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"Forster Weg" findet erste Fans

Stadtallendorf "Forster Weg" findet erste Fans

Mehr als 40 Interessenten kamen vor der Eröffnung des Altstadtfests auf dem Kirchhof von Sankt Katharina zusammen, um den „Forster Weg“ einzuweihen.

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Arnold Schmitt gab den Teilnehmern der ersten Wanderung an einem Bildstock Erläuterungen. Kleines Bild: Aufkleber mit den Buchstaben „FW“ markieren die Strecke. Fotos: Yanik Schick

Stadtallendorf. von Yanik Schick

Stadtallendorf. Bürgermeister Christian Somogyi begrüßte die Gruppe, die teils aus Mitgliedern der örtlichen Wandervereine, teils aus interessierten Privatpersonen bestand: „Wir werden wichtige historische Punkte passieren“, stimmte er die Beteiligten ein. Arnold Schmitt von den zehn Wanderern, die privat den Weg markiert und teilweise auch in Ordnung gebracht hatten, erläuterte die Hintergründe für das große Engagement: „Wir wollen die Industriestadt Stadtallendorf aufwerten und nach außen hin besser darstellen, denn wir haben so viel Schönes zu bieten“.

Dabei gehe es, so Schmitt nicht einmal um das Vorantreiben des Tourismus, sondern vielmehr darum, „den eigenen Bürgern die schönen Landschaften ins Bewusstsein zu rufen“. Er gab bereits vorab zu erkennen, dass man nicht den gesamten Weg zur Forstkapelle zurücklegen werde. Zum einen hatte dies Zeitgründe, da das Altstadtfest mit dem Fassanstich durch Bürgermeister Somogyi pünktlich um 15 Uhr eröffnet werden sollte, zum anderen „ist der Rundweg, den wir stattdessen ausgewählt haben, eine tolle Strecke für jeden Bürger, der ein bis zwei Stunden spazieren gehen möchte“, erklärte Schmitt. Die Wandergruppe starteten vom Wehrkirchhof durch die Mittelstraße, vorbei an Gebäuden mit großem historischen Hintergrund wie dem alten Rathaus, der ehemaligen Synagoge und der so genannten Mainzer Kellerei. Von dort aus ging es vorbei am Neubaugebiet „Kronäcker“, in dem Schmitt auf einen ersten Bildstock, das sogenannte „Morchebilche“ (Mariabild) aufmerksam machte: „Es regt zum Nachdenken an. Das halte ich in der heutigen Zeit nicht für verkehrt“.

Im Anschluss daran bekamen Teilnehmer die ein besonderes Merkmal dieses Wanderwegs zu sehen, denn die Strecke kreuzt die B 454 und ist ein Zeichen für die besondere Beziehung zwischen Industrie und Natur in Stadtallendorf. Fußgänger können die Bundesstraße allerdings problemlos über die Ampel an der Leide queren.

Ein Hohlweg, dem dicht bewachsene Bäume Schatten spenden, führte die Wanderer an der Mariengrotte vorbei bis hin zum Gewerbegebiet, in dem bisher lediglich das Filtrationsunternehmen Faudi ansässig ist. Christian Somogyi erklärte, dass weitere Bauprojekte geplant sind. Auch in diesem Fall sah Arnold Schmitt keinerlei Konfliktpotenzial, solange die Natur mit ihren Besonderheiten und natürlich den Wanderwegen unangetastet bleibe.

An Bunkern und Gärten vorbei

Als Beispiel für diese „Besonderheiten“ nannte Schmitt einen Buchenwald mit Bäumen, die zum Teil mehr als 250 Jahre alt sind. Dieser steht bereits unter Naturschutz und wurde nach einer kurzen Pause durchschritten. Die Gruppe bestaunte neben Bunkerresten und einem Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg die außerordentliche Flora und Fauna, die sich laut Schmitt „in diesem Wald besonders gut entwickeln kann“. Über einen zum Hohlweg parallelen Feldweg liefen die Wanderer zurück Richtung Kronäcker.

„Wir würden sehr gerne noch eine Schleife über den Treysaer Weg laufen“, betonte Arnold Schmitt. Auf diesem Weg sahen die Anwesenden die schmalen, aber sehr länglichen Gärten, die früher das gesamte Dorf einrahmten. Außerdem beschritt die Gruppe den Elisabethpfad, einen Pilgerweg.

Durch die Hofstraße kamen die Teilnehmer zurück zum Ursprung ihrer Wanderung und entspannten sich beim beginnenden Altstadtfest.

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