im Bundeswehr-Hallenbad eingesetzt werden muss“, schreibt Somogyi in der Beantwortung der Anfrage des Grünen-Stadtverordneten aus Zeiten, in denen Hallen- und Freibad gleichzeitig geöffnet waren, sind die Angestellten diese Doppelbelastung allerdings gewohnt, dennoch wir die Stadt sich in dieser Zeit mit der Aufsichtsfrage auseinandersetzen müssen, was zusätzlich Öffnungszeiten ebenfalls erschwert. Die oftmals in anderen Kommunen aufgebrachte Kostenfrage will er indes nicht stellen: Im Gegensatz zu anderen Städten und Gemeinden sei die Beheizung des Wasser in Stadtallendorf nicht mit hohen Kosten verbunden: „Die Erwärmung wird lediglich über eine wetterabhängige Solarabsorber-Anlage auf dem Dach des Umkleidegebäudes unterstützt.“ Vor diesem Hindergrund werde die Verlängerung der Öffnungszeiten durch die „wetterabhängige Gesamtsituation“ begrenzt.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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