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Frankreich aus dem Mobil

Mittelpunktschule Wohratal Frankreich aus dem Mobil

Das FranceMobil machte Station an der Mittelpunktschule Wohratal und brachte ein Stück Frankreich mit, das Lust auf mehr machte.

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Sechstklässler der Mittelpunktschule Wohratal erprobten erste Französischkenntnisse mit dem FranceMobil-Referenten Hakim Benbadra.

Quelle: Karin Waldhüter

Halsdorf. Da staunten die jungen Sechstklässler nicht schlecht, als sie mit Hakim Benbadra ein echter Franzose mit einem fröhlichen „Bonjour“ im Musiksaal zum Unterricht begrüßte. Mit seinem Renault Kangoo fährt der FranceMobil- Lektor durch ganz Hessen, um junge Schüler zu treffen und ihnen Sprache und Land näher zu bringen. Er stammt aus einem Vorort von Paris und lebt heute in Mainz. Elf Monate lang wird er von dort aus etwa zwölf Schulen pro Monat hessenweit besuchen.

Mitgebracht hatte er Spiele, Musik, Bücher und touristische Broschüren. Lebendig und sympathisch schaffte es der Lektor schnell, durch altersgerechte Sprachspiele die Schüler zum Mitmachen und Experimentieren mit der Fremdsprache zu motivieren.

Höchst lebendig zeigten sich auch die Schüler. Von Unlust oder Berührungsängsten keine Spur und das, obwohl sie, abgesehen von „Bonjour“, bisher kaum ein Wort Französisch gelernt haben. Die Sechstklässler der Mittelpunktschule stehen kurz vor der Entscheidung, Französisch zu ihrer zweiten Fremdsprache zu wählen.

Vier Stunden Unterricht mal anders

Insgesamt vier Stunden verbringt Hakim Benbadra an der Schule und bringt nach den Sechstklässlern auch den Schülern der Klassen 7 bis 10 die französische Kultur, Musik, Städte und kulinarische Spezialitäten näher. Das FranceMobil ist auf Einladung von Französischlehrerin Taimi Kormann hier. „Viele Kinder haben keinen Kontakt zu Franzosen, deshalb ist es super, dass es geklappt hat“, freute sie sich.

Taimi Kormann ist die einzige Französischlehrerin an der Mittelpunktschule. Sie unterrichtet in vier Jahrgangsstufen 30 Schüler im Fach Französisch. Derzeit besuchen 230 Schüler die Mittelpunktschule in Wohratal. Seit es den Realschulzweig gibt, wird an der Schule Französisch unterrichtet.

Die zweite Fremdsprache ist vor allem für die Schüler von Interesse, die später Abitur machen wollen. Eine Zeit lang wurde Französisch bereits in der sechsten Klasse unterrichtet. Seit diesem Jahr gibt es diese Möglichkeit erst mit Beginn der siebten Klasse. „Letztendlich haben wir gemerkt, dass es dann ein Problem ist, wenn Schüler von anderen Schulen dazu kommen“, erläutert Schulleiter Michael Vaupel. „Auch wenn wir Werbung für die Sprache machen, ist es doch besser, wenn diese von außen kommt“, ist sich Vaupel sicher.

Bei den Sechstklässlern ist ihre erste Französischstunde jedenfalls richtig gut angekommen. „Ich fand es cool, Französisch zu sprechen und die Sprache ein bisschen kennenzulernen“, erklärte Bülent am Ende der Unterrichtsstunde. „Wir sehen uns nächstes Jahr in Französisch“, rief ein anderer Sechstklässler Taimi Kormann fröhlich beim Hinausgehen zu.

von Karin Waldhüter

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