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Formales Ende eines Großprojekts

Kirchhain hebt Satzung für Altstadt-Sanierung auf Formales Ende eines Großprojekts

Die 1984 begonnene Kirchhainer Alstadt-Sanierung geht zu Ende. Der Abschluss wird jetzt ­förmlich festgestellt, soll allerdings zusammen mit den Bürgern gesondert gewürdigt werden.

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Blick vom Kirchhainer Kirchberg auf einige Dächer der Altstadt. Von wenigen Ausnahmen abgesehen ist die Bausubstanz im historischen Stadtkern gut. Foto: Matthias Mayer

Kirchhain. Für die Mitglieder des Bau-, Planungs-, Stadtsanierungs- und Dorferneuerungsausschusses war die Aufhebung der Sanierungssatzung ein notwendiger förmlicher Akt, den sie einstimmig vollzogen. Das entscheidende Wort hat am heutigen Montag die Stadtverordnetenversammlung, die sich ab 19 Uhr im Bürgerhaus mit dem Thema befassen und mutmaßlich die Aufhebung der Satzung beschließen wird.

Warum die Eile? Wie Bürgermeister Jochen Kirchner (parteilos) erklärte, brauche die Stadt Rechtssicherheit für die Mitfinanzierung der geplanten Straßensanierungen Untergasse und Amöneburger Tor. Und ein Teil der Arbeiten in der Untergasse soll schon während der Osterferien begonnen werden. „Wir müssen die Sanierungs­satzung aufheben, damit mit dem Bau in der Untergasse ­begonnen werden kann“, betonte der Bürgermeister die Dringlichkeit der Satzungsaufhebung.

Ausschuss und Parlament befassten sich lediglich mit einem technischen Beschluss. Dieser berühre nicht die emotionale Seite des offiziell beendeten Großprojekts. Was die Sanierung für Kirchhain bedeute, solle in einem würdigen Rahmen aufgearbeitet und aufgezeigt werden.

Die Satzung solle emotional in einem anderen Rahmen und dementsprechend würdig aufgehoben werden.

Mit fast 30 Jahren Stadtsanierung gehe eine Ära der Innenstadtentwicklung beziehungsweise auch der Stadtgeschichte Kirchhains zu Ende, meinte Jochen Kirchner. Allein drei Bürgermeister-Generationen seien mit dem Vorhaben befasst gewesen. „Es haben sich viele Menschen viele Jahre Gedanken gemacht. Ich würde die Stadtsanierung gerne in einem größeren Rahmen aufheben.“ Er stelle sich eine Bürgerversammlung vor, bei der erklärt werde, was alles mit sehr viel Geld und Erfolg gemacht worden sei, sagte Kirchner bei der Ausschusssitzung.

Geplant ist nach der parlamentarischen Sommerpause eine umfassende Präsentation in einer Bürgerversammlung oder Stadtverordnetensitzung im Herbst, eventuell verbunden mit einer kleinen Ausstellung. Außerdem soll es analog zur Dorferneuerung eine Abschlussbroschüre geben. Denkbar sei auch eine Beteiligung der Stadt am Tag des offenen Denkmals am 14. September. Geplant sei zum Thema „Farbe“ ein Stadtrundgang zu Sanierungsobjekten, sagte der Bürgermeister. Hintergrund: Im Gegensatz zu früheren Zeiten sind heute in alten Stadtkernen kräftige Farben möglich.

von Klaus Böttcher

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