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Franz-Josef Jung fordert "Solidität" ein

Neustadt Franz-Josef Jung fordert "Solidität" ein

Dr. Franz-Josef Jung, der frühere Verteidigungsminister und stellvertretende CDU-Landesvorsitzende, streifte bei seinem Auftritt in Momberg sämtliche großen Politikfelder.

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Franz-Josef Jung nahm nach seiner Rede vom Stadtverbandsvorsitzenden Franz-W. Michels ein Geschenk entgegen. Foto: Rinde

Neustadt. Es hat beim Neustädter CDU-Stadtverband Tradition, dass ein prominenter Christdemokrat beim Neujahrsempfang zu Gast ist. Am Freitagabend in Momberg war es der Hesse Dr. Franz-Josef Jung, der frühere Verteidigungs- und kurzzeitige Bundesarbeitsminister. Jung ist nach wie vor Mitglied im Bundestag und zugleich stellvertretender CDU-Landesvorsitzender.

Spekulation über Termin der Landtagswahl

Sein Auftritt in Momberg vor rund 50 Zuhörern stand klar im Zeichen des Wahljahres 2013 - von der Neustädter Bürgermeisterwahl bis hin zur Bundes- und Landtagswahl in Hessen. Franz-Josef Jung spekulierte dabei unter anderem auch laut über den 22. September als Termin für die Landtagswahl, das wahrscheinliche Datum auch der Bundestagswahl. „Entschieden ist aber noch nichts“, betonte Jung, nachdem er das Datum ausgesprochen hatte.

Die Wirtschafts- und die darauf aufbauende Eurokrise erlebte Jung teilweise als Minister am Kabinettstisch mit. Er erinnerte an Konjunkturpakete und Abwrackprämie und bezeichnete die Bundesrepublik mit aktuell mehr als 41 Millionen Beschäftigten als „Motor in Europa“. Ausdrücklich verteidigte er die Euro-Politik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Sein Credo mit Blick auf die Euro-Krisenländer: „Wir wollen, dass es zu Strukturveränderungen kommt, Solidarität gibt es nicht ohne Gegenleistungen.“ Er lobte die Entwicklung in den Schuldenländern Irland und Portugal und zollte Griechenland bei seinem aktuellen politischen Kurs Anerkennung.

Beim Streifen der aktuellen Sozialpolitik in Bund und Land konzentrierte sich Jung auf die Kinderbetreuung. Das in der Berliner Regierungskoalition lange umstrittene Betreuungsgeld für Eltern, die ihre Kinder nicht in Kitas geben, verteidigte der 64-jährige Bundestagsabgeordnete als eine „Anerkennung“.

Die Themenfelder innere und äußere Sicherheit fasste Jung in einem Komplex zusammen. Bei der inneren Sicherheit legte Jung ein Bekenntnis zu einem Unionsgrundsatz ab: „Opferschutz hat immer noch Vorrang vor Täterschutz.“

Den Einsatz der Bundeswehr unter anderem in Afghanistan, im früheren Jugoslawien und auch der Marine vor den Küsten Somalias sieht der frühere Verteidigungsminister als „entscheidenden Beitrag zu unserer Sicherheit.“

Bei der Bildungspolitik formulierte der Landespolitiker Jung ein klares Nein zu einer Einheitsschule und forderte das „Aufhören mit dem Rumkonzepten“.

von Michael Rinde

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