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Frauen machen Feuerwehrmänner nass

Sensationeller Sieg der Damen-Riege aus Großseelheim und Anzefahr beim Kirchhainer Stadtpokal Frauen machen Feuerwehrmänner nass

In Schönbach wimmelte es von Feuerwehrleuten, denn die Einsatzabteilungen und die Jugendfeuerwehren trugen dort den Wettkampf um den Kirchhainer Stadtpokal aus.

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So sehen Siegerinnen aus: Vor den Stadtpokal-Gewinnerinnen aus Großseelheim und Anzefahr ging Kreisbrandinspektor Lars Schäfer in die Knie. Stadtbrandinspektor Reinhold Bonacker (rechts) und seinem Stellvertreter Thorsten Thierbach gratulierten stehend. Das kleine Foto zeigt einen Löschangriff der Kernstadt-Feuerwehr.

Kirchhain. Das Ergebnis ist eine kleine Sensation: Bei regnerischem Wetter machte die Frauenmannschaft aus Großseelheim und Anzefahr alle Feuerwehrmänner nass und errang den Stadtpokalsieg. Und das ohne jeden Bonus für die zum Teil körperlich sehr anstrengenden Übungsteile. Insgesamt waren zehn Wettkampfmannschaften aus den Kirchhainer Einsatzabteilungen am Start, wobei Stausebach sogar zwei Mannschaften stellte.

Die Übungsinhalte sind landesweit einheitlich und orientieren sich an realistischen Einsatzlagen, die Feuerwehrleute auch in Ernstfall beherrschen müssen.

Das Feuerwehrauto kommt mit Blaulicht angefahren, und schnell sitzt die Besatzung ab. Der Gruppenführer gibt kurze knappe Befehle. Schon spritzen seine Leute auseinander. Jeder weiß genau, was zu tun ist. Schläuche und Schlauchkupplungen werden vom Wagen geholt, das Standrohr an einen Hydranten angeschlossen. Es dauert nicht lange, da steht die Wasserversorgung bis zu dem Wohnhaus, in dem eine Wohnung in Flammen steht. Eine Person wird vermisst. Zwei Feuerwehrleute öffnen die Tür und verschaffen sich Zugang zum Zimmer. Der Löschtruppe bekämpft das Feuer mit einem simulierten Angriff. Dazu müssen Klappfallscheiben mit dem Wasserstrahl getroffen werden. Die vermisste Person wird aus dem Haus geborgen. Das Feuer droht auf benachbarte Häuser überzugreifen. Ein zweiter Trupp bringt seine Leiter in Stellung und bekämpft von dort aus das Feuer.

Anzefahr/ Schönbach stellt das beste Jugendteam

Nach diesem Löschangriff müssen vier Leute der Gruppe noch beweisen, dass sie bestimmte Knoten binden können, die im Ernstfall benötigt werden. Danach wird die Zeit gestoppt. Zwei Wertungsrichter bewerten die Übung und vergeben Punkte. Die neutralen Richter kamen von Feuerwehren aus dem Ebsdorfergrund und Amöneburg.

Die Jugendfeuerwehren haben ihren eigenen Wettbewerb, der aus zwei Teilen besteht. Einem eher sportlichen Teil, dem 400-Meter-Staffellauf mit feuerwehrspezifischen Aufgaben. Als Zweites eine Löschübung mit einer simulierten Wasserentnahme aus offenem Gewässer. Entgegen den Einsatzabteilungen läuft bei den Jugendlichen die Übung trocken ab. Es gilt, die Saugleitung an die Pumpe anzuschließen, die Leitung von der Pumpe bis zum Verteiler zu legen und schließlich die Leitung vom Verteiler zu den Angriffstrupps mit den Strahlrohren herzustellen. Dabei sind Hindernisse wie ein Kriechtunnel oder die Leiterwand zu überwinden. Am Ende müssen die Jugendlichen wie die Erwachsenen beweisen, dass sie das Binden von Knoten beherrschen.

Bei den Einsatzabteilungen siegte die Damenmannschaft aus Großseelheim/Anzefahr vor Großseelheim und Himmelsberg. Es folgten Niederwald, Schönbach, Kirchhain, Betziesdorf, Anzefahr und die beiden Mannschaften aus Stausebach.

Bei den Jugendlichen hatte die Mannschaft Anzefahr/Schönbach die Nase vorn und siegte vor den Mannschaften aus der Kernstadt, Emsdorf, Kleinseelheim, Betziesdorf, Stausebach und Niederwald. Bei der Mädchenwertung setzte sich Burgholz vor Anzefahr/Schönbach durch.

von Klaus Böttcher

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