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Förderung für alle Amöneburger Ortsteile

KIP Förderung für alle Amöneburger Ortsteile

Der hessische Finanzminister Dr. Thomas Schäfer hat der Stadt Amöneburg Förderzusagen für insgesamt 11 Projekte übergeben. Eines davon ist der Umbau des Feuerwehrgerätehauses in Mardorf.

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Bürgermeister Michael Plettenberg (von links), Finanzminister Dr. Thomas Schäfer, Ortsvorsteher Heinrich Benner und Wehrführer Markus Schick bei der Übergabe der Förderbescheide vor dem Feuerwehrgerätehaus in Mardorf.Foto: Peter Gassner

Amöneburg. Nicht in ein Großprojekt, sondern in mehrere kleinere fließt das Geld, das die Stadt Amöneburg aus den Fördertöpfen des Landes Hessen und des Bundes bezieht. Eine halbe Million Euro sollte bewusst in „kleinere Maßnahmen“ gesteckt werden, erklärte Amöneburgs Bürgermeister Michael Plettenberg (parteiunabhängig) am Rande der Übergabe der Förderbescheide durch den hessischen Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. „Uns war es wichtig, diesmal alle Ortsteile zu beteiligen“, erklärte Plettenberg.

Im Kommunalen Investitionsprogramm (KIP) werden die Landeszuschüsse von in diesem Fall rund 100000 Euro mit Zahlungen des Bundes sowie einem Eigenanteil der Kommune zu einer Gesamtinvestitionssumme vereint. Wofür die 500000 Euro verwendet werden, entscheidet die Stadt selbst. „Die Verantwortlichen vor Ort wissen am besten, wo die Investitionen am dringendsten angebracht sind“, erläuterte Schäfer. Das Programm ermögliche es, Dinge anzugehen „die sonst nicht so schnell im Investitionsplan aufgetaucht wären“.

Sanierungen und neue Fahrzeuge

Den größten Posten (Förderbetrag: 149400 Euro) stellt die Beschaffung eines neuen Lkws dar, der im gesamten Stadtgebiet einsetzbar ist, beispielsweise für Winterdienst, Reinigung, Transportfahrten oder Lade- und Umschlagarbeiten. Ein weiterer Klein-Lkw wird für Pflegearbeiten an Wanderwegen angeschafft (58577 Euro). Für energetische Sanierungen am Dachgeschoss des Rathauses (64800 Euro) sowie des Rüdigheimer Dorfgemeinschaftshauses (55350 Euro) werden ebenfalls große Teile des Budgets verwendet. Bei all diesen Projekten stammen die Zuschüsse aus den Bundesmitteln, ebenso bei der energetischen Sanierung der Außenrolltore am Bauhof (9000 Euro).

Aus Landesmitteln wird unter anderem die Sanierung einer historischen Bruchsteinmauer im denkmalgeschützten Ortskern Amöneburgs (24000 Euro) bezuschusst. Die Instandsetzung von Gehwegen im Stadtgebiet (18400 Euro) und die Sanierung eines Teilstücks des Radweges zwischen Rüdigheim und Mardorf (4553) fallen ebenfalls unter den Landeszuschuss. Je 4000 Euro gehen obendrein in den Umbau der Sternstube Roßdorf und die Errichtung eines Weges zwischen dem Friedhof und dem „Treffpunkt“ in Rüdesheim.

Das größte Projekt, das mithilfe der Förderung durch das Land Hessen zustande kommt, ist die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses in Mardorf, wo daher auch die Übergabe der Förderbescheide vonstatten ging. Rund 500 Stunden haben die Feuerwehrleute dort bereits in Eigenregie gearbeitet und ein Fundament für den Anbau gelegt. Trotz der Eigenleistungen ist allerdings eine Investition von 44000 Euro nötig - geschaffen werden neue Toiletten sowie Umkleiden, um die Trennung von kontaminierter Arbeitskleidung und der Privatkleidung gewährleisten zu können.

Wehrführer Markus Schick nutzte die Gelegenheit, um vor Ort den Fortgang der Bauarbeiten zu präsentieren. „Es ist toll, dass unsere Investition in Verbindung mit der Eigenleistung zu solch einem Mehrwert führt“, lobte Schäfer. Ohne die Arbeit der Freiwilligen sei dies nicht möglich.

Plettenberg freute sich über den „symbolisch hochrangigen“ Besuch durch den Minister. Für Amöneburg sei die Förderung ein „Glücksfall“, denn in der Stadt werde „konservativ gewirtschaftet“. Dennoch sei es nun möglich Dinge zu finanzieren, „die ohnehin auf unserer Dringlichkeitsliste standen“.

von Peter Gassner

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