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Förderverein startet mit 67 Mitgliedern

Freibad Rauschenberg Förderverein startet mit 67 Mitgliedern

Der Erhalt des Freibades liegt den Rauschenbergern am Herzen. Das zeigten die gut 80 Besucher, die zur Info-Veranstaltung ins Gemeinschaftshaus Kratz‘sche Scheune ­gekommen waren.

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Der überwiegende Teil der gut 80 Besucher trat während der Info-Veranstaltung in der Kratz‘schen Scheune dem Förderverein Freibad Rauschenberg bei. Foto: Matthias Mayer

Rauschenberg. Aus dem Kreis der Besucher wurde schließlich der Förderverein Freibad Rauschenberg gegründet, dem sich spontan 67 Besucher anschlossen - ein riesiges Ergebnis, ein Traumstart. Zum Vorsitzenden wählten die Mitglieder wenig überraschend Altbürgermeister Manfred Barth, zu seiner Stellvertreterin Inge Vaupel-Heinen. Kassierer ist Marlon Barth, Claudia Vaupel agiert als Schriftführerin. Als erste Aufgaben warten auf den Vorstand die Eintragung ins Vereinsregister und der Antrag, auf Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Vielleicht ist der Verein schon geschäftsfähig, wenn das Freibad am 2. oder 3. Juni in die neue Saison startet - dann übrigens wieder mit zwei hauptamtlichen Schwimmmeistern.

Bürgermeister Michael Emmerich (CDU) hatte zu der ­Info-Veranstaltung eingeladen. Er sprach hinterher von einem sehr guten Abend, dessen riesigen Zuspruch er niemals erwartet hätte. Das Aufgabengebiet des Fördervereins hatte Michael Emmerich eingangs umrissen. Der Förderverein solle mit seinem bürgerschaftlichen Engagement die hohe Akzeptanz des Freibads und die Identifikation der Rauschenberger Bürger mit dem Bad erhalten, den Schwimmsport fördern, Kurse und Events anbieten, Spenden für das Freibad einwerben, den Kiosk betreuen, ehrenamtliche Arbeitseinsätze organisieren und für Investitionen Fördergelder beantragen. Die Trägerschaft solle zumindest vorerst in den Händen der Stadt bleiben, sagte der Bürgermeister, der aber eine Übertragung der Trägerschaft an den Förderverein nicht grundsätzlich ausschloss.

Seit 2014 ist die Gründung eines Fördervereins im Gespräch. Seit diesem Zeitpunkt gibt es auch ein deutlich verstärktes ehrenamtliches Engagement für das Freibad. So wurde das Bad durch Außenrenovierung der Gebäude und gärtnerische Arbeiten deutlich verschönt. Privatleute spendeten Liegen und Sonnenschirme. Der Kultur- und Verschönerungsverein Rauschenberg (KVR) spendierte für das Planschbecken ein großes Sonnensegel und der Gewerbeverein beteiligte sich großzügig am Ankauf von Wasserspielgeräten.

110000 Euro Ausgaben,32500 Euro Einnahmen

Auch die Stadt investierte regelmäßig in den Erhalt der Technik und schloss das von einer eigenen Quelle gespeiste Bad an das Rauschenberger Nahwärmenetz an, schuf auf Wunsch der Jugendlichen ein Wlan-Netz und intensivierte die Öffentlichkeitsarbeit.

Der Bürgermeister erklärte, dass das gut 50 Jahre alte Bad ein enormer Kostenfaktor für die Stadt sei. Einen Kostenaufwand in Höhe von 110000 Euro stünden in einem durchschnittlichen Freibad-Sommer Einnahmen in Höhe von 32500 Euro gegenüber. 56000 Euro entfielen auf die Personalkosten, der restliche Betrag entfalle auf Energie- und Unterhaltungskosten.

Der Bürgermeister stellte den Besuchern zwei Modelle für den zu gründenden Förderverein vor: Die Gründung einer ­Arbeitsgruppe Freibad unter dem Dach des KVR, der über vielfältige Sparten verfügt und dem sich auch der Festausschuss 750 Jahre Rauschenberg angeschlossen hatte und die Gründung eines eigenständigen Fördervereins.

Andreas Pigulla berichtete, dass die Idee von der Integrierung des Fördervereins in den KVR nicht aus dem Verein stamme, sondern von außen an den Verein herangetragen worden sei. Das Freibad sei Bestandteil der Rauschenberger Kultur und passe somit in das Vereinsprofil. Er könne sich das Freibad auch als Schauplatz kultureller Veranstaltungen vorstellen. Zudem erklärte er, dass die Untergruppen im KVR weitestgehend autark agierten.

Klares Votum für einen eigenständigen Verein

Während der Aussprache zeigte sich eine Tendenz hin zum eigenständigen Förderverein. Brigitte Klingelhöfer merkte an, dass man mit der KVR-Lösung vermutlich die auswärtigen Aktiven, die schon bei Arbeitseinsätzen im Freibad dabei waren, wohl nicht gewinnen könne. „Die Aktiven wollen, dass ihre Gelder im Bad bleiben“, merkte Manfred Barth an. Die Frage des Zugriffs auf die Gelder müsse vorab mit dem KVR geklärt werden. Ortsvorsteher Michael Vaupel kündigte den Freibad-Förderern unabhängig von der Vereinszugehörigkeit die volle Unterstützung des Ortsbeirats an. Diese würden insbesondere als Ideengeber benötigt.

Eine Abstimmung brachte ein klares Votum für einen eigenständigen Förderverein, für den der Bürgermeister eine Mustersatzung vorbereitet hatte. Die in einigen Punkten veränderte Satzung wurde von den Mitgliedern angenommen und der Verein war damit gegründet.

von Matthias Mayer

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