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Fördermittel für die Feuerwehr sind da

Neubau Fördermittel für die Feuerwehr sind da

Ein knappes Jahr ist ins Land gegangen, seit die Stadt Rauschenberg den Förderantrag für den Neubau des Feuerwehrhauses stellte. Nun ist die Unterstützung für das 850000 Euro teure Projekt da.

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Im Februar oder März des kommenden Jahres soll der Abriss des Rauschenberger Feuerwehrhauses beginnen. An gleicher Stelle entsteht dann ein neues Gebäude, das den Anforderungen entspricht.

Quelle: Florian Lerchbacher

Rauschenberg. „Ich hatte ja eigentlich gehofft, dass wir noch in diesem Jahr mit den Ausschreibungen beginnen können“, sagte Rauschenbergs Bürgermeister Michael Emmerich, nahm es gleichzeitig aber gelassen hin, dass die Stadt ein Jahr auf den Fördermittelbescheid aus Wiesbaden hatte warten müssen: „Wir mussten zwischenzeitlich immer mal wieder Unterlagen nachreichen. Zudem war klar, dass der Landeshaushalt auch erst genehmigt sein muss, bis etwas passiert.“ Insofern werde die Kommune nun den Bauantrag stellen. Mit der Genehmigung rechne er im Herbst: „Und dann machen wir die Ausschreibungen über den Winter, so dass wir im Februar oder März mit dem Projekt beginnen können - abhängig natürlich von der Witterung.“

Am Anfang wird der Abriss der alten Fahrzeughalle stehen, die den modernen Ansprüchen schon lange nicht mehr gerecht wird. Die Fahrzeuge passen nur knapp in das Gebäude, außerdem stehen die Spinde der Einsatzkräfte noch in der Halle - ein Zustand, der schon mehrfach angemahnt wurde. Die Stadt lief sogar schon Gefahr, dass ihr deswegen die Versicherungspolice gekündigt wird. Noch dazu mussten die Rauschenberger hinter dem Gebäude bereits Erde abtragen, um es vor weiteren Feuchtigkeitsschäden zu schützen.

Land steuert 210 000 Euro bei

Auf den Abriss folgt an gleicher Stelle der Neubau: Vorgesehen ist ein Gebäude mit vier Einstellplätzen. Neben der neuen Halle entsteht ein Anbau mit Umkleide-, Sanitär- und Funktionsräumen. Außerdem gehört die energetische Sanierung der Schulungs- und Aufenthaltsräume zum Bauprogramm.

850000 Euro kostet das Projekt. Darin enthalten sind auch eine Fotovoltaikanlage und das Herrichten der Außenanlage.

Das Land Hessen steuert 210000 Euro bei - was 20000 Euro mehr sind, als die Stadtverordneten und der Bürgermeister einst bei ihrem Beschluss erwartet hatten. Abgezogen sind dabei auch schon Eigenleistungen der Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Rauschenberg in einem Wert von 70000 Euro. „Wir haben geeignete Fachkräfte und die notwendigen Handlanger in den Kreisen der Wehr“, freut sich Emmerich. Die Stadt werde in den Ausschreibungen festhalten, dass die Firmen einen gewissen Prozentsatz an Eigenleistungen zulassen müssen - vor allem beim Innenausbau.

„Brandschutzförderung bedeutet für uns neben der wichtigen Förderung der Einsatzkräfte unbedingt auch, in die Infrastruktur unserer Feuerwehren zu investieren. Wir wollen die Ausbildung und das Umfeld optimieren. Deshalb unterstützt das Land Hessen den Teilneubau des Feuerwehrhauses. Damit verbessern wir die Rahmenbedingungen für die wertvolle Arbeit der Rauschenberger Feuerwehr“, betonte Hessens Innenminister Peter Beuth, der den Förderbescheid in Wies­baden unterzeichnete.

von Florian Lerchbacher

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Von Redakteur Florian Lerchbacher

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